21. Februar 2018, 16:00 Uhr

Fußball

Vertrag um drei Jahre verlängert: Das hält FC Karbens Spielertrainer Harez Habib von einer Ausstiegsklausel

Harez Habib hat seinen Vertrag als Spielertrainer des Fußball-Kreisoberligisten FC Karben um drei Jahre verlängert. Derweil hatte die Mannschaft zuletzt mit großen Problemen zu kämpfen.
21. Februar 2018, 16:00 Uhr
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Von Uwe Born
Harez Habib (vorne), Spielertrainer des FC Karben. (Foto: Jaux)

Bei den Fußballern des FC Karben mag es eine ganze Reihe wichtiger Leute geben, ohne die im Sommer 2015 die Trennung vom KSV Klein-Karben und die im Eilverfahren durchgezogene Gründung eines neuen Vereins wohl nicht möglich gewesen wäre. Auf Harez Habib, beim aktuellen Kreisoberliga-Sechsten seit Beginn der Saison 2014/2015 am Ball und ab Dezember 2014 als Spielertrainer in leitender Funktion tätig, konnten sie sich hundertprozentig verlassen. Nach dem Gruppenliga-Abstieg in 2014/2015 suchte der inzwischen 36-jährige Allrounder nämlich nicht etwa das Weite, sondern hielt dem gerade aus der Taufe gehobenen Klub die Stange und verschaffte sich mit seiner jungen Mannschaft in den KOL-Spielrunden 2015/2016 (Rang 9) und 2016/2017 (Vizemeister) gehörigen Respekt.

Kürzlich hat Harez Habib, der früher für den FSC Lohfelden, Hessen Kassel (41 Verbandsliga-Treffer in der Saison 2011/2012) und die Spvgg. 05 Oberrad spielte, seinen Vertrag als FCK-Spielertrainer verlängert. Über seine sportliche Heimat, die Länge des neuen Vertrags, welche Niederlage ihn heute noch schwer ärgert und die sportlichen Aussichten mit dem KSV spricht er Habib mit WZ-Mitarbeiter Uwe Born wissen.

Harez Habib, Sie haben beim FC Karben ihren Vertrag als Spielertrainer um drei Jahre verlängert. Das ist ungewöhnlich.

Harez Habib: Um besser planen zu können und sportlich voran zu kommen, vereinbarten die Vereinsführung und ich von Beginn an einen Drei-Jahres-Rhythmus. Die ersten drei Jahre sind im Mai Geschichte, dann folgt Phase zwei mit weiteren drei Spielzeiten. Meine feste Zusage erstreckt sich allerdings zunächst nur auf die Meisterschaftsrunde 2018/2019. Es spricht freilich nichts dagegen, die Zusammenarbeit danach fortzusetzen.
 

Gibt es eine Ausstiegsklausel?

Habib (lacht): Das ist überflüssig, denn zwischen mir, der Mannschaft und dem Vorstand stimmt die Chemie. Ereignisse, die daran etwas ändern könnten, sind nicht in Sicht.
 

In der letzten Saison hat der FC Karben als KOL-Vizemeister den Aufstieg in die Gruppenliga knapp verpasst. Diese Runde haben sie acht Punkte Rückstand auf Platz zwei und 16 Zähler auf Spitzenreiter TSV Bad Nauheim.

Habib: Fehlender Killerinstinkt und ein Mangel an Erfahrung waren dafür verantwortlich, dass wir in der Aufstiegsrunde gegen Hausen und Stierstadt Niederlagen quittieren mussten. Vor allem die Heimpleite gegen den FV Stierstadt ärgert mich heute noch, aber Schwamm drüber. Unsere junge Mannschaft benötigt halt noch einige Zeit, um in entscheidenden Situationen abgebrühter zu agieren. Ich denke, dass in der laufenden Runde 31 Punkte nach neun Siegen, vier Remis und nur vier Niederlagen eine für uns respektable Ausbeute sind. Zudem hat die Kreisoberliga durch die Gruppenliga-Absteiger TSV Bad Nauheim und FCO Fauerbach an Qualität zugelegt.
 

+++ Lesen Sie auch: Alle Spielerwechsel in der Kreisoberliga und alle Teams im Check vor dem Rückrundenstart +++
 

Sehen Sie noch Möglichkeiten auf den Sprung in die Spitzengruppe?

Habib: Eigentlich nicht. Dazu müssten die führenden Teams vermehrt Federn lassen, und wir nicht nur die ersten drei Partien gegen Petterweil, Ober-Wöllstadt und Steinfurth sondern auch fast alle folgenden Spiele gewinnen.
 

Verfügt Ihre Mannschaft über das dafür notwendige Leistungs-Potenzial?

Habib: Davon bin ich durchaus überzeugt. Könnte ich, was aus mehreren Gründen leider so gut wie nie der Fall war und in den kommenden Monaten wohl auch nicht der Fall sein wird, auf alle Kaderspieler in Bestform zurückgreifen, schlägt uns in der Kreisoberliga niemand. Leider sieht die Realität anders aus. Ich selbst muss notgedrungen in der Innenverteidigung aushelfen.
 

Lief in der Vorbereitungsphase alles nach Wunsch?

Habib: Nein, zumal eine gravierende Grippewelle 80 Prozent der Mannschaft phasenweise ausgebremst hat. Hinzu kamen wichtige Klausuren unserer insgesamt sieben Studenten.
 

Wo liegt die sportliche Zukunft des FC Karben, in der Kreisoberliga oder in der Gruppenliga?

Habib: Ziel ist, in den nächsten drei Jahren den Sprung in die Gruppenliga Frankfurt-West zu realisieren. Projekte, die demnächst verwirklicht werden sollen, nämlich ein neuer Kunstrasen auf dem Günter-Reutzel-Sportfeld und ein neues Vereinsheim, sollten in diesem Zusammenhang als Steilvorlagen dienen. (Foto: mn)



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