20. November 2019, 07:00 Uhr

Mädchenfussball

Was der SC Dortelweil aus der ersten Bundesliga-Halbserie mitnimmt

Die B-Juniorinnen des SC Dortelweil sind das erste Fußball-Bundesliga-Team der Wetterau. Nach der Hinrunde steht die Mannschaft des Trainer-Trios Christian Vaupel, Rüdiger Köhler und Richard Pohlner mit sechs Punkten auf einem Abstiegsplatz. Doch das soll auf keinen Fall so bleiben.
20. November 2019, 07:00 Uhr
Die B-Juniorinnen des SC Dortelweil haben nach der Hinrunde noch alle Chancen auf den Bundesliga-Klassenerhalt. Foto: Jaux

Einem Sieg bei Mitaufsteiger FV Löchgau folgten drei Unentschieden - zwei gegen die Nachbarn vom 1. FFC Frankfurt und Eintracht Frankfurt, eines gegen den direkten Konkurrenten aus Crailsheim. Der B-Juniorinnen des SC Dortelweil stehen nach der Hinrunde in der Bundesliga Süd mit sechs Punkten auf dem neunten - und damit vorletzten - Rang. Stand jetzt wären sie abgestiegen, doch die Konkurrenz ist in Schlagdistanz. Trainer Christian Vaupel nimmt vor dem Auswärtsspiel beim FC Bayern München am kommenden Samstag (12 Uhr) zu den wichtigsten Punkten Stellung.

Wie wird das bisherige Abschneiden bewertet?

»Zufrieden bin ich damit, dass wir zwei Mannschaften in direkter Schlagdistanz haben«, sagt Vaupel. »Aber in manchen Spielen war deutlich mehr drin.« Damit spielt der SCD-Coach vor allem auf die beiden Unentschieden gegen die direkte Konkurrenz aus Crailsheim und von Eintracht Frankfurt an. Dennoch schätzt Vaupel die Chancen auf den Klassenerhalt »besser ein, als vor der Saison«. Der Grund: »Gegen die Top-drei der Liga konnten wir nur phasenweise mithalten, aber gegen den Rest war und ist alles drin«, sagt er.

Durch einen möglichen Zusammenschluss des 1. FFC Frankfurt mit Eintracht Frankfurt könnte es am Ende der Saison nur einen Absteiger geben. Wie steht der SC Dortelweil dazu?

»Wir wollen Achter werden und es sportlich schaffen«, stellt Vaupel klar. Er wolle sich nicht auf die im Dezember stattfindende Mitgliederversammlung des 1. FFC verlassen, zudem liege die endgültige Entscheidung über den Abstieg beim Deutschen Fußball-Bund.

Wie hat sich die Mannschaft entwickelt?

Insgesamt sei das Leistungsniveau der Mannschaften gestiegen, erklärt Vaupel. Nach einer Eingewöhnungsphase habe sich das Team bewährt, nachdem einige Spielerinnen vor der Saison in die Damenmannschaft gewechselt und dafür neue dazu gekommen waren. »Die Mannschaft hat definitiv einen Schritt nach vorn gemacht. Wenn wir jetzt noch ein paar Kleinigkeiten ändern, können wir in der Rückrunde in allen Bereichen noch zulegen - taktisch, körperlich und spielerisch.«

Woran muss noch gearbeitet werden?

Hier fallen Vaupel vor allem zwei Stichworte ein: Cleverness und Selbstbewusstsein. Konditionell habe seine Elf stets mithalten können, im mentalen Bereich gebe es noch Luft nach oben, um mehr Konstanz ins Spiel zu bringen. »Wir müssen die Erfahrungen aus der Hinrunde auf den Platz bringen «, sagt Vaupel. »Dann kommen auch die Ergebnisse.«

Gibt es in der Winterpause Nachverpflichtungen?

Möglich. Aber Vaupel betont: »Es macht keinen Sinn, nur den Kader zu füllen. Wenn, dann brauchen wir echte Verstärkungen.« Möglich werden könnte das auch durch den bereits erwähnten Zusammenschluss der beiden Frankfurter Vereine. Dann wäre Dortelweil plötzlich die Nummer zwei in der Region- und der Markt für Spielerinnen mit Bundesliga-Format entsprechend voll. Vielleicht ergibt sich diese Situation aber auch erst im Sommer, wenn der Zusammenschluss wirklich vollzogen ist. Zudem ist der Standort im Süden der Wetterau durch seinen Unterbau attraktiver geworden: Die zweite Mannschaft steht mit deutlichem Vorsprung an der Spitze der Verbandsliga Süd-Ost und ist damit Favorit auf den Hessenliga-Aufstieg, die »Dritte« rangiert im Mittelfeld der Verbandsliga Süd-West.

Was hat sich im Umfeld getan?

SCD-Jugendleiter Dirk Münkel und der Sportliche Leiter Rüdiger Köhler hätten schnell den Bundesliga-Modus gefunden. »Sie leisten großartige Arbeit und übernehmen den Löwen-Anteil, wenn es um die ganzen Formalia geht«, sagt Vaupel. Entsprechend sei in der Hinrunde alles glatt gelaufen,. Rund 150 Zuschauer kämen im Schnitt, das Interesse in der Region sei weiterhin da. Für die drei Auswärtsfahrten nach Alberweiler, Freiburg und München seien Busse samt Übernachtung gebucht worden. Dies werde finanziell vom DFB unterstützt.

Wie lautet das Zwischenfazit?

Vaupel: »Der Verein hat sehr schnell Bundesliga-Reife erreicht, die Mannschaft kommt auch dorthin. Sechs Punkte sind zwar etwas dünn, aber noch ist alles möglich und daher ist auch bei uns alles gut.«

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