01. März 2020, 22:18 Uhr

Zwei Sekunden fehlen beim 26:26

01. März 2020, 22:18 Uhr
Per Heber befördert Julius Wulf von der HSG Mörlen den Ball über Schlussmann Julian Ruppert (Wettenberg II) ins Tor. FOTO: JAUX

Die Ausbeute der Wetterauer Handballer in der Bezirksoberliga fiel am Wochenende recht mau aus. Lediglich die HSG Mörlen holte im Duell gegen die Wettenberger »Zweite« einen Zähler (26:26). Die HSG Wettertal zog beim 21:25 in Linden ebenso den Kürzeren wie die MSG Florstadt/Gettenau beim 24:27 in Wetzlar. Mörlen ist nach wie vor am besten platziert und liegt auf Rang sechs.

HSG Mörlen - HSG Wettenberg II 26:26 (16:12): »Vom Spielverlauf her gerecht«, nannte Mörlens Trainer Philipp Petriesas den Ausgang dieser Partie. Doch den besseren Start erwischten die Wettenberger. »Da sind wir überlaufen worden«, räumte der Coach der Gastgeber ein. Nach Toren von Daniel Schmitz, Tobias Henkel (je 2) und Michel Wingefeld bei einem Treffer für Mörlen durch Julius Wulf lagen die Gäste nach etwas mehr als fünf Minuten mit 5:1 vorne. Dann aber lief es besser für die Gastgeber. »Da haben wir uns im Angriff gut bewegt und hier die richtigen Entscheidungen getroffen«, berichtete Petriesas. Und das sollte sich auszahlen. Nach dem 6:8 (11.) gelangen den Mörlern durch Max Breitenfelder, Simon Dönges, Bernhard Dietz und Sebastian Bischof (2) zur 11:8-Führung fünf Tore hintereinander. Bis zur 24. Minute wurde der Vorsprung sogar auf 15:9 ausgebaut. »In der ersten Halbzeit haben wir sechs Tempogegenstöße verworfen«, klagte dagegen Wettenbergs Coach Dragan Nenad. Immerhin konnte seine Mannschaft den Rückstand bis zur Pause auf viere Tore reduzieren. Bis zur 40. Minute hielten die Mörler den Gast auf Distanz, doch der Wettenberger Torschütze vom Dienst, Tobias Henkel (elf Treffer), und seine Teamkollegen verringerten den Rückstand bis zur 42. Minute (Spielstand: 20:19) auf ein Tor. In den nächsten zehn Minuten setzten sich die Gastgeber aber wieder ab und führten acht Minuten vor der Schlusssirene mit 25:21. Doch die Wettenberger gaben sich nicht geschlagen. In der 57. Minuten glichen die Gäste zum 25:25 aus. Eine Minute vor dem Ende kam Mörlen durch Max Breitenfelder zum 26. Treffer. Wettenberg reagierte, brachte einen siebten Feldspieler und kam zwei Sekunden vor dem Ende zum Ausgleich. Torschütze war Tobias Henkel.

Tore, Mörlen: Bischof (7/2), Bernhard Dietz, Max Breitenfelder (je 5), Sebastian Dietz, Wulf (je 3), Nick Breitenfelder, Christian Birkenstock, Dönges (je 1). - Wettenberg II: Henkel (11/5), Schmitz (5), Michel Wingefeld (4), Simon Wingefeld (2), Gerisch, Quurck, Weidner, Kleinschmidt (je 1).

HSG Linden II - HSG Wettertal 25:21 (11:8): »Die Lindener waren besser, die wollten einfach mehr«, lautete das Fazit von Wettertals Trainer Sven Tauber, der mit ansehen musste, wie seine Mannschaft durch Tore von Leon Rüdesheim, Jakob Höhn, Niklas Hirzmann und den neunfachen Torschützen Nikolas Adamczyk bis zur elften Minute bereits mit 0:4 ins Hintertreffen geriet. »Linden hat aggressiv gedeckt. Man merkte, die Mannschaft wollte mit aller Gewalt beide Punkte haben«, zollte Tauber den Hausherren seinen Respekt. Seine Mannschaft holte aber Tor um Tor auf. 10:5 lautete der Spielstand nach 24 Minuten, ehe die Gäste bis zur 34. Minute durch Tore von Tobias Kreuzer (2), Marco Boller, Klaus Bergemann, Andreas Boller und Florian Zimmer - bei einem Tor für Linden durch Adamczyk - den Ausgleich zum 11:11 herstellten. Doch die Lindener ließen sich durch diesen Zwischenspurt der Gäste nicht beeindrucken und hatten bis zur 40. Minute beim 18:14 wieder einen kleinen Vorsprung herausgeworfen. Und diesen Vorteil gaben die Gastgeber auch dank ihrer aggressiven Deckung, die die Wettertaler immer wieder vor Probleme stellte, im weiteren Verlauf der Partie nicht mehr aus der Hand. 20:16 hieß es eine Viertelstunde vor Schluss, und dieser Vorsprung von vier Toren hatte auch am Ende noch Bestand.

