06. Juli 2021, 20:47 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim verpflichtet Tristan Keck: Darauf freut sich der Kanadier am meisten

Tristan Keck ist der dritte Importspieler beim EC Bad Nauheim. Der Kanadier hat sehr gute Gründe für einen Wechsel zu den Roten Teufeln.
06. Juli 2021, 20:47 Uhr
Tristan Keck - unser Bild zeigt den Kanadier 2019 im Trikot der Nebraska-Omaha Mavericks - stürmt in der kommenden Saison für den EC Bad Nauheim in der DEL2. FOTO: IMAGO

Der Nächste, bitte! Der EC Bad Nauheim hat am Dienstagnachmittag Außenstürmer Tristan Keck als dritte Neuverpflichtung für die vier möglichen Importpositionen vorgestellt. Der Kanadier, 25 Jahre alt, spielte zuletzt für Coventry Blaze in der Elite Ice Hockey League (EIHL) in Großbritannien - und hat in bei seiner ersten Profistation statistisch Eindruck hinterlassen. In der auf 14 Spiele verkürzten Saison erzielte Keck 15 Treffer, konnte sechs Tore vorbereiten war damit erfolgreichster Torjäger der Liga und fünftbester Scorer.

»Er ist schnell auf den Kufen, im Abschluss schwer zu auszurechnen und will sich in Deutschland einen Namen machen«, beschreibt Trainer Harry Lange den 1,73 Meter großen und 78 Kilogramm schweren Flügelflitzer. »Wenn er sich in einer von Nordamerikanern geprägten Liga mit Ex- DEL2-Spielern wie der EIHL durchsetzen kann, dann traue ich ihm das auch bei uns zu.«

Keck ist in Morris, einer 2000-Seelen-Gemeinde nahe Winnipeg, mit zwei Brüdern aufgewachsen und hat in den vergangenen vier Jahren an der Universität von Nebraska studiert. »Mein Ziel war schon immer, als Profi nach Deutschland zu kommen«, sagt Keck. Der (familiäre) Hintergrund: Sein Großvater war einst aus der Region Bremen nach Nordamerika ausgewandert, was dem Enkel nun die Chance auf einen deutschen Pass gibt.

Die wenigen Wochen in Coventry bezeichnet er rückblickend als »großartig«. Er habe zu den Privilegierten gehört, die während der Pandemie-Saison einen Vertrag erhalten hätten, und er habe schnell gespürt, dass der europäische Stil - wie von vielen prophezeit - seinem Spiel entgegen komme. »Das Spiel ist tatsächlich komplett anders als den Amerika. Und ich kann meine Stärken besser ausspielen.« Keck lebt von seinem Tempo von seinen flinken Handgelenken. Der britische Nationalspieler Mike Hammond, einst in Lausitz unter Vertrag und in Coventry sein Nebenmann, habe ihm zu einem Engagement in Deutschland geraten, mit Ian Brady (Heilbronn) hatte er einst an der Universität zusammengespielt, mit dem DEL2-erfahrenen Justin Kirsch (Heilbronn) ist er befreundet.

Keck kommt mit seiner Ehefrau nach Deutschland. Den Sommer verbringen die beiden in seiner Heimat. Autoschrauben im Betrieb seines Vaters und Fitnesstraining bezeichnet Keck als seine Hobbys.

Eine Vorstellung, was ihn in Bad Nauheim erwartet, hat Keck aus dem Internet. Eine besondere Vorfreude haben dabei Highlight-Videos aus dem Colonel-Knight-Stadion geweckt. »Die Stimmung, die Trommeln - das kennen wir bei uns nicht. Ich kann es kaum erwarten, vor diesen Fans zu spielen.«

Kelsey Tessier - in der Vorsiason bei den Roten Teufeln unter Vertrag - wird nicht nach Bad Nauheim zurückkehren. Der HC Rouen aus Frankreich hat inzwischen die Verpflichtung des Kanadiers bekannt gegeben.

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