11. März 2020, 20:18 Uhr

Wasserball

VfB Friedberg: Mit viel Herz zum Derby-Sieg

Dem Wasserball-Zweitligisten VfB Friedberg ist die Revanche gegen den EFSC Frankfurt gelungen; der erste Sieg in diesem Derby seit vier Jahren.
11. März 2020, 20:18 Uhr
Dennis Scholl überrascht mit dem VfB Friedberg durch einen Sieg gegen den Tabellenzweiten aus Frankfurt. FOTO: NICI MERZ

Nach zwei Niederlagen in Folge stand der Wasserball-Zweitligist VfB Friedberg vergangenen Samstag im Usa-Wellenbad gegen den EFSC Frankfurt unter Zugzwang. Das Hinspiel hatte man gerade einmal vier Tage zuvor nach einer spannenden Partie mit 13:15 verloren. Nun gelang die Revanche durch einen 12:11-Erfolg.

Der Tabellenzweite Frankfurt war als klarer Favorit ins Wasser gegangen. Auch weil der Friedberger Trainer René Reimann auf seine drei etatmäßigen Center verzichten musste. Doch den ersten Treffer erzielte der VfB Friedberg durch Vladimir Sytnyk. Offensiv tasteten sich beide Mannschaften erstmal ab, und so ging es mit einem Stand von 2:1 in die erste Viertelpause. Zu diesem Zeitpunkt hatte allerdings Centerverteidiger Stephan Schmidt bereits den dritten persönlichen Fehler und wurde vom Rest der Partie ausgeschlossen, was den Friedberger Kader weiter schrumpfen ließ.

Im zweiten Viertel kam Frankfurt wieder gut ins Spiel und schaffte den Ausgleich zum 3:3, ehe der VfB wieder erhöhen konnte. Die folgenden drei Minuten sollten wegweisend für das restliche Spiel sein. Kurz vor Schluss des zweiten Viertels drehte der VfB richtig auf und nutze die schwächelnde Frankfurter Defensive. Innerhalb von drei Minuten fielen gleich vier Tore zugunsten des VfB, und so ging man mit 7:3 in die Halbzeitpause.

Im dritten Viertel gelang es, an diese Leistung anzuknüpfen und die Mannschaft um Trainer Reimann zog, angefeuert durch die zahlreichen Fans, auf 9:3 davon. Frankfurt gelang es zwar noch Ende des dritten Viertels, den Abstand auf 10:7 zu verkürzen, doch die Kreisstädter legten im entscheidenden letzten Viertel sofort nach und erhöhten wieder auf 12:7.

Beim Spielstand von 12:8 erhielt Vladimir Sytnyk einen Spielausschluss, und der VfB musste vier Minuten lang in Unterzahl spielen. Die Frankfurter waren durch diese Möglichkeit, den Spielstand noch zu drehen, wie beflügelt und versuchten alles, um den Vier-Tore-Rückstand wieder zu verringern. Doch die starke Defensivleistung sowie die Paraden des gut aufgelegten Torhüters Nils Peil verhinderten in dieser entscheidenden Phase den Ausgleich. Dennoch gelang es den Frankfurtern noch, den Spielstand auf 11:12 zu verkürzen, doch am Ende stand ein wohlverdienter Sieg des VfB Friedberg sowie eine geglückte Revanche.

Friedberg hatte zum ersten Mal nach vier Jahren das emotionale Derby gegen Frankfurt für sich entscheiden können, und so war die Freude in der Mannschaft groß. Kapitän Ilja Scerbinin meinte nach dem Spiel: »Wir haben heute mit viel Herz und füreinander gespielt, das hat man gemerkt. Wir mussten viele Ausfälle kompensieren, aber wir haben den Kopf nicht in den Sand gesteckt sondern alles gegeben, und wir wurden dafür belohnt. Unsere gute Leistung in der Defensive hat uns heute den Sieg gebracht. So müssen wir weitermachen.«

Mit diesem Gefühl geht der VfB nun in das nächste Heimspiel Samstag gegen die SGW Leimen/Mannheim, gegen die man die nächsten Punkte holen möchte.

VfB Friedberg: Peil; Eisenberg, Schmidt, Scerbinin (3), Hynyavskyy (1), Khliustov (1), Hahn, Schoppe, Sytnyk (5), Scholl (1), Habrich, Hütt.

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