19. Oktober 2018, 22:03 Uhr

Talent kehrt zurück – und siegt

19. Oktober 2018, 22:03 Uhr
Bei der Siegerehrung (v. l.): Großmeister Leonid Milov (Schachclub Noris-Tarrasch/Nürnberg) als Dritter der Gesamtwertung, internationaler Meister Johannes Carow (Schachfreunde Heidesheim) als Zweiter, Sieger Großmeister Alexander Donchenko von den Schachfreunden Deizisau, Turnierleiter und Nationaler Schiedsrichter Christoph Hambel und der Erste Stadtrat der Stadt Bad Vilbel, Sebastian Wysocki. (Foto: pv)

Der Favorit hat sich durchgesetzt. Der Gießener Schach-Großmeister Alexander Donchenko, der aktuell für den Bundesligaverein Schachfreunde Deizisau spielt, hat die Bad Vilbel Open gewonnen und sich damit das Preisgeld in Höhe von 250 Euro – zur Verfügung gestellt von der Frankfurter Volksbank – gesichert.

59 Teilnehmer, darunter drei Frauen, nahmen am Schnellschachturnier der Bad Vilbeler Schachfreunde teil, das erstmals im Kultur- und Sportforum Dortelweil ausgetragen wurde. Das traditionsreiche Turnier ist mittlerweile fester Bestandteil im Terminkalender des Schachbezirks Frankfurt. Das Ziel des Vereins ist einerseits die Förderung des Breitensports, andererseits aber auch die Teilnahme von nationalen Topspielern, um den Spitzensport zu repräsentieren. Aus diesem Grund gibt es neben der Gesamtwertung eine Wertung eigens für die Bad Vilbeler Spieler sowie einen Preisfond in Höhe von 90 Prozent des Startgeldes.

Der erst 19 Jahre alte Donchenko ist den Vilbeler Spielern bereits von früheren Turnieren wohlbekannt. Bereits im Jahre 2006 hatte er im Alter von erst sieben Jahren das erste Mal in Bad Vilbel bei einem offenen Turnier teilgenommen. Er hatte damals großen Mut bewiesen, in der Endwertung aber »nur« Platz 66 belegt. Inzwischen weist das Talent eine Wertungszahl von 2628 auf, trägt den Titel eines Großmeisters und liegt damit bereits auf Platz sechs der deutschen Rangliste. Gespielt wurde in Dortelweil nun je 15 Minuten pro Spieler pro Partie. Jeder Spieler hatte elf Partien im Schweizer System zu absolvieren, die von Turnierleiter Christoph Hambel, selbst Mitglied in Bad Vilbel und zudem Schiedsrichter auf nationaler Ebene, mithilfe eines Computersystems bestimmt wurden.

Nach dem Schweizer System sind alle Teilnehmer bis zur letzten Runde im Spiel. Verliert man eine Partie, so wird man zurückgestuft, hat aber dann gegen schwächere Gegner die Chance, sich wieder hochzuspielen. Der zusätzliche Reiz beim Schnellschach: Es geht vor allem darum, sehr schnell zu kombinieren, dabei aber stets die bestmögliche Lösung für jeden Zug zu finden.

Besonders passend: In der elften und letzten Runde trafen der Favorit des Vereins, Fide-Meister Klaus Schmitzer, und mit Donchenko der Favorit für die Gesamtwertung aufeinander. Letzterer führte zu diesem Zeitpunkt aussichtsreich, sodass im direkten Duell schnell ein Remis feststand. Schmitzer wurde damit Gesamt-Achter. Er holte sich aber in der separaten Vereinswertung den Pokal der Stadt Bad Vilbel sowie ein Preisgeld in Höhe von 50 Euro.

Donchenko dagegen verwies mit einer fast optimalen Ausbeute von 9,5 von elf möglichen Punkten den internationalen Meister Johannes Carow, der für die Schachfreunde Heidesheim spielt, und Großmeister Leonid Milov, dessen Heimatverein der Schachclub Noris-Tarrasch in Nürnberg ist, auf die Plätze zwei und drei.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Frankfurter Volksbank
  • Sport-Mix
  • Talent
  • Redaktion
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 43 - 10: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.