15. März 2019, 20:06 Uhr

TVP will »Hausaufgaben machen«

15. März 2019, 20:06 Uhr
Felix Koffler (l.) und der TV Petterweil müssen am Samstag zum TuS Holzheim über die hessische Landesgrenze hinaus, um ihre Tabellenführung in der Handball-Landesliga Mitte zu verteidigen. (Foto: Nici Merz)

Nach dem Erfolg im Spitzenspiel der Handball-Landesliga Mitte gegen den TV Breckenheim wartet auf den Tabellenführer TV Petterweil am 21. Spieltag eine schwere Auswärtshürde in Rheinland-Pfalz. Heute Abend ab 18 Uhr geben die Gelb-Schwarzen ihre Visitenkarte im Sportzentrum Diez beim TuS Holzheim ab. Schützenhilfe im Meisterschaftsrennen erhofft sich der Ligaprimus vom Lokalrivalen aus Friedberg, der am Sonntag ab 17 Uhr beim Tabellenzweiten aus Breckenheim gastiert. Für den TSV Griedel steht mit dem Heimspiel gegen den direkten Tabellennachbarn aus Eppstein derweil eine richtungsweisende Partie im Kampf um den Klassenerhalt auf dem Programm.

TuS Holzheim – TV Petterweil (Samstag, 18 Uhr / Sportzentrum Diez): Mit 16:4 Punkten weisen die Holzheimer eine starke Heimbilanz auf. »Uns erwartet ein lautstarkes Publikum, das die Heimmannschaft antreiben wird. Der letzte Auswärtssieg in Holzheim ist uns im Jahr 2015 gelungen. Es wird also höchste Zeit, diese Bilanz aufzupolieren«, fordert TVP-Coach Martin Peschke. »Wenn wir bis zum Saisonende oben mitmischen wollen, dürfen wir nicht auf Patzer der Konkurrenz hoffen, sondern müssen selbst unsere Hausaufgaben machen.« Der gastgebende Tabellensechste verfügt über eine robuste Abwehr, die ihre Stärken im schnellen Umschaltspiel hat. Im Angriff sind Mittelmann Nils Wolfgram, der neunfache Torschütze vom vergangenen Spieltag, Robert Dettling, sowie Simon Giebenhain die Säulen des Holzheimer Spiels. »Wir dürfen die Hausherren nicht zu einfachen Gegentoren einladen, indem wir im Angriff unkonzentriert abschließen. Wenn wir so konzentriert spielen wie gegen Breckenheim, können wir die schwere Hürde nehmen, auch wenn auf unsere 6:0-Abwehr jede Menge Arbeit zukommen wird«, ist Peschke überzeugt. Florian Juli ist beruflich verhindert und wird den Gelb-Schwarzen fehlen. Lennart Kusan fehlt verletzungsbedingt.

TSV Griedel – TSG Eppstein (Samstag, 19.30 Uhr / Sporthalle Butzbach): Während die Gäste aus Eppstein in der Vorrunde 14:12-Punkte einfuhren, läuft es in der Rückrunde für den Tabellenneunten alles andere als optimal. »Der Überraschungserfolg gegen den Spitzenreiter aus Petterweil sollte uns aber Warnung genug sein. Die Eppsteiner verfügen über eine eingespielte und erfahrene Mannschaft, die durch die jungen Neuzugänge verstärkt wurde. Ein wichtiger Aktivposten ist der routinierte Torjäger Thomas Becker. Auch den torgefährlichen Spielmacher Theo Roos und den starken Linkshänder Lukas Müller müssen wir in den Griff bekommen«, erklärt Griedels Teammanager Jürgen Weiß, dessen Mannschaft im Hinspiel eine deutliche 28:38-Auswärtspleite hinnehmen musste. Mit einem Heimerfolg könnten die Butzbacher Vorstädter im Gesamtklassement mit den Gästen gleichziehen. »Durch den vermehrten Abstieg aus der Oberliga müssen wir damit rechnen, dass vier Mannschaften aus der Landesliga absteigen. Wir haben aktuell noch einen hauchdünnen Vorsprung von einem Punkt auf die Abstiegsränge und wollen diesen ausbauen«, sagt Weiß. Trainer Dirk Schwellnus hofft auf die Rückkehr von Spielmacher Nils Siek, der zuletzt krankheitsbedingt passen musste. Sandro Krüger konnte nach überstandener Verletzung unter der Woche eine Trainingseinheit absolvieren und wird gegen Eppstein auflaufen. Dagegen stehen die beiden Urlauber Marvin Grieb und Frederic Noll nicht zur Verfügung.

TV Breckenheim – TG Friedberg (Sonntag, 17 Uhr / Sport- und Kulturhalle Wiesbaden-Breckenheim): Auch wenn die Aufstiegsambitionen der Wiesbadener Vorstädter durch die Niederlage im Spitzenspiel gegen den TV Petterweil vor Wochenfrist einen herben Dämpfer erhielten, wartet auf die Friedberger mit dem Gastspiel in der Sport- und Kulturhalle Breckenheim eine echte Herkulesaufgabe. »Gegen den Titelaspiranten aus Breckenheim steht für uns ein enorm schweres Auswärtsspiel an. Neben ihrem schnellen Umschaltspiel und zwei exzellenten Torhütern verfügen sie über einen bärenstarken Angriff, der auf allen Positionen gleichermaßen stark besetzt ist. Sowohl die einfachen Tore aus dem Rückraum als auch die spielerischen Lösungen über Außen und den Kreis gilt es für uns zu verteidigen«, fordert TGF-Coach Sven Daxer, der weiter auf Aljoscha Schmidt und Jöran Mahr verzichten muss. Fragezeichen stehen zudem noch hinter den Einsätzen von Christoffer Gustavvson, Benedikt Ploner und Constantin Vellenzer.

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