21. Februar 2021, 19:53 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Engagement, aber keine Punkte

Vorne finden die Roten Teufel keine Lücke, hinten werden die Fehler gnadenlos bestraft. Der EC Bad Nauheim unterliegt dem ESV Kaufbeuren mit 3:4.
21. Februar 2021, 19:53 Uhr
Kein Durchkommen für die Roten Teufel: Vor dem Tor von Benedikt Hötzinger verteidigt der ESV Kaufbeuren ebenso kompakt wie leidenschaftlich. Der EC Bad Nauheim verliert am Ende mit 3:4. FOTO: CHUC

Ernüchterung bei den Roten Teufeln: Im zweiten Spiel nach der Entlassung von Trainer Hannu Järvenpää kassierte Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim die zweite Niederlage. Mit 3:4 (0:2, 2:1, 1:1) - wie schon am Donnerstag in Bad Tölz - unterlagen die Hessen auch am Samstag; diesmal dem ESV Kaufbeuren im Colonel-Knight-Stadion.

Jamie Arniel (2) und Christoph Körner trafen für die Gastgeber, die defensiv zu unaufmerksam agierten und sich offensiv am Abwehr-Kollektiv der Alläguer aufgerieben haben und viel zu wenige Schüsse auf das Tor brachten. Die Playoff-Runde rückt mehr und mehr auf dem Blickfeld.

»Wir haben gut angefangen. Am Ende war es etwas kopflos. Es können auch nicht immer die gleichen Spieler die Tor schießen. Da müssen auch einmal andere vorm Tor abfälschen oder ein Rebound reindrücken«, sagte der zum Chef-Coach aufgerückte Harry Lange. Rob Pallin, der Gäste-Trainer, sprach von einem »engem Spiel«, in dem er »gutes Backchecking« seiner Mannschaft gesehen habe, denen die Zwei Tore-Führung nach nur elf Minuten »natürlich geholfen« habe. Bereits am Montag (19.30 Uhr) geht’s weiter: Da geht gegen die Löwen Frankfurt.

Benedikt Hötzinger, der Torwart der Gäste, war als Schwachstelle ausgemacht worden. Beim DEL2-Debüt nur 48 Stunden zuvor hatte es beim 24-Jährigen, bis in die Vorwoche zweiter Keeper beim Oberligisten Füssen, immerhin siebenmal eingeschlagen. Allerdings: Bad Nauheim kam eben zu selten in eine freie Schussposition. Nur 21 Schüsse wurden in der Statistik erfasst. Alles andere wurde von im ESVK-Verbund mit hohem Einsatzwillen weggeblockt, sei es stehend oder liegend, sei es mit Fuß, Knie oder dem Oberkörper. Sicherlich hatten diesmal die Gäste das berüchtigte Scheibenglück auf ihrer Seite und agierten offensiv kaltschnäuziger.

Bad Nauheim war vielversprechend in die Partie gekommen, doch nutzten die Gäste in der siebten Minute gleich den ersten Patzer durch John Lammers zur Führung. Nico Cornett war in der Rückwärtsbewegung gestolpert, hatte seinen Mann verloren (7.). Vier Minuten später traf Bradon Gracel im zweiten Nachschuss - ein Genickschlag für Bad Nauheim.

Jamie Arniel konnte - im Anschluss an ein trostloses Powerplay - allein auf Hötizinger zusteuern, verkürzte (22.). Kelsey Tessier hatte den Ausgleich auf dem Schläger, doch im Gegenzug stellte Fabian Voit auf 1:3; wieder im Nachschuss. Zwar ließ die Antwort der Roten Teufel nur 23 Sekunden auf sich warten - wieder hatte Arniel Zeit und traf in den Winkel - doch fanden die Hausherren gegen die kompakte Verteidigungsarbeit keine Lösung. Mal kam schon der Aufbaupass ungenau und ließ den ESVK leicht stören, mal fehlte einfach die Lücke, um Torwart Hötzinger überhaupt einmal zu einer Parade zu zwingen.

Joe Lewis nutzte nahm mit dem vierten ESVK-Tor den Roten Teufeln gleich zu Beginn de dritten Abschnitt Wind aus den Segeln (41.). Wieder hatten sich die Gastgeber taktisch ungeschickt verhalten. Bad Nauheim rannte und verrannte sich dabei, war auch während der zweiten Powerplay-Situation nur bei einem Nachschuss von Körner gefährlich. Und Körner war es auch, der 1:27 Sekunden noch einmal Spannung erzeugte, als er nach gewonnenen Zweikampf einfach den Abschluss gesucht hatte und zum 3:4 erfolgreich war. Dabei blieb es auch.

EC Bad Nauheim: Bick - Schmidt, Richardson, Ketter, Gnyp, Sekesi, Glötzl, Reinig - Körner, Cabana, Reiter, Pauli, Arniel, Hohmann, Mick Köhler, Tessier, Üffing, Ratmann, Cornett, Bettahar.

ESV Kaufbeuren: Hötzinger - Ketterer, Eichinger, Pfaffengut, Thiel, Bednar, Koziol - Wörle, Spurgeon, Lammers, Blomqvist, Gracel, Lewis, Oppolzer, Voit, Krauß, Thomas, Oswald.

Tore: 0:1 (7.) Lammers (Wörle, Ketterer), 0:2 (11.) Gracel (Lewis, Koziol), 1:2 (22.) Arniel (Hohmann, Richardson), 1:3 (29.) Voit (Pfaffengut, Krauß), 2:3 (29.) Arniel (Hohmann, Reinig), 2:4 (41.) Lewis (Gracel, Blomqvist), 3:4 (59.) Körner (Cabana, Schmidt). - Schiedsrichter: Schmidt/Fischer. - Strafen: 4 / 4.

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