01. Oktober 2021, 12:00 Uhr

Schwimmen

Ein kompletter Medaillensatz für Kerstin Uhlig

Kerstin Uhlig von der SG Wetterau steht bei den »Deutschen« dreimal auf dem Treppchen.
01. Oktober 2021, 12:00 Uhr
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Aus der Redaktion
Kerstin Uhlig

28 Deutsche Rekorde, drei Europarekorde und zwei Weltrekorde waren bei diesem Neustart im Beckenschwimmen nicht zu erwarten gewesen. 507 Aktive aus 205 Vereinen - unter anderem von der SG Wetterau - wagten sich, nach endlos langer Pause zu den Deutschen Meisterschaften wieder in das Wettkampfgeschehen einzugreifen. Das waren etwa halb so viele Teilnehmer wie sonst üblich, aber die bemerkenswerte Zahl war dann doch: 94 Prozent aller Teilnehmer, Kampfrichter und Gäste waren geimpft.

Mittendrin in diesem interessanten Teilnehmerfeld startete Kerstin Uhlig von der SG Wetterau in der AK 60. Coronabedingt und auch durch eigene Trainertätigkeit aber auch Krankheit blieben nur drei Wochen Vorbereitungszeit im Wasser. Es galt also auch heraus zu finden ,inwieweit sich Lauftraining und fit halten mit allgemeiner Bewegung auch im schwimmerischen Bereich auszahlen können.

100m Brust waren dann die erste Strecke für Uhlig im Braunschweiger 50m-Freibadbecken. Von Beginn an zeigte sich, dass es ein heißer Kampf um die Medaillen werden würde. An der 50m-Wende noch gleichauf, wechselte Kerstin Uhlig immer wieder die Führungsposition mit ihrer Rivalin aus Lübeck, unterlag dann im Handschlagfinale mit knapp zwei Zehntelsekunden, war am Ende aber zufrieden mit der kämpferischen Leistung und dem zweiten Platz der AK 60.

Am zweiten Wettkampftag galt es, Starkregen und Gewitter abzuwarten, ehe es über 200m Brust um die Medaillen ging. Mit dem Wissen um die relativ kurze Wassertrainingszeit wollte die Wetterauerin die 200m mit Gefühl angehen, um auch am Ende konditionell nicht abbrechen zu müssen. Mit dieser relativen Lockerheit schwamm Kerstin Uhlig einen um den anderen Meter. Bei der letzten Wende fühlte sie sich unerwartet noch sehr fit und wagte aus der zweiten Position heraus einen kurzen Antritt. In wenigen Metern konnte sie an ihrer Konkurrentin vorbeiziehen und ließ sich auf dieser Strecke den Meistertitel bis ins Ziel nicht mehr nehmen. Groß war die Freude bei der 61-jährigen nicht nur über die Goldmedaille, sondern auch über die Zeit von 3:34,20 Min..

Nach Silber und Gold wurden die erfolgreichen Meisterschaften noch mit einer Bronzemedaille über die kurze Sprintdistanz 50m Brust ergänzt. Der Medaillensatz war komplett. FOTO: PM



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