08. Februar 2018, 07:00 Uhr

Fußball

Wie sich die Gruppenligisten auf die Rückrunden-Fortsetzung vorbereiten

Keine Titelambitionen, aber auch keine echten Abstiegssorgen: Das »Friedberger« Trio in der Gruppenliga könnte schon über die Rückrunde hinaus planen. Offen ist bei allen drei Klubs die Trainer-Frage.
08. Februar 2018, 07:00 Uhr
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Von Uwe Born
Zukunft ungewiss: Andreas Pelka (links) soll nach Wunsch der Vereins-Funktionäre auch in der Saison 2018/19 den VfB Friedberg coachen, während Karl-Heinz Stete seinen Abschied vom SKV Beienheim zum Saisonende bereits bekannt gegeben hat. (Foto: Nici Merz)

Anders als in der Vergangenheit hielten sich die Verpflichtung externer Neuzugänge oder die Unzufriedenheit wechselwilliger Spieler in Grenzen. Nicht ins Bild passt die in allen drei Vereinen noch offene Trainerfrage für die Spielrunde 2018/2019. Beim SKV Beienheim wird Karl-Heinz Stete seine Zelte Ende Mai abbrechen – bezüglich eines Nachfolgers hüllt sich die Klubführung nach wie vor in Schweigen. Dass Andreas Pelka beim VfB Friedberg oder Gökhan Kocatürk und Markus Beierle als Trainer-Duo in Diensten des SC Dortelweil ihre Verträge verlängern, entspricht zwar den Wünschen der Vereins-Funktionäre, brachte jedoch noch keine definitiven Zusagen.

SC Dortelweil: »Unsere Absicht bleibt, mindestens den fünften Platz zu erreichen. So gesehen, segeln wir derzeit noch nicht auf Kurs.« Gökhan Kocatürk, zusammen mit Markus Beierle beim letztjährigen Rangdritten SC Dortelweil verantwortlicher Cheftrainer, nimmt kein Blatt vor den Mund. Die Ursache, weshalb die Fußballer aus dem Bad Vilbeler Stadtteil nur auf Position sechs zu finden sind, liegt auf der Hand: Partien gegen die Aufsteiger entpuppten sich für die SCD-Cracks als wenig einträglich. Lediglich einem Sieg (2:1 gegen den Rangdritten Spfr. 04 Frankfurt) standen fünf Remis und die 1:2-Niederlage in Stierstadt gegenüber.

Oliver Steffen, der aus der zweiten in die erste Mannschaft aufrückte, sowie die lange verletzt fehlenden Robin Dobios und Christian Wiemann ergänzen den 20 Spieler umfassenden Gruppenliga-Kader. Überlegungen, Offensivmann Ignat Chekmazov mit Abwehraufgaben zu betrauen, befinden sich aktuell im Versuchsstadium. »Jeder will spielen, die interne Konkurrenz ist riesengroß«, berichtet Kocatürk, der das erste Pflichtspiel am 25. Februar bei den Sportfreunden 04 als richtungsweisend bezeichnet. Beschlossene Sache: Hans Wrage übernimmt anstelle des beruflich stark beanspruchten Philipp Hochgesand den Posten des sportlichen Leiters. Testspielen gegen Türk Gücü Friedberg (1:5) und gegen den FC Ober-Rosbach (1:0) folgen weitere Übungseinheiten gegen den FC-TSG Königstein (11. Februar), die SG Ober-Schmitten/Eichelsdorf (15. Februar) und gegen die Spfr. Friedrichsdorf (18. Februar).

VfB Friedberg: »Die Trainingsbeteiligung könnte zwar besser sein, aber das ist nicht weiter tragisch«, meint Friedbergs Spielausschussvorsitzender Carsten Lesiak. Für ihn, die Mannschaft und VfB-Coach Andreas Pelka viel wichtiger: Lennart Retzloffs schwere Verletzung, erlitten am Samstag im Testspiel gegen den FC Karben, hat sich wie befürchtet als Knöchelbruch herausgestellt. Der 21-jährige Stürmer, der ab der zweiten Vorrundenhälfte nahezu durchgehend zusammen mit Waldemar Patzwald und Salih Yasaroglu im VfB-Angriff zu finden war, fällt mehrere Monate aus. Als Retzloff-Ersatz bieten sich, so Lesiak, Dominique Ware und Tanyel Fedler an, weil man auf jeden Fall an der 4-3-3-Variante festhalten wolle: »Damit lief es speziell ab Oktober ausgesprochen rund. Ziel ist allerdings nach wie vor der Klassenerhalt, und sonst gar nichts.«

Inklusive der Neuzugänge Anzor Edaev (Abwehr-Allrounder) und Michail Beriskasvili (Mittelfeld) kann Coach Pelka auf 19 Spieler bauen, von denen jedoch mehrere zur Jahres-Ouvertüre am 25. Februar gegen die SG Bornheim/GW fehlen werden. »Keeper Gökhan Cirak und Dominique Ware sind noch für zwei Pflichtspiele gesperrt. Lukas Kögler weilt Ende Februar in Urlaub, und David Clement hat nach einer Bandscheiben-Operation noch einige Zeit Zwangspause«, weiß Carsten Lesiak schon jetzt, dass insbesondere in den ersten Meisterschaftsduellen gegen Bornheim und Friedrichsdorf personelle Alternativ-Lösungen unumgänglich sein werden. Nach dem Testsieg über den SV Bruchenbrücken (5:0) proben die Kreisstädter am heutigen Donnerstag auf dem Burgfeld gegen den TSV Ostheim (Anpfiff: 20 Uhr) sowie am 18. Februar gegen den FC Ober-Rosbach.

SKV Beienheim: »Als Aufsteiger können wir mit 23 Punkten durchaus zufrieden sein. Wir haben uns etabliert«, zieht Beienheims Trainer Karl-Heinz Stete eine zunächst positive Zwischenbilanz. Denkt er an die 1:2-Niederlagen gegen Nieder-Erlenbach, Hausen oder Friedberg, kommt der 50-Jährige allerdings ins Grübeln: »Es hätten auch fünf Zähler mehr sein können. Dann wäre mir wohler, denn der Kampf um den Klassenerhalt ist eine knüppelharte Angelegenheit und wird vermutlich bis zum letzten Spieltag andauern.«

Um allen Eventualitäten vorzubeugen, sind Stete und seine Spieler derzeit mit Volldampf bei der Sache. »Die Trainingsbeteiligung ist überdurchschnittlich gut. In den Testspielen gegen die TSG Wieseck, Saz Rock Frankfurt und gegen die DJK Bad Homburg gab’s vor allem offensiv gesehen nichts zu bemängeln.« Stetes Forderung, im Angriff müssten seine Leute gegenüber der Vorrunde noch eine Schippe drauflegen, ist im Reichelsheimer Stadtteil derzeit Programm und soll in drei weiteren Test-Duellen gegen die Kreisoberligisten SV Nieder-Wöllstadt (10. Februar), FC Karben (18. Februar) und FCO Fauerbach (21. Februar) verfeinert werden. Die Spieler dazu hat er. Allen voran Leon Hirzmann, den bereits elf Mal erfolgreichen Goalgetter. Mit Ausnahme von Volkan Kirim (Handbruch) und Dardan Krasniqi (Knieprobleme) kann der Beienheimer Übungsleiter beim Restart am 25. Februar in Merzhausen wohl aus dem Vollen schöpfen, wobei der von Rot-Weiß Frankfurt gekommene Mittelfeldspieler Casia Lancine Kamara als echte Verstärkung gilt. Leitwölfe des SKV-Teams sind und bleiben andere Spieler, nämlich Keeper Michael Eckhardt, Serge Mouzong und Admir Pllana in der Abwehr sowie Advan Cakiqi als Sechser im Mittelfeld.



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