22. Oktober 2021, 07:00 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Wörle wackelt - Haie-Profi gibt Debüt

Der Einsatz von Kapitän Tobias Wörle beim Spiel der Roten Teufel in Crimmtischau steht auf der Kippe. Dafür gibt ein Jung-Profi von Kooperationspartner Köln seinen Einstand beim EC Bad Nauheim.
22. Oktober 2021, 07:00 Uhr
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Von Michael Nickolaus
Klare Ansage: Trainer Harry Lange und die Roten Teufel wollen an das Fünf-Punkte-Wochenende anknüpfen. FOTO: CHUC

Ja, wer hätte das gedacht? Crimmitschau und Bad Nauheim - beide Klubs hatten sich zweimal schon in Playdown-Serien der Deutschen Eishockey-Liga 2 gegenüber gestanden - treffen am Freitag (20 Uhr) im Top-Spiel des siebten Spieltages aufeinander. Gegen keine andere Mannschaft haben die Roten Teufel, derzeit Dritter, seit dem Aufstieg 2013 öfter gespielt als gegen die Eispiraten, derzeit Zweiter. In 57 Spielen waren die Hessen 34-Mal erfolgreich. Am Sonntag (18.30 Uhr) sind dann Ravensburg Towerstars; ein Klub aus der Bereich der großen Vier innerhalb der Liga, zu Gast im Colonel-Knight-Stadion; mit dem langjährigen Roten Teufel Daniel Heinrizi als Geschäftsführer Sport.

Ein Neuer aus Köln: Tobias Wörle hat in dieser Woche nicht trainiert. Ob der Kapitän am Wochenende zur Verfügung steht, soll ein Test beim sogenannten »Morning Skate«, dem Warmlaufen am Spieltag-Morgen, zeigen. Erstmals im Kader steht Robin van Calster. Der 18-Jährige - in Belgien geboren - hat einen Profi-Vertrag bei Kooperationspartner Köln, auf Grund einer Verletzung aber noch kein Spiel bestritten. Sollte Wörle ausfallen, wird werden van Calster (inzwischen mit deutschen Pass ausgestattet) und Leon Köhler dessen Position wohl im Wechsel ausfüllen.

»Wir müssen über 60 Minuten konzentriert sein und dürfen uns keine Schwäche erlauben. Gelingt uns das, dann bin ich überzeugt, dass wir mit einem positiven Gefühl aus dem Wochenende gehen«, sagt Trainer Harry Lange.

Das Erfolgsgeheimnis von Crimmitschau: Sechs Spiele, sechs Siege - neben den Löwen Frankfurt sind einzig die Eispiraten Crimmtischau noch unbesiegt. Das gibt dem Spiel einen besonderen Reiz. Das Erfolgsgehemnis: Im Sahnpark kann Trainer Marian Bazany auf einen eingespielten Kader aus der Vorsaison aufbauen. Die (Überraschungs-)Mannschaft überzeugt als geschlossene Einheit - den klassischen »Star« sucht man vergeblich. Mit Mathieau Lemay und Scott Timmens konnten konnten zwei Schlüsselspieler auf den Kontingentpositionen gehalten werden, mit der Verpflichtung des slowenischen Nationaltorwarts Luka Gracnar ist der erhoffte Glücksgriff gelungen. Die Lücke, die der Ausfall von Nummer-eins-Verteidiger Kelly Summers gerissen hat, wurde nun durch die Rückkehr von Ty Wishat geschlossen. Der Verteidiger wechselt zum driten Mal schon nach Crimmitschau; diesmal aus Polen kommend. Im Kader sticht der Name Thore Weyrauch heraus. Der junge Stürmer, der am vergangenen Wochenende seinen ersten DEL2-Treffer erzielt hat, ist der Sohn von Armin Weyrauch, dem Olympia-Ruderer aus Bad Nauheim.

Hohe Ziele in Ravensburg : Wenn im Sommer die DEL2-Titelkandidaten genannt werden, sind die Towerstars immer dabei, haben zuletzt (2020/21) das Halbfinale, davor (2018/19) die Meisterschaft gewonnen. Die Towerstars haben das in Freiburg für den sportlichen Aufschwung stehende Erfolgsduo Peter Russell/Daniel Heinrizi wieder vereinen können. Die Mannschaft spielt unter deren Regie attraktives, offensives Eishockey. Aus dem Breisgau wurde im Schlepptau von Coach Russell auch der erst 21-jährige Georgiy Saakyan verpflichtet, der ebenso wie der erfahrene Vincent Meyer bislang die auffälligste Rolle im Kader spielt. »Königstransfer« Josh MacDonald wirkt noch glücklos, ebenso ist bei Ex-Teufel Charlie Sarault sicher noch Luft nach oben. Als Prunkstück ist die Defensive mit der ehemaligen Kaufbeuerer »Stadtmauer« mit Florian Ketterer/Julian Eichinger zu betrachten.



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