07. März 2021, 19:28 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Endlich belohnt

Christoph Körner war dreifacher Torschütze beim Sieg des EC Bad Nauheim gegen die Heilbronner Falken. Den spektakulärsten Treffer erzielte allerdings Cason Hohmann.
07. März 2021, 19:28 Uhr
nickolaus_mn
Von Michael Nickolaus
Dreifacher Torschütze: Christoph Körner (rechts). Links: Kelsey Tessier. FOTO: CHUC

Endlich! Endlich! Endlich! Harry Lange hat am Samstagabend im achten Anlauf mit dem EC Bad Nauheim den ersten Sieg als Cheftrainer feiern können. Im Colonel-Knight-Stadion wurden die Heilbronner Falken mit 6:3 (1:2, 3:1, 2:0) geschlagen. Sechs Tore in einem Spiel hatten die Roten Teufel zuletzt am 22. Dezember vergangenen Jahres erzielt; damals im 14. Saisonspiel.

Jetzt, im 36. Match, stach Christoph Körner mit drei Treffern hervor, zweimal war Freddy Cabana erfolgreich. Zudem konnte sich Cason Hohmann in die Torschützenliste eintragen. Die Rote Laterne der Deutschen Eishockey-Liga 2 brennt aber nach wie vor im Kurpark.

»Mir hat die Art und Weise gefallen. Die Mannschaft hat immer an sich geglaubt und weiter gearbeitet. Hier und da ist der Puck auch mal für uns gesprungen. Wichtig ist, dass die Jungs endlich einmal belohnt wurden. Das haben sie sich verdient«, sagte Lange im Anschluss.

Bill Stewart, der Gäste-Trainer, fand reichlich Lob für die Arbeit seines Trainer-Kollegen. »Man sieht deutlich, dass er die Mannschaft besser gemacht hat. Bad Nauheim war heute hungriger und hatte einen starken Torwart.«

Für die Roten Teufel folgt nun am Montag (19.30 Uhr) die Partie beim EHC Freiburg. Fehlen werden dann die Verteidiger Simon Gnyp und Maxi Glötzl sowie die Stürmer Kevin Niedenz und Michael Bartuli, die als Förderlizenzspieler den durch Corona-Quarantäne und Verletzungen ausgedünnten DEL-Kader von Kooperationspartner Köln in dieser Woche auffüllen sollen. Erstmals nach Quarantäne zur Verfügung steht Neuzugang David Aslin. Ob der Schwede, nominell überzähliger Kontingentspieler, zum Einsatz kommt, ist offen.

Die Samstagabend-Partie begann, wie man das mittlerweile vom EC Bad Nauheim gewohnt ist. Acht Minuten war das Spiel alt, und nach einem Doppelschlag binnen 21 Sekunden lagen die Roten Teufel mit zwei Treffern im Rückstand. Beim 0:1 waren gleich beide Verteidiger aufgerückt und hatten zum Kontern eingeladen, beim 0:2 waren die Hausherren mit einem Aufbaupass hängen geblieben. Aber - und auch das kennt man inzwischen aus den Spielen unter Lange und dessen Assistenten Patrick Strauch: Die Mannschaft aus der Wetterau hat sich nicht hängen lassen. Der Anschlusstreffer durch Cabana hat den Hausherren natürlich in die Karten gespielt (10.). Tomas Schmidt traf im Powerplay noch geräuschvoll das Lattenkreuz.

Die Vorarbeit von Kelsey Tessier, der sich auf der linken Seite durchgetankt hatte, nutzte Körner zu Beginn des zweiten Durchgangs nach sehenswerter Kombination zum Ausgleich. In kleinen Intervallen wechselte immer wieder das Momentum. Sehenswert - über seinen Gegenspieler springend - erzielte Hohmann mit einem Schuss über die Schulter ins kurze Eck die Führung (30.), die Körner sechs Minuten später ausbauen konnte, nachdem seine Nebenleute in den Ecken fleißig wie erfolgreich gearbeitet und den Puck gewonnen hatten. Kurz vor der zweiten Pause verkürzte Yannik Valenti mit seinem zweiten Treffer zum 3:4; wieder hatten sich die Hausherren im eigenen Stadion auskontern lassen.

Im Schlussabschnitt hatten zunächst die Gastgeber nach hohem Stock gegen Cabana vier Minuten Zeit, mit einem Mann mehr, die Führung auszubauen. Das misslang. Stattdessen traf Justin Kirsch auf der Gegenseite die Unterkante der Latte. Als Hohmann drei Minuten vor dem Ende nur auf Kosten einer Strafzeit zu stoppen war, nutzte Bad Nauheim dieses nun sechste Powerplay am Abend zum 5:3. Cabana verwertete seinen eigenen Nachschuss (59.). Das Tor von Körner zum 6:3-Endstand ist nur von statistischer Relevanz.

EC Bad Nauheim: Bick - Glötzl, Richardson, Sekesi, Gnyp, Ketter, Schmidt, Reinig - Niedenz, Arniel, Cabana, Körner, Tessier, Hohmann, Üffing, Reiter, Bettahar, Leon Köhler, Cornett, Bartuli.

Heilbronner Falken: Tiefensee (ab 36. Mnich) - Götz, Philipp Preto, Mapes, Maginot, Maschmayer, Dziambor, Länger - Valenti, Wruck, Gervais, Della Rovere, Koch, Nicholls, Kirsch, Neal, Pierre Preto, Ribarik, Reisz, Thiel.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (8.) Valenti (Wruck, Maginot), 0:2 (8.) Koch (Nicholls, Della Rovere), 1:2 (10.) Cabana (Arniel, Schmidt), 2:2 (24.) Körner (Tessier, Hohmann), 3:2 (30.) Hohmann (Körner, Tessier), 4:2 (36.) Körner (Ketter, Arniel), 4:3 (39.) Valenti (Wruck, Gervais), 5:3 (59.) Cabana (Tessier - 5-4), 6:3 (60.) Körner (Arniel, Hohmann - Empty-net). - Schiedsrichter: Falten/Janssen. - Strafminuten: Bad Nauheim 6, Heilbronn 14.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos