08. Dezember 2017, 22:53 Uhr

EC Bad Nauheim

Wie der EC Bad Nauheim den Faden und das Spiel verliert

Eishockey-Zweitligist der EC Bad Nauheim unterliegt dem EHC Freiburg mit 3:5. Zwei Schlüsselszenen prägten die Partie vor 1725 Zuschauern.
08. Dezember 2017, 22:53 Uhr
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Von Michael Nickolaus
Jakub Babka trifft hier zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung der Wölfe Freiburg gegen Felix Bick. Der EC Bad Nauheim hat Trikots der Christmas-Edition getragen. (Foto: Chuc)

Freiburg liegt den Roten Teufeln einfach nicht. Vor 1725 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion hat der EC Bad Nauheim am Freitag die scheinbar günstige Möglichkeit verpasst, mit den Wölfen aus dem Schwarzwald einen unmittelbaren Verfolger in der Tabelle der Deutschen Eishockey-Liga 2 auf Distanz zu halten. Letztlich endeten die 60 Minuten aus Sicht der Hessen mit einer enttäuschenden 3:5 (1:2, 1:1, 1:2)-Niederlage.

"Wir haben im ersten Drittel richtig gut gespielt und Druck gemacht, aber 1:2 zurück gelegen. Das darf nicht passieren. Im zweiten Durchgang haben die Jungs etwas die Nerven verloren, statt geduldig zu spielen«, bilanzierte Petri Kujala, der Coach der Roten Teufel, die - als sie in der 25. Minute zum zweiten Mal in Rückstand geraten waren - nach einer bis dahin ordentlichen Leistung aus dem Nichts heraus den Faden und schließlich auch das Spiel verloren. Zudem wanderte Max Brandl vorzeitig in die Kabine. Der Stürmer hatte sich am Knöchel verletzt.

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Leos Sulak, der Coach der Gäste, sprach derweil von einem »perfekten Auswärtsspiel«. Das 2:3 (25.) sei zum richtigen Zeitpunkt gefallen, und das vierte Tor (44.) habe die nötige Ruhe gebracht. Die Treffer für Bad Nauheim erzielten Cody Sylvester, Jannik Woidtke und Eric Meland.

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Die Partie hatte zwei prägende Momente: Zunächst zum Ende des ersten Abschnitts. Beim Stand von 1:1 - Bad Nauheim spielte bis dahin sehr gut, Freiburg aber kaltschnäuzig - standen die Gastgeber 80 Sekunden lang mit gleich zwei Spielern mehr auf dem Eis. Bad Nauheim schnürte den Gast ein, verpasste aber den Abschluss, spielte lieber einmal zu viel und kurioserweise dann noch halbhoch, statt den Abschluss zu suchen, und wurde - kaum war der vierte Freiburger zurück - überlaufen, als Dusan Frosch die Scheibe in der neutralen Zone leichtfertig verlor. Einen Zwei-gegen-Null-Unterzahl-Konter schloss Jakub Babka mit der erstmaligen Gäste-Führung ab (19.).

Von der zweiten Schlüsselszene sollten sich die Roten Teufel nicht mehr erholen. Unmittelbar nach dem 2:2-Ausgleich sind die Hausherren erneut in Rückstand geraten. Viel zu viel Raum hatten die Badestädter im eigenen Drittel gelassen, zu schlampig war das Defensivverhalten der Angreifer. Tobias Kunz traf zum 3:2 für die Gäste.

Bad Nauheim war offensiv von der Rolle, fand überhaupt keine Ideen gegen die Wölfe-Defensive, die die EC-Stürmer außen an der Bande hielt und Pass- und Schusswege zermürbend häufig zugestellt hatte.

EC Bad Nauheim: Bick - Meland, Slaton, Woidtke, Mannes, Ketter, Erk - Reimer, Sylvester, Livingston, Krestan, McNamee, Frosch, Lange, Brandl, Bettahar, Ratmann, Kolb, Meisinger.

EHC Freiburg: Wölfl - Meyer, Rießle, Brückmann, Mancari, Körner, Maly - Babka, Walker, Duda, Kunz, Linsenmaier, Billich, Herm, Saccomani, Airich, Cihak, Palausch, Bräuner.

Steno: Tore: 1:0 (11.) Sylvester (Meland, Livingston - 5-4), 1:1 (15.) Mancari (Kunz, Billich - 5-4), 1:2 (19.) Babka (Walker -4-5), 2:2 (24.) Woidtke (Brandl, Lange), 2:3 (25.) Kunz (Billich, Linsenmaier), 2:4 (44.) Walker (Duda, Babka), 3:4 (58.) Meland (Reimer, Sylvester - 6-5), 3:5 (60.) Duda (Empty-Net). - Schiedsrichter: Tony Engelmann/Jakub Smitka. - Strafminuten: Bad Nauheim 4, Freiburg 10. - Zuschauer: 1725.



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