24. August 2020, 07:00 Uhr

Unter anderen Umständen

Ungewöhnliche Umstände erfordern ungewöhnliche Maßnahmen: Die Fußballer des Kreises Friedberg haben ihre Besprechung zur Vorrunde der neuen Saison erstmals digital durchgeführt. Auch hier stand die Coronavirus- Pandemie bei vielen Punkten der Tagesordnung im Mittelpunkt.
24. August 2020, 07:00 Uhr
Ein ungewöhnliches Bild: Aus seinem privaten Büro hält Kreisfußballwart Thorsten Bastian die Vorrundenbesprechung des Kreises Friedberg ab. SCREENSHOT: KESSLER

Unter ungewöhnlichen Bedingungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie, nämlich rein digital als Videokonferenz fand am Samstagvormittag die Vorrundenbesprechung des Fußballkreises Friedberg statt - in der Spitze knapp 70 Personen, darunter Vereinsvertretern, Mitgliedern des Kreisfußballausschusses sowie Klassenleiter, nahmen an der gut 90-minütigen Sitzung unter Leitung von Kreisfußballwart Thorsten Bastian (Rockenberg) und dem Regionalbeauftragten der Schiedsrichter, Kevin Sürer (Staden), der die Moderation übernommen hatte, teil. Die wichtigsten Punkte im Überblick:

Allgemeines: Bastian bedankte sich in seinen Eröffnungsworten für die Geduld der Vereine bei der Bearbeitung der Vielzahl an E-Mails der vergangenen Wochen und kündigte an, dass es angesichts der noch vom Verbandsspielausschuss zu beschließenden Durchführungsbestimmungen weiteren Schriftverkehr geben wird. »Mir ist wichtig, dass alle auf dem gleichen Stand sind«, erklärte er seine Intention dahinter. Eine wichtige Ankündigung gab es bereits vorab: Die Zahl der Auswechslungen wird bei drei bleiben. »Wir wollen nicht, dass sich Spieler in den ersten Mannschaften festspielen und die ›Zweiten‹ so ausgedünnt werden«, erklärte er den Beschluss des Verbandes. Ebenfalls wichtig: Partien können angesichts des engen Spielplans nicht nach hinten verlegt werden, und im Falle eines Saisonabbruchs entscheidet der Verbandsvorstand nach einer Satzungsänderung über das weitere Vorgehen.

Berichte aus den Ausschüssen: Kreisschiedsrichterobmann René Filges (Staden) berichtete über Regeländerungen, die sensibelste dürfte die Änderung beim Handspiel sein, wonach der Ball zukünftig auch mit der Schulter gespielt werden darf. Unschön: Die Zahl der Schiedsrichter ist - auch durch die Coronavirus-Pandemie - weiter gesunken, sodass Filges darauf hinwies, zukünftig auch weiterhin nicht mehr alle C- oder sogar B-Liga-Spiele mit Referees besetzen zu können. Der Kreissportgerichtsvorsitzende Karl-Ernst Kunkel (Melbach) wurde angesichts technischer Probleme von Bastian vertreten, der vor allem noch einmal auf die Reduzierung der Sperren um zwei Spiele - ausgenommen es handelt sich um eine aufgrund einer Tätlichkeit gegenüber eines Unparteiischen - hinwies.

Spielbetrieb: Die Spielpläne für die »Friedberger« Ligen sind inzwischen fix, es geht bereits am Donnerstag (18.30 Uhr) mit der vorgezogenen Partie der Kreisliga A Friedberg zwischen dem SV Hoch-Weisel und dem Traiser FC los, die angesichts fehlender Flutlichtanlagen keine Wochenspieltage im (Spät-)Herbst austragen können. »Ich bin sehr dankbar für diese Verlegungen nach vorne, denn das zeigt mir, dass unsere Vereine den Ernst der Lage begriffen haben und aktiv handeln«, lobte Bastian. Grundsätzlich gilt: Die Saison startet am kommenden Wochenende mit der ersten Runde des Kreispokals bzw. dem Halbfinale des Vorjahres (Finale: 9. September), eine Woche später startet der Ligenspielbetrieb. Relegations- oder Aufstiegsspiele finden aus Zeitgründen keine statt. Die Anstoßzeiten sind flexibilisiert worden, sodass der vom Verband geforderte 30-minütige Puffer zwischen zwei Partien hintereinander eingehalten werden kann. Denn: »Gesundheit ist das höchste Gut und wir wollen die Hygienestandards überall hochhalten«, sagte Bastian mit Blick auf die besonderen Umstände in der neuen Spielzeit. Ebenfalls wichtig: Mit der neuen Saison wird der elektronische Spielerpass in allen Ligen verpflichtend eingeführt, aktuell hätten rund 80 Prozent aller Vereine die entsprechenden Infos bereits ins Netz gestellt.

Hygieneregeln: Vereine haben die Möglichkeit, das Hygienekonzept des Hessischen Fußballverbandes (wir berichteten) umzusetzen, oder aber ein eigenes aufstellen, was dann aber genehmigt werden muss. Wichtige Richtigstellung: Die Zahl der erlaubten Zuschauer liegt bei 250 - Schiedsrichter, Spieler, Betreuer etc. zählen entgegen der ursprünglichen Darstellung des HFV nicht darunter.

Anträge: Einzig der FV Bad Vilbel hatte einen Antrag eingebracht, wollte er doch durchsetzen, dass künftig auch Frauen Eintritt bezahlen müssen. Als der Tagesordnungspunkt erreicht war, war jedoch kein Vereinsvertreter aus der Brunnenstadt anwesend, sodass das Ersuchen wieder fallengelassen wurde.

Fazit und Ausblick: »Ich habe mich gefreut, dass alle Vereine so mitgezogen haben«, sagte Bastian hinterher. »Ich hoffe, wir können schon bald unserem Hobby wieder nachgehen - und zwar so, dass alle gesund bleiben und eine gute Runde haben.« Das nächste Zusammentreffen der Friedberger Fußballer ist bereits am 12. September (11 Uhr), wenn beim Kreisfußballtag im Bürgerhaus Florstadt unter anderem Neuwahlen auf dem Plan stehen, weshalb dies auch eine Präsenzveranstaltung ist. Aus hygienischen Gründen soll pro Verein aber nur ein Vertreter erscheinen, die Ehrungen werden separat durchgeführt. Gewählt werden müssen der Kreisfußballwart, sein Stellvertreter, der Kassen- sowie der Rechtswart. Der Rest der Posten wird bestimmt bzw. im Fall von Jugend- und Schiedsrichterausschuss im Amt bestätigt. Stand jetzt wollen alle Funktionäre weitermachen, mit Ausnahme von Jürgen Ohl (Friedberg), der das Amt als Referent für Breiten- und Freizeitsport abgibt. Als Nachfolger bewirbt sich Armin Kling (Florstadt).

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