21. April 2021, 07:00 Uhr

Paralleler Spielbetrieb

Darum spielen die Rhein-Main Patriots aus Assenheim künftig in zwei verschiedenen Sportarten

Nach 2009 spielen die Rhein-Main Patriots aus Assenheim in diesem Jahr zum zweiten Mal in ihrer Laufbahn: in der 2. Skaterhockey-Bundesliga und in der Inlinehockey-Bundesliga.
21. April 2021, 07:00 Uhr
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Von Michael Nickolaus
Kapitän Alexander Blum (rechts) und die Rhein-Main Patriots spielen künftig mit Ball und mit Puck im Inline- und im Skaterhockey-Spielbetrieb. (Foto: A. Chuc (www.chuc.de))

Die Rhein-Main Patriots fahren künftig zweigleisig. Parallel zur 2. Skaterhockey-Bundesliga nimmt der Klub aus Assenheim auch am Spielbetrieb der Inlinehockey-Bundesliga teil. Beide Wettbewerbe werden vom Deutschen Rollsport und Inlineverband organisiert.

Im Jahr 2009 hatten die Niddataler schon einmal parallel gespielt, sich ab der folgenden Saison aber ausschließlich auf Skaterhockey konzentriert. Der Hintergrund der Entscheidung: National ist Skaterhockey dominant, in puncto Entwicklung aber scheinbar an Grenzen gestoßen, wird in nur wenigen Ländern Europas gespielt. International genießt Inlinehockey die weitaus größere Relevanz und Anerkennung, wird auf allen Kontinenten der Welt praktiziert und ist Teil der World Games. Deren elfte Auflage ist für Sommer 2022 in Birmingham im Bundesstaat Alabama in den Vereinigten Staaten geplant.

»Wir kommen aus dem In- linesport. Der Verein hat hier nationale und internationale Erfolge feiern können. Und deshalb sind wir auch gerne bereit, den Verband jetzt zu unterstützen«, sagt Patric Pfannmüller, der Sportchef in Assenheim. National fristete Inlinehockey in den vergangenen Jahren allerdings ein Schattendasein, nun soll die Sparte wieder an Bedeutung gewinnen.

Voraussichtlich fünf Mannschaften bilden die Bundesliga, angeführt von den Hauptstadt-Jungs aus Berlin, die zuletzt Eishockey-Profis wie Freddy Tiffels und Marcel Müller in ihrem Kader hatten. Neben Assenheim werden auch Oberhausen und Frankfurt mitmischen, zudem wird eine Teilnahme von Düsseldorf angestrebt. Unterklassig existiert Inlinehockey eher auf regionaler Ebene Die Bundesliga aber lockt mit der Aussicht auf internationale Vergleiche. Schon einmal war Assenheim etwa Austragungsort des European Champions Cup mit Teilnehmern aus Frankreich, Italien und Spanien, wo sich inzwischen mehr und mehr professionelle Strukturen entwickelt haben. Bis zu 400 Zuschauer hatten damals das Turnier verfolgt.

Die Priorität liege, das räumt Pfannmüller zugleich ein, aber auf dem Skaterhockey. Diese Sparte genieße national den höheren Stellenwert, ist besser strukturiert und hat noch einmal eine ganz andere Leistungsdichte. Zweimal (2018 und 2019) hatten sich die Patriots die Rückkehr in die Bundesliga zum Ziel gesetzt, den Aufstieg aber verpasst. Die Saison 2020 war aufgrund der Corona-Pandemie nicht ausgespielt worden. Jetzt soll ein dritter Anlauf unternommen werden. Pfannmüller sieht den Kader »gut aufgestellt«. Das für 2020 schon geplante Personal stehe auch in diesem Jahr zur Verfügung. Offen ist allerdings, ab wann überhaupt gespielt werden darf. Aktuell wird ein Saisonstart Ende Mai angestrebt.



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