18. Oktober 2021, 19:06 Uhr

Fraport fährt Engagement zurück

18. Oktober 2021, 19:06 Uhr
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Aus der Redaktion

Die Frankfurt Skyliners bleiben das Schlusslicht der Basketball-Bundesliga - und hinter den Kulissen bahnen sich einige Veränderungen an. Im vereinseigenen Podcast war neben dem geschäftsführenden Gesellschafter Gunnar Wöbke der Skyliners auch Fraport-Geschäftsführer Stefan Schulte zu Gast. Der Chef des Frankfurter Flughafenbetreibers, der Hauptsponsor der Skyliners ist, kündigte an, das finanzielle Engagement zurückzufahren. »Nach elf Jahren werden wir irgendwann in die zweite Reihe treten«, sagte Schulte.

Wie lange der aktuelle Vertrag läuft, ist nicht bekannt. Die Rede ist von ein paar Jahren. Zügiger aufgeben wird die Fraport die Namensrechte an der Ballsporthalle in Unterliederbach, die seit 2012 Fraport-Arena heißt. Wöbkes »Idealvorstellung« ist es, die Halle zu einem Nachwuchsleistungszentrum umzubauen. »Uns schwebt vor, insbesondere weil die Sportart 3x3-Basketball olympisch geworden ist, dass wir die Halle so umbauen, dass sie drei Basketballspielfelder hat«, sagte Wöbke. Auch für Volleyball sei Platz. Diese Pläne stehen und fallen jedoch damit, ob es in Frankfurt eine neue Multifunktionshalle geben wird oder eben nicht. Die Skyliners wollen am Kaiserlei eine Arena für 13 000 Zuschauer bauen. Sie warten auf die Anhandgabe der Stadt Frankfurt, um in einen zweijährigen Prüfungsprozess eintreten zu können.

Die Fraport hatte im Januar eine sogenannte Marktabfrage gestartet, um potenzielle Investoren für eine Arena am Flughafengelände zu finden. »Seit 20 Jahren wissen wir, dass wir hier ein Riesenpotenzial haben und eine Arena dringend brauchen«, sagte Schulte. Top-Konzerte, Top-Kongresse und große Veranstaltungen würden »heute einen Bogen um Frankfurt machen«. Ohne neue Arena sieht Wöbke für seinen Verein die große Gefahr, in die zweite Liga abzusteigen. In den vergangenen Jahren hatten die Skyliners einen Etat von rund fünf Millionen Euro plus/minus ein paar Hunderttausend Euro, verriet Wöbke erstmals. Allerdings haben viele Standorte die Hessen überholt. Wegen Corona haben die Skyliners nur noch einen Etat in Höhe von 3,5 Millionen Euro.



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