27. Juni 2020, 07:00 Uhr

Zurück im »Oberhaus«

Ziel erreicht: Wie der SC Dortelweil II dritter Kreisoberliga-Aufsteiger wurde

Nach einjähriger Abstinenz ist die zweite Mannschaft des Sportclub Dortelweil zurück in der Fußball-Kreisoberliga Friedberg. Grundstein war eine starke Saison - und etwas Glück beim Abbruch.
27. Juni 2020, 07:00 Uhr
Der Dortelweiler Trainer Stefan Geppert ist mit seiner Mannschaft nach einem Jahr Abstinenz zurück in der höchsten Spielklasse des Fußballkreises Friedberg. ARCHIVFOTO: CHUC

Als Tabellendritter hinter dem 1. FC Rendel und der Spvgg. 08 Bad Nauheim gelang den Fußballern des SC Dortelweil II der Sprung von der A-Liga ins Oberhaus des Friedberger Fußballkreises. In der kommenden Meisterschaftsrunde wird die Elf von SCD-Coach Stefan Geppert nach einjähriger Abstinenz also wieder Kreisoberliga-Luft schnuppern und nach dem Abstieg in der Saison 2018/19 erneut versuchen, sich eine Etage höher zu etablieren.

Bereits vor vier Jahren hatten die Bad Vilbeler Vorstädter den Sprung ins Oberhaus des Friedberger Fußballkreises geschafft, sicherten sich dort in ihrer Premierensaison als Rangzwölfter den Klassenerhalt, mussten allerdings bereits ein Jahr später als Tabellenschlusslicht wieder absteigen. Nun nehmen die Dortelweiler einen neuen Anlauf. »Wir rechnen uns gute Chancen aus, nächste Saison in der Kreisoberliga bestehen zu können. Dafür ist es aber notwendig, dass wir alle den nächsten Schritt in unserer Entwicklung machen«, blickt Geppert den neuen Herausforderungen, die auf seine Mannschaft warten, optimistisch entgegen.

Grund dafür hat der Coach der Dortelweiler Gruppenliga-Reserve allemal: Mit elf Siegen, einem Unentschieden und sechs Niederlagen haben sich die Bad Vilbeler Vorstädter hinter den Teams aus Rendel und Bad Nauheim nach Anwendung der Quotientenregelung das dritte Aufstiegsticket gesichert. Der Hintergrund: Im Spielgeschehen der Friedberger Kreisoberliga ist hinterlegt, dass, wenn die Klasse unter 16 Mannschaften fällt, aus der Relegation aufgefüllt wird. Ergo: Nach den Rückzügen der SG Rodheim und des TSV Ostheim wäre die Klasse nur mit 13 Mannschaften bestückt gewesen, sodass die Dortelweiler nun den 14. Platz einnehmen.

»Vor der Saison war es unser Ziel, ganz oben mitzuspielen und am Rundenende unter den Top-Drei zu landen. In der Hinserie haben wir einige schwächere Auftritte gehabt, aber nach der guten Wintervorbereitung waren wir uns ziemlich sicher, dass es zumindest für Platz drei reichen wird.« Den Auftakterfolgen gegen die SG Wohnbach/Berstadt (4:2) und den Traiser FC (4:0) räumt der Dortelweiler Übungsleiter dabei besondere Bedeutung ein. »Die beiden Siege gleich zu Beginn der Saison waren tolle Erlebnisse für uns und rückblickend sehr wichtig für den weiteren Saisonverlauf«, erklärt Geppert, dessen persönliches Saisonhighlight aber der 5:2-Auswärtserfolg bei der KSG 1920 Groß-Karben am ersten Dezember-Wochenende war. »Da haben wir zum Jahresabschluss noch einmal eine richtig geile Leistung gezeigt«, erinnert sich der SCD-Coach, dessen Team mit dem Sieg in Groß-Karben am 18. Spieltag auch der Sprung von Platz sechs auf Rang drei gelang.

Im Verlauf der Saison mussten die Bad Vilbeler Vorstädter aber auch Rückschläge hinnehmen. »Die Hinspielniederlage gegen Groß-Karben, das 1:2 in Kaichen am sechsten Spieltag und die Niederlagen gegen Bad Nauheim und Rockenberg an den Spieltagen elf und 16 waren enttäuschend. Vor allem gegen die Kurstädter haben wir alles andere als eine Glanzleistung gezeigt und uns von einem bissigen Gegner den Schneid abkaufen lassen«, blickt Geppert auf das Duell mit dem Mitaufsteiger zurück. »Alles in allem bin ich aber sehr stolz auf die Leistung der Mannschaft. Wir wollten aufsteigen und haben dieses Ziel erreicht. Natürlich hätten wir in den vergangenen Monaten gerne gespielt, da hat uns schon etwas gefehlt. Über den Aufstieg freuen wir uns aber dennoch«, sagt Geppert. Einzelne Spieler hervorheben möchte der Dortelweiler Übungsleiter bei seiner Bilanz nicht. »Klar hat man als Spieler auch mal einen schlechten Tag, grundsätzlich haben aber alle in den 18 Partien ihre Leistung abgerufen.«

Neuzugänge hat die Gruppenliga-Reserve des SCD für die neue Spielzeit übrigens noch nicht zu vermelden. Fest steht lediglich, dass Alen Gabro den Verein in Richtung Gruppenliga-Aufsteiger FSG Burg-Gräfenrode verlässt.

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