13. Mai 2021, 22:01 Uhr

Weg nach Tokio

Kai Schäfer vom SV Fun-Ball Dortelweil hat Olympia-Ticket sicher

Große Ehre für Kai Schäfer vom SV Fun-Ball Dortelweil. Der Badminton-Spieler hat das Ticket für den Einzelwettbewerb der Herren bei den Olympischen Spielen in Tokio sicher.
13. Mai 2021, 22:01 Uhr
Kai Schäfer vom SV Fun-Ball Dortelweil hat sein Ticket für die OIympischen Spiele in Tokio im Sommer sicher. FOTO: DPA

Die deutschen Badminton-Teilnehmer für die Olympischen Spiele in Tokio stehen fest, weil das letzte Qualifikationsturnier abgesagt worden ist. Der Badminton Weltverband BWF gab am Mittwoch bekannt, dass die Singapore Open wegen der Corona-Krise nicht stattfinden. Das Turnier hatte Anfang Juni stattfinden sollen und wäre die letzte Gelegenheit für die Athleten gewesen, Weltranglistenpunkte zu sammeln.

Qualifiziert für den Deutschen Badminton Verband (DBV) sind somit im Herreneinzel Kai Schäfer vom SV Fun-Ball Dortelweil sowie Yvonne Li (Lüdinghausen) im Dameneinzel und Mark Lamsfuß und Marvin Seidel (Wipperfeld/Bischmisheim) im Herrendoppel. Im Mixed ist Lamsfuß zudem mit Isabel Herttrich (Wipperfeld/Bischmisheim) dabei.

Für Schäfer wäre es die erste Teilnahme an olympischen Spielen, weshalb er das bei einem Gespräch mit dieser Zeitung vor dem Start der EM in der Ukraine Ende April auch als Ziel ausgegeben hatte - schließlich ist das Turnier unter den fünf Ringen das einzige große im internationalen Badminton-Zirkus, bei dem Schäfer noch nicht dabei war. Das alleine reicht ihm aber nicht aus. Im April sagte er: »Wenn ich hinfahre, will ich auch Spiele gewinnen, gerade auch, weil die Aufmerksamkeit schon eine Hausnummer ist, auch wenn etwa eine WM aus sportlicher Sicht sicher besser besetzt ist.«

Die ein Jahr dauernde Olympia-Qualifikation bei den Badmintonspielern war im März 2020 aufgrund der Corona-Pandemie nach einem Dreivierteljahr unterbrochen worden. Der Weltverband setzte die Qualifikation im März 2021 fort. Allerdings brachten zahlreiche Turnierabsagen, Corona-Fälle und Quarantänevorschriften den Plan durcheinander. Nach Ansicht von DBV-Sportdirektor Martin Kranitz wurden dadurch besonders asiatische Spieler benachteiligt, weil die Europameisterschaften stattfanden, aber die Asienmeisterschaften ausfielen. Kranitz sagte: »Die vergangenen Wochen waren nicht einfach. Unsere Athleten und das gesamte Team haben die Zeit aber sehr gut gemeistert«

Beim sogenannten »Race to Tokyo« wird eine bereinigte Weltrangliste mit den besten Spielern der jeweiligen Länder in jeder Disziplin erstellt.

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