26. Januar 2021, 12:00 Uhr

Fussball

Amateurfußball: HFV diskutiert Alternativen

Eine Beendigung der Saison 2020/21 in der ursprünglich geplanten Form scheint nicht möglich. Im Hessischen Fußball-Verband werden nun Alternativen diskutiert.
26. Januar 2021, 12:00 Uhr
Die Fußballplätze in Hessen sind für den Amateursport geschlossen. FOTO: IMAGO

Nach der Verlängerung des deutschlandweiten Lockdowns bis mindestens 14. Februar war es kaum anders zu erwarten: Auch Stefan Reuß, Präsident des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV), muss Spieler und Vereine weiter um Geduld bitten. Im Rahmen einer Online-Sitzung des Verbandsvorstandes inklusive sämtlicher Kreisfußballwarte war es am Samstag nicht möglich, eine wirkliche Perspektive bezüglich der Fortsetzung der Saison aufzuzeigen. »Ich kann auch heute an unsere Mitglieder nur appellieren, die behördlichen Vorgaben weiter umzusetzen und durchzuhalten«, sagte Reuß.

200 Minuten tagten die Funktionäre vor den Bildschirmen und besprachen verschiedene Szenarien. Dass die Fortsetzung des Spielbetriebs auch nach einer entsprechenden Lockerung der behördlichen Verfügungen noch etwas Zeit in Anspruch nehmen wird, stand dabei für alle Beteiligten außer Frage. »Nach der monatelangen Pause müssen wir natürlich einen mehrwöchigen Trainingsvorlauf einräumen, um die Verletzungsgefahr der Beteiligten nicht zu erhöhen. Eine ordnungsgemäße Saisonbeendigung in der ursprünglich vorgesehenen Form ist daher in dem überwiegenden Teil der Spielklassen höchst unwahrscheinlich. Auch ein Systemwechsel wie beispielsweise Playoff-Modelle werden nicht umsetzbar sein, daher müssen wir mögliche Alternativen diskutieren. Dazu werden wir unsere Vereine wieder einbinden und entsprechende Kreiskonferenzen sowie Diskussionsrunden durchführen«, erklärte Reuß.

Ein Ziel ist es, eine Einheitlichkeit innerhalb der betroffenen süddeutschen Verbände zu erreichen, um die Aufstiegsrunde von Hessenliga und Oberligen zur Regionalliga Südwest zu gewährleisten. Auf jeden Fall soll die Vorrunde unter Einhaltung der Corona-Vorgaben zu Ende gebracht werden, um eine Wertung vornehmen zu können, nachdem alle Teams dann wenigstens einmal gegeneinander gespielt haben. Dazu müsste aber etwa Mitte April der Spielbetrieb wieder beginnen, zumal ja auch noch Pokalrunden ausstehen. Eine Verlängerung der Spielzeit über den 30. Juni hinaus soll es jedenfalls nicht geben. Über eine Annullierung der Saison »sollte erst als allerletztes Mittel nachgedacht werden«, unterstreicht HFV-Vizepräsident Torsten Becker. »Zum jetzigen Zeitpunkt wäre eine Entscheidung über eine Annullierung völlig übereilt.«

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