20. Oktober 2021, 12:19 Uhr

Kickboxen

Ebru Sezer betritt die internationale Bühne

Die 13-jährige Ebru Sezer vom KSV Friedberg/Dorn-Assenheim gehört zur Nationalmannschaft in ihrer Altersklasse. Im November ist sie bei den Europameisterschaften dabei.
20. Oktober 2021, 12:19 Uhr
VRE
Ebru Sezer peilt bei der EM in Montenegro in der Kategorie »Kreativ-Form« eine Medaille an. FORO: PRIVAT

Die Kickbox-Europameisterschaft in allen Disziplinen steigt vom 5. bis zum 14. November in Budva (Montenegro). Für die deutsche Nationalmannschaft wird dabei die 13-jährige Ebru Sezer vom KSV Friedberg/Dorn-Assenheim antreten. Sie wird in der Kategorie »Kreativ-Form« in der Altersklasse U16 starten.

Generell geht es bei dieser Disziplin des Kickboxens um den Kampf gegen einen imaginären Gegner, ähnlich wie bei der Kata im Karate. Dabei werden verschiedene, miteinander verknüpfte Techniken aus der asiatischen Kampfkunst vorgetragen. Der Kampf erfolgt hier ohne Musik. »In Sachen Bewertung läuft es wie bei den Olympischen Spielen. Es gibt Kampfrichter, die dann die Punkte vergeben«, erklärt Sezers Trainer und KSV-Urgestein Armando Regner. Dabei wird unter anderem auf Technik, Gleichgewicht und Schnelligkeit geschaut.

Ebru Sezer hat die Sportart vor gut sieben Jahren für sich entdeckt. »Meine Mutter und ich haben meinen Bruder immer zum Kickboxen gebracht und abgeholt und dann auch mal zugeguckt. Da gefiel mir das ganze dann sehr, und ich wollte es auch mal ausprobieren«, berichtet die Nachwuchsathletin.

Sezer zählt in ihrer Altersklasse und Disziplin zu Hessens und auch Deutschlands besten Sportlerinnen und konnte demnach schon zahlreiche Titel auf Bundes- sowie Landesebene erzielen. Mit Armando Regner und dem KSV Friedberg/Dorn-Assenheim hat sie zudem einen Club gefunden, der zur Spitze in Deutschland und Europa gehört. Für ein Talent also die optimalen Voraussetzungen.

Vor drei Jahren wurde Ebru Sezer schließlich in die deutsche Nationalmannschaft berufen und kämpft auch hier auf Top-Niveau. Die Corona-Pandemie hat eine Teilnahme an einer Welt- oder Europameisterschaft bisher jedoch verhindert.

Jetzt in Montenegro soll es also endlich klappen mit dem Einsatz bei einer Europameisterschaft, für die sich die 13-Jährige viel vorgenommen hat: »Ich erhoffe mir eine sehr gute Platzierung und möchte am liebsten mit einer Medaille nach Hause kommen. Aber ich erhoffe mir auch mehr Aufmerksamkeit für Sportarten, von denen man sonst nicht so viel hört und dass diese Sportarten, wie zum Beispiel Kickboxen, mehr Beachtung bekommen.«

Nach Budva begleitet wird die junge Kickboxerin, die bis zu viermal in der Woche in der Trainingshalle steht, zum einen von ihrem Trainer Regner. »Aber es muss auch immer mindestens ein Erziehungsberechtigter dabei sein«, berichtet der Coach und KSV-Vorsitzende.

Dass Sezer in der Schule etwas verpassen könnte während der Tage, an denen sie in Montenegro weilt, befürchtet Regner nicht. »Das hat in der Regel immer gut geklappt - auch bei anderen Wettkämpfen schon. Wir schicken dann vorab eine Entschuldigung an die Schule, und auch vom IOC kommt dann noch ein Schreiben. Die Jungs und Mädels bekommen oft auch Aufgaben gestellt, die sie dann erledigen müssen.«

Somit können sich nun alle auf Ebru Sezers Kämpfe bei der Europameisterschaft freuen. Beim KSV Friedberg/Dorn-Assenheim und in ihrer Familie ist man sicher jetzt schon sehr stolz auf die junge Kickboxerin.



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