04. März 2021, 22:41 Uhr

Mit Ruhe und Erfahrung

04. März 2021, 22:41 Uhr
Lubomir Jancarik wechselt vom Post SV Mühlhausen zum TTC OE Bad Homburg.

In dieser Saison schlug Lubomir Jancarik zweimal gegen den TTC OE Bad Homburg auf - und ging gegen Rares Sipos jeweils als Sieger vom Tisch. 2021/22 wird der Tscheche nicht mehr gegen die Ober-Erlenbacher punkten, denn künftig trägt er das rote Hemd des Bundesliga-Schlusslichtes. »Ich habe einen guten Eindruck. Und ich denke, wir können uns gegenseitig dabei helfen, besser zu werden«, sagt Jancarik.

Derzeit schlägt der 33-Jährige noch für den TTBL-Konkurrenten PSV Mühlhausen auf; mit dem Tabellensiebten aus Thüringen kann er allerdings am letzten Spieltag (21. März) nicht mehr das Play-off-Halbfinale erreichen.

»Ruhig bleiben«, so lautet die Devise Jancariks. Und die sei laut dem Sportlichen Leiter Sven Rehde bisweilen abhandengekommen im Team des Aufsteigers mit fast ausschließlich jungen Akteuren. Dazu kommt die reichliche Erfahrung des 1,93 Meter großen Tischtennisprofis, der aus dem südmährischen Hodonin stammt. Über Stationen in Tschechien kam er 2013 nach Deutschland und spielte eine Saison für den TTC Grenzau. Danach war der Rechtshänder drei Spielzeiten für den französischen Club US Saint-Denis aktiv, ehe 2017 der Wechsel nach Mühlhausen folgte.

Mit dem PSV erreichte Jancarik, genannt Lubo, 2018/19 das Viertelfinale der Champions League - im entscheidenden Gruppenspiel hatte er zwei Siege zum 3:2 über den schwedischen Topclub Eslövs AI beigesteuert. »Das war mein größter Erfolg«, betont der Tscheche, der auch bei den Olympischen Spielen in London und Rio de Janeiro aufschlug.

Ein drittes Mal würde er gerne die Weltspiele erleben, am besten in diesem Jahr in Tokio. »Das ist eines meiner Ziele - und einer der besten Bundesliga-Spieler zu werden«, sagt Jancarik. Dies ist freilich eine große Herausforderung, kam der Weltranglisten-93. doch in dieser Spielzeit nicht über eine 3:7-Bilanz hinaus. Allerdings hatte der tschechische Vize-Meister von 2019 fast nur Duelle mit der gegnerischen Nummer eins, unter anderen unterlag er Kun Shang (1. FC Saarbrücken), Hugo Calderano (TTF Ochsenhausen) und Timo Boll (Borussia Düsseldorf), die sich mit ihren Clubs für die Playoffs qualifiziert haben. Im Gegensatz zum aktuellen Ober-Erlenbacher Spitzenspieler Gustavo Tsuboi, der sieben von 21 Spielen bestritt (Bilanz 7:5), soll Jancarik regelmäßig zum Einsatz kommen.

»Wir wollen variabler werden«, deutet Rehde an, dass der TTC OE in seinem ersten Bundesliga-Jahr zu ausrechenbar war. Dies gelte auch für die Doppel, wobei Jancarik da gesetzt sein sollte, für Mühlhausen erzielte er an der Seite von Ovidiu Ionescu oder Daniel Habesohn eine 4:1-Bilanz.

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