12. Februar 2021, 07:00 Uhr

Lockdown

Lockdownn-Verlängerung: So reagieren die Vereine in der Wetterau

Der Lockdown wurde verlängert. Die Vereine in der Wetterau haben Verständnis und blicken nach vorne.
12. Februar 2021, 07:00 Uhr
Millionen Amateur- und Breitensportler müssen weiter Verzicht üben. Bis in den März hinein werden die Corona-Beschränkungen gelten. FOTO: DPA

Der Corona-Stillstand für den Amateur- und Breitensport wird bis mindestens 7. März verlängert. Das ist das Ergebnis der Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Trotz der Appelle der Sportministerkonferenz für schrittweise Lockerungen sind vorerst keine Erleichterungen für den Sport vorgesehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) begründete die Verlängerung unter anderem mit der Ausbreitung von ansteckenderen Varianten des Coronavirus. Millionen Amateur- und Breitensportler müssen damit weiter im Corona-Lockdown auf ihren Trainings- und Wettkampfbetrieb verzichten.

Bei heimischen Akteuren herrscht grundsätzlich Verständnis für das, was die Politik beschlossen hat, sie möchten aber so schnell wie möglich wieder loslegen:

Ulrich Riemer , Vorsitzender des Turngaus Wetterau/Vogelsberg, sieht die Turnvereine gut aufgestellt. »Die machen auch in Corona-Zeiten alle einen sehr guten Job, zum Beispiel mit Online-Kursen. Der Wettkampfbereich macht uns dagegen Sorgen. Wir müssen die Einzelmeisterschaften 2021 von Frauen, Männern und in der Rhythmischen Sportgymnastik, die eigentlich im März hätten stattfinden sollten, absagen. Es ist überhaupt nicht möglich, im Moment an ein Training in der Halle zu denken.« Somit können sich die Athletinnen und Athleten auch nicht für die Hessenmeisterschaften qualifizieren, die ebenfalls nicht stattfinden werden - zumindest nicht im Mai. Der Geschäftsführer des Hessischen Turnverbands, Torsten Minninger, bestätigte, dass die Meisterschaften in den Herbst verschoben werden. »Das Verständnis für die Einschränkungen ist in den Vereinen vorhanden«, ist sich Ulrich Riemer sicher. »Natürlich brennt jeder darauf, wieder loszulegen. aber die Hauptsorge ist, dass es ein permanentes Wechselspiel von Lockdown und Öffnungen geben könnte. »Dann lieber einmal länger zumachen und später wieder richtig loslegen.« Die Vereine hätten keine rückläufigen Mitgliederzahlen zu beklagen. »Das ist ein großes Glück.«

Siegfried Bläsche , Vorsitzender der HSG Mörlen, hatte mit einer Verlängerung gerechnet. »Ich gehe nach wie vor nicht davon aus, dass wir bis zu den Osterferien Handball in gewohnter Art und Weise spielen werden.« Die HSG Mörlen biete ein Online-Training für Aktive und Jugendliche an, das sehr gute angenommen werde. »Dadurch bleiben die Mannschaften in Kontakt.« Es gebe so gut wie keine Vereinsaustritte aufgrund von Corona. Bläsche geht nicht davon aus, dass bei den Aktiven noch Rundenspiele stattfinden. »Ich würde es begrüßen, wenn Turnierformen angeboten werden, damit man wieder ins Spielen kommt. Vorher könnten die Teams noch eine Vorbereitung machen.« Um dann, wenn es wieder möglich ist, im September völlig stressfrei mit einer neuen Runde beginnen zu können.« Bei den Jugendlichen stelle sich die Frage nach dem Umgang mit den Qualifikationsturnieren.

Kerstin Uhlig , Trainerin und Vorstandsmitglied bei der SG Wetterau, hat auf der einen Seite Verständnis für die Einschränkungen, möchte aber auf der anderen Seite so schnell wie möglich wieder im Schwimmbad ihre Bahnen ziehen. »Wir hoffen natürlich schon länger, dass wir als Vereinssportler wieder loslegen können.« Nun müsse man weiter warten. Beim Schwimmen sei es noch einmal schwieriger, »weil die Bäder definitiv nicht die nächsten sein werden, die öffnen. Wir haben ganz viele Ideen entwickelt, machen Online-Training und haben Athletik-Programme verschickt. Und alle sind engagiert dabei.« Aber die »Trockenübungen« seien kein gleichwertiger Ersatz. »Wir versuchen, die Zeit zu überbrücken und möglichst aktiv zu bleiben.« Beim Schwimmen gebe es sehr viele Möglichkeiten, mit Abstand zu trainieren. »Wir wären dankbar für jeden noch so kleinen Schritt nach vorne.«

Die Schwimmer glauben nicht, dass sie vor dem Sommer noch ins Hallenbad können. »Aber vielleicht wird ja dafür das Freibad ein wenig früher geöffnet. Trockenschwimmen ist gut, aber wir sind dann einfach nicht in unserem Element«, sagt Uhlig.

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