17. September 2021, 07:00 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Kritische Worte und die Förderlizenz-Thematik

Wie hat der EC Bad Nauheim die Niederlage gegen den kleinen Nachbarn Diez-Limburg verdaut? Und wo sind eigentlich die Förderlizenzspieler aus Köln?
17. September 2021, 07:00 Uhr
Verteidiger Huba Sekesi nimmt Maß! Vor dem Tor - das kritisiert Trainer Harry Lange - sei zuletzt aber nicht konsequent gearbeitet worden. FOTO: CHUC

Am Freitag (19.30 Uhr) kommt der EHC Freiburg ins Colonel-Knight-Stadion. Am Sonnntag (17 Uhr) spielen die Roten Teufel ihr Test-Rückspiel bei Neuling Selb. Den Abschluss bildet kommenden Freitag das Duell mit den Kassel Huskies. »Das sind hervorragende Spiele. Da kann sich keiner verstecken«, sagt Trainer Harry Lange.

Wie lief die Trainingswoche? Natürlich. Lange hatte nach der überraschenden Niederlage gegen die unterklassige EG Diez-Limburg die eine oder andere kritische Nachfrage aus dem besorgten Umfeld zu beantworten 60:17 Torschüsse hin oder her! Galligkeit und Killerinstinkt habe er vermisst, sagt der Trainer, zudem viele Flüchtigkeitsfehler gesehen. »Dennoch war nicht alles schlecht. Wir haben eine Mannschaft, die über den Kampf kommen, jederzeit bereit sein muss. Aber am Sonntag wurde vielfach der letzte Schritt nicht gemacht, wurden vorm Tor nicht die Zweikämpfe gesucht. Kein Gegner wird es uns leicht machen - und in der Liga sowieso nicht. Aber es gibt keinen Grund, den Panik-Knopf zu drücken.« Neben Bad Nauheim hatten sich im übrigen auch Bad Tölz (in Deggendorf) und Bayreuth (gegen Weiden) gegen Oberligisten geschlagen geben müssen.

Die Angriffsreihen hat Lange erneut verändert. Tobias Wörle wird diesmal mit dem Nordamerika-Duo Jordan Hickmott/Jerry Pollastrone auflaufen, Christoph Körner ergänzt die Linie mit Taylor Vause und Tristan Keck. Die dritte Reihe bilden Mick Köhler, Stefan Reiter und Andreas Pauli. Wieder auf dem Eis steht Verteidiger Mark Shevyrin.

Am Wochenende wird Patrick Seifert in Bad Nauheim erwartet. Der DEL-erfahrene Neuzugang soll nach einer Adduktoren-Operation seine Reha in der Wetterau fortsetzen.

Warum fehlen Feldspieler von DEL-Kooperationspartner Köln? Das Reservoir schien in der Vor-Saison unerschöpflich. Ein junger Spieler nach dem anderen kam aus Köln nach Bad Nauheim, um reinzuschnuppern. Ein Verteidiger und ein Stürmer sind deshalb in dieser Saison fester Bestandteil der Kaderplanung der Roten Teufel - zwei Wochen vor dem DEL2-Start fehlt Bad Nauheim aber noch die Ergänzung aus der Domstadt. Und das hat mehrere Gründe. Da sind beispielsweise die Ausfälle im DEL-Kader der Haie. Maximilian Glötzl und Luis Üffing, die man zuallererst in Bad Nauheim gesehen hatte, hatten am vergangenen Wochenende ihren Platz im DEL-Kader und bekamen auch Eiszeit. Leo Korus, der die Teufel ins Trainingslager begleitet hatte, absolviert bis Mitte Oktober ein Praktikum, Sandro Mayr kann aus schulischen Gründen nicht in der Wetterau trainieren. Offensiv haben Pascal Steck und Michael Bartulli bereits DEL2-Erfahrung in Bad Nauheim gesammelt, spielen aber mit dem U20-Kader von Patrick Strauch bereits um Punkte. Daniel Bruch (Landshut) und Jussi Peterson (Dresden) sind zur DEL-Konkurrenz gewechselt, Robin van Calster kuriert eine Verletzung aus. Und mit Leo Hafenrichter und Kevin Niedenz, die ebenfalls schon in Bad Nauheim gespielt hatten, haben die Haie zwei Talente nach Nordamerika abgegeben. »Ich rechne damit, dass wir spätestens zum ersten Punktsspiel Unterstützung bekommen«, sagt Lange.

Rumpfkader in Freiburg: Robert Hoffmann hat in Freiburg die Nachfolge von Erfolgstrainer Peter Russell angetreten. Die Saison-Vorbereitung läuft auch bei den Wölfen alles andere als rund; unter anderem fehlt Scott Allen, der in diesen Tagen Vater wird und später in Freiburg eintreffen wird. Mit Peter Spornberger, Maxim Rausch, Jake Ustorf (alle in die DEL), den beiden Kontingentspielern Andre Hult und Cam Spiro oder auch Geogiy Saakyan haben Vorjahres-Stützen Freiburg verlassen. Neu sind unter anderem die letztjährigen DEL-Stürmer Marcel Kurth und Tyler McLellan, die aus Nürnberg nach Freiburg gewechselt sind.

Unbequm in Selb: Erste Erfahrungen, wie unbequem der Aufsteiger zu bespielen ist, haben die Roten Teufel am vergangenen Freitag machen können (4:3). Eine weitere knappe Niederlage gab’s für die Wölfe am Samstag im Heimspiel gegen Dresden. »Wir wollen nicht herumgeschubst werden. Der Gegner soll Respekt vor uns haben«, sagt Trainer Herbert Hohenberger den Stil seiner Mannschaft.

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