17. Oktober 2021, 22:21 Uhr

Fußball-Hessenliga

Fußball-Hessenliga: FV Bad Vilbel gibt »Rote Laterne« ab

Der FV Bad Vilbel ist nicht mehr Letzter der Gruppe B der Fußball-Hessenliga. Im Kellerduell gewann das Team von Trainer Mustafic dank einem Doppelpack beim VfB Ginsheim.
17. Oktober 2021, 22:21 Uhr
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Aus der Redaktion
Filip Cirpaci führt mit seinen beiden Toren den FV Bad Vilbel zum 2:0-Sieg beim VfB Ginsheim - und damit auch vom letzten Tabellenplatz der Hessenliga-Gruppe B. (Foto: Uwe Kramer)

Beim Hinausgehen aus dem Vereinsheim bedankte sich Amir Mustafic noch bei den Verantwortlichen des VfB Ginsheim. »Wir kommen immer wieder gerne hierher«, sagte der Trainer des FV Bad Vilbel. Er meinte die Gastfreundschaft. Aber sicher fühlten sich die Wetterauer Hessenliga-Fußballer am Sonntagnachmittag auch deshalb so wohl an der Mainspitze, weil sie mit einem 2:0-(1:0)-Sieg den Tabellenplatz mit dem neuen Letzten VfB getauscht hatten.

Der Sieg, so Mustafic, sei wegen der häufigeren und auch besseren Chancen verdient gewesen. Sein Ginsheimer Trainerkollege, Matthias Güldener, gab ihm recht: »Wir waren im Läuferischen, in den Zweikämpfen und im Spielerischen maßlos unterlegen. Wir waren von Anfang bis Ende gar nicht im Spiel.« Nach dem Aufwärtstrend der vergangenen Wochen mit sechs Punkten aus fünf Spielen war eine solche Vorstellung (Güldener: »Das war eine Katastrophe«) nicht zu erwarten gewesen. »Ich kann mich nur bei allen Leuten, die heute hier auf dem Sportgelände waren, entschuldigen«, sagte der VfB-Trainer.

Mustafic war von dem dürftigen Niveau keineswegs nicht überrascht: »Ich habe heute keine spielerischen Wunder erwartet.« Seine junge Mannschaft sollte sich mit Herz auf dem Platz präsentieren. Und das habe sie getan: »Ich bin zufrieden, weil wir die drei Punkte bitter nötig gehabt haben.« Dies galt freilich auch für den VfB. »Aber mit so einer Leistung wie heute«, meinte Güldener, »werden wir keine Punkte mehr holen.«

Beide Mannschaften brachten lange kaum etwas Konstruktives zustande. In den Strafräumen passierte wenig, schon gar nichts Torgefährliches. Bis sich VfB-Kapitän Daniel Thur im Strafraum durchsetzte, aber sein Schuss aus spitzem Winkel war für Torhüter Robin Orband leicht haltbar (43.). Auf der Gegenseite zirkelte Filip Cirpaci kurz darauf den Ball aus 17 Metern ins rechte obere Eck - 0:1 (44.).

Elfmetertor bringt die Entscheidung

Nach der Pause verhinderte zunächst Haris Jakubovic, der nach einer Ecke auf der Torlinie rettete, einen noch höheren Rückstand. Ebenso wie Keeper David Staegemann, der einen Kopfball von Cirpaci um den Pfosten lenkte (61.). Vorne blieb der VfB harmlos. Ein Weitschuss von Cem Felek übers Tor - mehr gelang nicht mehr (80.). Das Elfmetertor Cirpacis zum 2:0 - Taiyo Ushiyama war von Eleazer Mensah gelegt worden - bedeutete die Entscheidung (86.).

Der VfB sei »auf den Boden der Tatsachen« zurückgeholt worden, befand Güldener. Seine Mannschaft habe überdeutlich gesehen, wie es nicht geht. »Wenn du nicht mit allem, was Du hast, in die Zweikämpfe gehst, und wenn du nicht mit 100 Prozent Konzentration versuchst, nach Lösungen zu suchen und ein Passspiel aufzuziehen, dann gewinnst du keinen Blumentopf«, resümierte Güldener.

VfB Ginsheim: Staegemann - Mensah, Fosuhene (46. Makana), Akoto, Oriana, Felek, Karabey (76. Czepecha), Pandov, Thur, Williams, Jakubovic (63. Gansmann).

FV Bad Vilbel: Orband - Tiago (62. Okuno), Alik, Gashi, Lahchaychi (77. Ushiyama), Knauer, Cirpaci, Filipovic, Embaye (66. Safaridis), Emmel, Shuteriqi.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Rau (Kaichen). - Zu.: 200. - Tore: 0:1 und 0:2 (44., 86./FE) Cirpaci. DIRK WINTER



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