11. Dezember 2020, 07:00 Uhr

Ein sächsisches Wochenende

11. Dezember 2020, 07:00 Uhr
Nach fünf Siegen aus fünf Heimspielen haben Verteidiger Daniel Ketter (l.) und Topscorer Cason Hohmann vom EC Bad Nauheim gut lachen vor dem Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse am Freitagabend. FOTO: CHUC

EC Bad Nauheim


Platz drei, zu Hause noch ohne Punktverlust und Anführer der hesseninternen Tabelle der Deutschen Eishockey-Liga 2: Der EC Bad Nauheim ist trotz zweier krachender Niederlagen in Ravensburg und Freiburg in bestechender Form. Die gilt es am Wochenende erneut doppelt unter Beweis zu stellen, wenn am Freitag (19.30 Uhr) gegen die Lausitzer Füchse und am Sonntag (17 Uhr/beide Spiele live auf Sprade TV) bei den Eispiraten Crimmitschau ein sächsisches Wochenende auf dem Spielplan der »Roten Teufel« steht.

Personelles: Keine Neuigkeiten bei den »Roten Teufeln«: Freddy Cabana und Huba Sekesi fallen aus, hinter dem angeschlagenen Jan Luca Sennhenn steht ein Fragezeichen. Auch bei den drei restlichen Kölner Förderlizenzspielern hat sich nichts geändert: Luis Üffing, Nicolas Cornett und Jussi Petersen werden dem ECN am Wochenende wie üblich zur Verfügung stehen.

Lausitzer zurück aus der Quarantäne: Die Füchse hatten am 22. November beim 1:7 in Bad Tölz ihr bis dato letztes Spiel - anschließend legte das Coronavirus große Teile der Mannschaft lahm, 80 Prozent von Spieler- und Trainerteam galten als infiziert. Deshalb hat die Mannschaft auch erst sechs von möglichen zehn Spielen (acht Punkte, Rang elf) absolviert. In der Zwischenzeit waren die Verantwortlichen in Weißwasser aber nicht untätig: Der Brite Robert Farmer ist auf eigenen Wunsch gegangen, dafür verstärkt der Kanadier Jonathon Martin das Team ab sofort im Angriff, der allerdings aufgrund bürokratischer Hürden auch erst am Donnerstagabend eintraf. Nicht mehr auf dem Zettel von Trainer Corey Neilson stehen derweil die DEL-Spieler Lucas Dumont (Kölner Haie) und Marcel Kurth (Schwenninger Wild Wings), die nach Ende der Leihe zu ihren Stammvereinen zurückgekehrt sind. Unter der Woche gab es dann für Järvenpääs Ex-Klub gleich zwei weitere Hiobsbotschaften: Erst war über das Wochenende die Kälteanlage in der weeEis-Arena ausgefallen, sodass das Team kurzfristig für das Training ins gut 30 Kilometer entfernte Waldstadion der Kleinstadt Niesky ausweichen musste und erst am Donnerstag wieder »zu Hause« trainieren konnte, dann verstarb Mitte der Woche auch noch Teambetreuer Jürgen »Mütze« Rucks überraschend.

Hat Crimmitschau die Talfahrt gestoppt? Bei den Eispiraten ging die Saison gut los: zwei Siege, nachdem es zum Auftakt ein knappes 6:7 gegen den starken EV Landshut gegeben hatte. Allerdings folgten dann ausnahmslos Niederlagen - bis zum vergangenen Sonntag. Da feierten die Ostsachsen mit dem 5:3 über EC-Schreck EHC Freiburg (1:8 am vorherigen Freitag) wieder einen »Dreier«. Allen siegreichen Spielen gemein ist die Tatsache, dass das Team dort vollzählig war - wie voraussichtlich auch am Wochenende. Vor Wochenfrist hatte sich die Mannschaft von Headcoach Mario Richer zudem mit dem ehemaligen Bad Nauheimer Niklas Heyer als siebten Verteidiger sowie dem Deutschkanadier Travis Ewanyk (Krefeld Pinguine) für den Sturm verstärkt. Ewanyk, der am vergangenen Wochenende aufgrund einer fünftägigen Quarantäne nach seiner Einreise aus Nordamerika noch nicht gespielt hatte, ist neben Stürmer Daniel Weiß (zuletzt Iserlohn Roosters) der zweite Neuzugang aus der DEL. Topscorer sind mit Petr Pohl (6 Tore/Assists) und dem Kanadier Mathieu Lemay (5 Tore/5 Assists) aber aktuell (noch?) andere.

Das sagt EC-Trainer Hannu Järvenpää: »Wir hatten eine gute Woche mit einem sehr anständigen Spiel gegen Landshut, sodass ich wirklich zufrieden bin. Wir haben gegen Bayreuth gesehen, wie es ist, gegen eine Mannschaft zu spielen, die aus der Quarantäne kommt. Sie sind schnell, arbeiten hart und sind einfach froh, wieder Hockey spielen zu dürfen - wir müssen also gut vorbereitet sein. Die Lausitzer Füchse sind zudem eine Mannschaft mit viel Energie und einem guten Torwart, der in meiner Zeit in Ungarn zwei Jahre für mich gespielt hat. Auch gegen Crimmitschau müssen wir bereit sein, wenn wir in den Bus steigen, und defensiv vor allem wieder gut orientiert sein. Wenn wir denken, wir holen dort leichte Punkte, werden wir uns nur einen gehörigen Tritt in den Hintern abholen.«

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