19. April 2021, 12:00 Uhr

3. Handball-Liga der Frauen

Blick nach vorn: Frauen-Drittligist HSG Gedern/Nidda forciert Weichenstellung für neue Saison

Lockdown hier, Corona-Krise her: Die HSG Gedern/Nidda brennt auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebs. Der Frauenhandball-Drittligist aus der Wetterau hat nun wichtige Weichen dafür gestellt.
19. April 2021, 12:00 Uhr
Trainer Christian Breiler (stehend) geht mit der HSG Gedern/Nidda in seine zwölfte Saison - und will in der 3. Liga Frauen mit dem personell verbreiterten Team aus dem Osten der Wetterau wieder oben mitmischen. (Foto: ToBaur |Eibner Pressefoto (www.imago-images.de))

Wie ein Rennpferd in der Startbox scheint die HSG Gedern/Nidda mit den Hufen zu scharren. Der Frauenhandball-Drittligist aus dem Osten der Wetterau hat die Weichen für die neue Saison bereits gestellt - auch wenn aufgrund der Coronavirus-Pandemie nach wie vor niemand weiß, ab wann und unter welchen Rahmenbedingungen die nächste Spielzeit stattfindet.

Klar ist, dass man bei der Spielgemeinschaft in personeller Hinsicht einmal mehr auf Kontinuität setzt: Trainer Christian Breiler hatte bereits im Januar seine Zusage für seine nunmehr zwölfte Saison gegeben und auch unter den Spielerinnen gibt es nur einen Abgang zu verzeichnen. Stefanie Thiele beendet, wie bereits im vergangenen Jahr angekündigt, ihre Laufbahn und verlässt mit ihrer Frau und Mit-Co-Trainerin Sabine Thiele (geb. Otto) den Klub. Der Rest des Teams hat seine Verträge verlängert. »Alle haben gerne zugesagt«, betont der HSG-Vorsitzende Martin Schindler.

Die Altbekannten bekommen zudem Gesellschaft von drei Nachwuchshoffnungen: Kreisläuferin Leonie Hutin kommt von der JSG Buchberg, ein Zusammenschluss des TV Langenselbold und der TGS Niederrodenbach, Emma Niebergall wechselt aus dem Nachwuchs der HSG Hungen/Lich und folgt damit ihrer Schwester Hannah, und aus der eigenen Jugend stößt Vinia Oberheim zum Kader. Alle drei Spielerinnen sind mit einem Zweitspielrecht für ihre jeweiligen A-Jugend-Teams ausgestattet. »So sind wir breiter aufgestellt und haben insgesamt einen richtigen guten Kader«, sagt Schindler.

Gute Nachrichten gibt es zudem aus den eigenen Reihen: Sabine Kaiser ist aus der Babypause zurück, Isabel Schüler ist nach einer Schulter-OP im vergangenen September ebenso zurück im Training wie Sandra Elisath (Schulter) und Yeruti Kraus (Knieprobleme). Und auch wenn Emily Nau (Fuß-OP), Kristin Amos (Bänderriss) und Christin Kraft (Meniskus-OP) aktuell noch im Krankenstand weilen, kann mit ihnen schon bald wieder gerechnet werden. »Die lange Pause war und ist für die Rekonvaleszenten und die Neuen ideal«, erklärt Schindler, auch wenn er persönlich lieber heute als morgen in den Spielbetrieb zurückkehren würde.

Denn: Bei der HSG Gedern/Nidda wird trotz Lockdown - und ganz im Gegensatz zu einigen Konkurrenten - weiter in vier Einheiten pro Wochen trainiert. Zwar hatte man auf die Teilnahme an Aufstiegsspielen zur 2. Liga verzichtet (Schindler: »Wäre Harakiri für uns gewesen«), sich aber für die Teilnahme an einem Liga-Cup angemeldet. Der Haken: Außer dem Klub aus der Ost-Wetterau gab es nur noch drei Anmeldungen vom Rostocker HC, vom TuS Metzingen II und von der HSG Wittlich. Da die Klubs so verstreut gewesen wären, habe man die Idee aber wieder verworfen. »Es hätte keinen Sinn ergeben, deshalb durch ganz Deutschland zu fahren«, erklärte Schindler. Der Großteil der Konkurrenz hatte den Wettbewerb aufgrund hoher Kosten und ohne Zuschauer kritisiert sowie mit Blick auf die Vorbereitung für die nächste Spielzeit zudem als zeitlich unpassend empfunden. »Uns hätte das alles nichts ausgemacht. Wir wollten einfach mal wieder ein Spiel unter Wettkampfbedingungen«, sagt Schindler.

Testspiele geplant

Dennoch stellt HSG-Vorsitzende klar: »Wir trainieren für den Wettkampf.« Aus diesem Grund werde man in den kommenden Wochen gegen »benachbarte« Drittliga-Teams Testspiele absolvieren, im Mai sei zudem ein Turnier in Eddersheim geplant, »auch wenn es da noch große Fragezeichen gibt«. Das Ziel sei es, in der neuen Spielzeit eine gute Rolle in der 3. Liga spielen - und vielleicht auch mal wieder an die Tür zur zweithöchsten deutschen Spielklasse abzuklopfen. Bis dahin könnte die HSG auch einen Ersatz für die Co-Trainerinnen gefunden haben. »Wir haben vermutlich kurzfristig eine Lösung«, sagt Schindler - hüllte sich ansonsten aber (noch) in Schweigen.

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