05. April 2021, 22:28 Uhr

Das Fünkchen Hoffnung

05. April 2021, 22:28 Uhr
Gießens Jonathan Stark ist mit 25 Punkten bester Werfer seines Teams. FOTO: HF

Sensation über Ostern! Die Gießen 46ers haben sich mit der 95:94-Sensation (19:26, 24:20, 20:21, 32:27) gegen EuroLeague-Teilnehmer Bayern München im Kampf um den Bundesliga-Klassenerhalt noch einmal zurückgemeldet. Zum einen gab das Team um den mit 25 Punkten überragenden Jonathan Stark die Rote Laterne an Rasta Vechta ab, zum anderen haben die Mittelhessen bereits am kommenden Mittwoch im Auswärtsspiel bei BG Göttingen die Möglichkeit, den Rückenwind zu nutzen und weiteren Boden auf die besser platzierten Teams gut zu machen.

Als Tabellenvorletzter haben die Gießener nun nur noch vier Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegs-Platz. Der Liga-16., der Mitteldeutsche BC, hat zudem schon eine Begegnung mehr absolviert als die 46ers.

In einem wahren Basketball-Krimi wurde der bedingungslose Kampf der 46ers belohnt. Scottie James Jr. (12 Punkte, 10 Rebounds) und John Bryant (12, 10) mit einem Double-Double sowie Jonathan Stark mit 25 Punkten verdienten sich die Bestnoten bei den Gießenern, die ohne Chad Brown, dafür mit Isaac Hamilton angetreten waren.

Die Bayern stürzten nur zwei Tage nach ihren historischen Playoff-Einzug in der EuroLeague im Bundesliga-Alltag ab. Ohne Trainer Andrea Trinchieri, der aus familiäre Gründen nicht mit nach Mittelhessen gekommen war, reichte Topscorer Robin Amaize (17 Punkte) nicht, um die sensationelle Niederlage abzuwenden. Bei den Bayern fehlte unter anderem auch Topstar Vladimir Lucic, Matchwinner beim 71:70 gegen Zalgiris Kaunas vergangenen Donnerstag.

In einer körperbetonten Partie überzeugten die 46ers vor allem unterm Korb, wo sie das Rebound-Duell für sich entschieden, und von der Freiwurf-Linie (84 Prozent). Beste Werfer Gießen: Stark 25, Bowman 16, Garrett 14, Bryant 12, James 12. - Beste Werfer München: Amaize 17, Flaccadori 15, Zipser 15, Sisko 13, Radosevic 11.

Gießen Chefcoach Rolf Scholz sagt: »Heute war der Schlüsselmoment, dass wir im dritten Viertel nicht haben abreißen lassen und uns durchgekämpft haben. Wir haben in dieser Phase unseren offensiven Rhythmus nicht verloren, auch nach kleinen Rückschlägen. Am Ende hatten wir dann auch das Quäntchen Glück auf unserer Seite.«

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