Tore, Linden: Adamczyk (9/2), Höhn (6), Rüdesheim (4), Hirzmann, Wrackmeyer (je 2), Weimer (1/1), Laun (1). - Wettertal: Tobias Kreuzer, Kielich, Zimmer (je 4), Exner (3/1), Andreas Boller (2), Kneissl (1/1), Bergemann, Marco Boller, Bunfill (je 1).

TV Wetzlar - MSG Florstadt/Gettenau 27:24 (15:12): »Endlich«, freute sich TVW-Trainer Marco Schmidt darüber, dass die Bemühungen seiner Spieler einmal belohnt wurden. Diesmal haben die Wetzlarer nicht nur über 50 Minuten eine konzentrierte Leistung abgerufen, sondern über die gesamte Distanz. »Wir waren aggressiv in der Deckung«, nannte der Wetzlarer Trainer die Gründe für den Erfolg seiner Mannschaft, die anders als in vorangegangen Spielen in der Schlussphase »keine Nerven gezeigt und die Zuschauer gut mitgenommen« habe. »Es ist schön, dass wir wieder einmal gewonnen haben«, schloss Marco Schmidt sein Statement.

»Es ist so gekommen, wie wir es befürchtet hatten«, berichtete MSG-Coach Christian Sacks und ergänzte: »Wetzlar ist verdienter Gewinner. Wir haben viele technische Fehler gemacht. Das reicht eigentlich für eine ganz Saison.« Dennoch hob Sacks einen Spieler aus seiner Mannschaft hervor: Torhüter Kevin Distl, der eine noch deutlichere Niederlage verhinderte. Bis zum 3:3 (8.) konnten die Gäste die Partie ausgeglichen gestalten, dann aber setzten sich die Wetzlarer nach und nach ab. Mit 5:4 führte der TVW nach neun Minuten. Innerhalb der nächsten fünf Minuten zog Wetzlar nach Treffern von Felix Breitfelder (2), Benedikt Pohlner und durch den neunfachen Torschützen Maximilian Menger auf 9:4 davon. Doch die Gäste wehrten sich, verkürzten bis zur 18. Minute auf 7:10 und stellten dann innerhalb der nächsten vier Minuten durch Tore von Bela Stewen (2) und Henning Starck den Gleichstand zum 10:10 her. Doch dadurch ließen sich die Hausherren nicht aus der Bahn werfen und lagen beim Seitenwechsel mit drei Treffern vorn. Im zweiten Durchgang legten die Wetzlarer Sven Adams, Menger und Johannes Schetzkens drei weitere Treffer zum 18:12 (34.) nach. 21:14 lautete der Spielstand nach 38 Minuten. Scheibchenweise verkürzte Florstadt/Gettenau in der verbleibenden Zeit den Rückstand, doch in Gefahr brachten sie den Erfolg des TV Wetzlar nicht mehr. Die Hausherren führten später nur noch mit 25:22; aber da waren schon mehr als 57 Minuten gespielt. Den Vorsprung gab der TVW anschließend nicht mehr aus der Hand.

Tore, Wetzlar: Menger (9/1), Felix Breitfelder, Johannes Schetzkens (je 4), Adams (3), Max Breitfelder (2/1), Michael Schetzkens, Pohlner je 2), Käppler (1). - Florstadt/Gettenau: Steffen, Greife (je 6), Baumgartl, Peppler (je 3), Wolf (2/2), Umsonst (2), zur Heiden, Starck (je 1).

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