18. September 2019, 07:00 Uhr

Fußball

Trainersuche in Ockstadt

18. September 2019, 07:00 Uhr
Christopher Reuss übernimmt vorerst die Verantwortung für A-Ligist SV Germania Ockstadt. (Foto: Chuc)

Null Punkte aus fünf Spielen und ein Torverhältnis von 8:22. So lautete die Bilanz des Fußball-A-Ligisten SV Germania Ockstadt vor zwei Wochen. Bei den vergangenen beiden Spielen - dem ersten Punktgewinn beim 2:2 gegen den Traiser FC 2:5 und einer 2:5-Niederlage gegen den SV Hoch-Weisel vor drei Tagen - stand nicht mehr Andre Micelotta an der Seitenlinie. Der Trainer und die Germania trennten sich ohne Nebengeräusche schon vor knapp zwei Wochen im beidseitigem Einvernehmen. Es ist der erste Trainerwechsel im Wetterauer Fußball in der noch jungen Saison.

Seither haben Oliver Jung und Christopher Reuss die Verantwortung. Vor allem für Reuss sind es turbulente Tage im Verein. Weil seit Saisonbeginn sich nacheinander vier Torhüter verletzten, musste der Spielausschussvorsitzende an den vergangenen beiden Spieltagen zwischen die Pfosten. Vor zwei Wochen gegen den Traiser FC hielt er sogar zwei Elfmeter und rettet seinen Ockstädtern den ersten Punkt der Saison. »Ich hoffe, dass ich am kommenden Wochenende wieder an der Seite stehen kann«, sagt Reuss. Man sei auf der Suche nach einem Interimstrainer, der zumindest bis zur Winterpause die Verantwortung übernimmt. »Wir sind in Gesprächen und hoffen, bald einen Trainer prsäentieren zu können«, sagt Reuss.

Auch im dritten Jahr nach dem Abstieg aus der Kreisoberliga ist der SV Germania weit von einer Rückkehr entfernt. Im Gegenteil, es droht sogar der Absturz in die Kreisliga B. »Die Mannschaft hat das Potenzial und einen starken Charakter. Wir hatten immer zwischen sieben und neun ehemalige A-Jugendspieler in der Startaufstellung und haben gerade gegen erfahrene Mannschaften Lehrgeld gezahlt. Deswegen schauen wir uns auch nach dem ein oder anderen erfahrenen Spieler um, der uns ab dem neuen Jahr verstärkt«, sagt Reuss. Ein Mann mit diesem Profil wird bei den Ockstädtern schon schmerzlich vermisst. Stürmer Sezgin Karpuz wird nach seiner Schulterverletzung erst im Frühjahr kommenden Jahres wieder einsteigen können. »Er fehlt uns extrem. Aber da müssen wir durch«, sagt Reuss.

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