04. Oktober 2021, 19:12 Uhr

»Dann reicht es halt nicht«

04. Oktober 2021, 19:12 Uhr
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Von Michael Stahnke
Jeanette Möcks ist mit der SG Rodheim chancenlos im Oberliga-Heimspiel gegen den TTC Langen III. FOTO: KESSLER

Die SG Rodheim unterlag in der Tischtennis-Oberliga Hessen der Damen mit 1:9 gegen den TTC Langen III und bleibt damit weiterhin ohne Punktgewinn.

SG Rodheim - TTC Langen III 1:9: Wenn bei den Rodheimerinnen eine der beiden Spielerinnen aus dem ersten Paarkreuz fehlt, haben sie es noch schwerer als ohnehin schon. Die Partie als solche kann man nun aus zweierlei Perspektiven betrachten: Einerseits hätte sie auch ohne Kerstin Wirkner anders laufen können, wenn beide Eröffnungsdoppel gewonnen worden wären, was möglich war. Andererseits war es nach dem Verlust beider Eröffnungsdoppel eine ganz schwache Partie der SG, bei der nicht viel zusammen lief.

Jeanette Möcks meinte: »Wir trainieren zwar oft, aber anscheinend nicht richtig. Wir machen kein Systemtraining, und wir spielen immer gegen dieselben Leute. Und wenn du dann gegen solche Spielerinnen wie in der Oberliga kommst, dann reicht es halt nicht.«

In den Eröffnungsdoppeln haben es beide SG-Paarungen verpasst, für einen guten Auftakt zu sorgen. Möcks/McChesney konnten gegen die vier Sätze lang völlig passiv agierenden Aumüller/Cezanne speziell im ersten Satz eine 6:1-Führung durch leichtfertige Fehler nicht nutzen und Munzert/Gohla lagen gegen Shen/Radloff in fast allen fünf Sätzen ständig in Führung, vergaben ihre Chancen dann aber auch immer wieder.

Somit war aus dieser Begegnung die Luft früh heraus. Cordula Munzert gewann dann zwar recht souverän in bewährter Manier gegen Melanie Radloff, die nicht sicher genug angreifen konnte, doch schon Jeanette Möcks konnte gegen Sirui Shen nur mit Schnittwechseln punkten, während die eigenen Angriffsbälle fast komplett neben dem Tisch landeten. Christine Gohla spielte gegen die jetzt nicht mehr ganz so passive Silke Cezanne ordentlich mit, in den entscheidenden Situationen fehlte aber die Sicherheit. Eileen McChesney spielte gegen Annette Aumüller zwar immer wieder gute Bälle, doch man hatte nie das Gefühl, dass sie gewinnen könne, da die Fehlerquote zu hoch war und Aumüller auch immer wieder überraschende eigene direkte Angriffsbälle einstreute.

Im einzigen Spiel des Tages mit Oberliga-Niveau zwischen Munzert und Shen gab es packende Ballwechsel. Shen griff unermüdlich an, während Munzert die Bälle glänzend blockte und auch selbst angriff. Die nie aufsteckende Shen, die auch schnell auf den Beinen war, konnte schon im ersten Satz einen 6:9-Rückstand mit eigenen mutigen Bällen noch drehen, sodass Munzert die Überlegenheit ihrer Gegnerin am Ende anerkennen musste.

Möcks stand gegen Radloff nach eigener Aussage zu sehr in der Rückhand, sodass ihre Vorhand fast komplett aus dem Spiel war. Als die Mannschaft schon verloren hatte, konnte sich Gohla gegen die »Mauer« Aumüller nicht mehr recht motivieren, während McChesney gegen Cezanne ihre eigentlich vorhandenen Fähigkeiten zumindest phasenweise noch einmal aufblitzen lassen konnte.

Die Ergebnisse im Überblick: Munzert/Gohla - Shen/Radloff 9:11, 11:13 (nach 10:8), 11:8, 11:5, 7:11; Möcks/McChesney - Aumüller/Cezanne 9:11, 7:11, 11:6, 13:11 (nach 8:10), 7:11; Cordula Munzert - Melanie Radloff 11:6, 12:10, 11:7; Jeanette Möcks - Sirui Shen 7:11, 8:11, 7:11; Christine Gohla - Silke Cezanne 8:11, 8:11, 9:11; Eileen McChesney - Annette Aumüller 5:11, 6:11, 10:12; Munzert - Shen 9:11 (nach 9:6), 8:11, 11:9, 8:11; Möcks - Radloff 9:11, 6:11, 8:11; Gohla - Aumüller 6:11, 9:11, 6:11; McChesney - Cezanne 11:9, 8:11, 9:11, 5:11.



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