29. April 2018, 22:37 Uhr

Stöcker macht Steinfurth zum Meister

29. April 2018, 22:37 Uhr
Patrick Hübner und seine Teamkollegen vom TTC Steinfurth machen die Bezirksliga-Meisterchaft perfekt. (Foto: Jaux)

Der TTC Steinfurth hat es geschafft! Mit einem 9:7-Sieg über den Verfolger TTC Echzell sicherten sich die Rosendörfler am letzten Spieltag der Tischtennis-Bezirksliga Mitte der Herren/Gruppe 4 die Meisterschaft, sodass sie nach fünf Jahren Unterbrechung wieder in der höchsten Klasse des Bezirks spielen können. Der eigentliche Favorit TSV Butzbach setzte die Bad Nauheimer Vorörtler mit seinem 9:5-Erfolg bei der SG Wolferborn noch einmal unter Druck, doch jetzt müssen die Butzbacher am kommenden Sonntag in der Relegation in Flieden gegen den Nachbarn aus Ostheim und gegen Großauheim eine weitere Woche um den Aufstieg kämpfen. In Bestbesetzung wären sie zwar der klare Favorit, doch noch ist die Aufstellung unklar. Die Aufholjagd der TTG Bad Nauheim blieb auch ohne Erfolg, obwohl den Kurstädtern nach ihrem 9:5-Sieg beim Schlusslicht SG Bauernheim am Ende nur ein Punkt auf die Butzbacher fehlte. Durch den Butzbacher Sieg in Wolferborn war auch der Abstiegskampf entschieden, denn die Wolferborner müssen nun in die Abstiegs-Relegation gegen den TSV Stockheim und die SG Rodheim. Der TTC Assenheim II konnte frühzeitig aufatmen, sodass die Partie bei der TTG Ober-Mörlen (9:4) keine Bedeutung mehr hatte. Mit einem 9:4-Erfolg über Absteiger TV Gelnhaar verabschiedete sich der SV Fun-Ball Dortelweil in die Sommerpause. Mit einem 8:8-Unentschieden trennten sich Bezirksoberliga-Absteiger TV Gedern und der TTC Dorheim II.

TTC Steinfurth - TTC Echzell 9:7: Die Steinfurther brauchten vor etwa 50 Zuschauern nach dem Butzbacher 9:5 ein Remis zur Meisterschaft. Und da die Echzeller, für die es nach dem Butzbacher Sieg um nichts mehr ging, ohne die erkrankten Güntner und Röhrig antraten, konnten Müller/Stellmann (gegen Welch/Höll) und Hofmann/Bell (11:9, 11:8, 11:13, 12:10 gegen Sauer/Reinhardt) die Rosendörfler auch gleich mit 2:0 nach vorne bringen. Nachdem allerdings Schartow/Stoll (11:6, 16:14, 8:11, 9:11, 11:8 gegen Stöcker/Hübner) die Gäste wieder herangebracht hatten sowie Joscha Müller (8:11, 7:11, 12:10, 14:12, 11:7 gegen Daniel Reinhardt) den alten Abstand wieder hergestellt hatte, sorgten Joachim Sauer (14:12, 7:11, 11:5, 5:11, 11:7 gegen Frank Stellmann), Thomas Schartow (gegen Norbert Hofmann) und Garrit Welch (11:8, 11:9, 11:8 gegen Matthias Bell) für eine 4:3-Führung der Echzeller. Heinz Stöcker, der seinen zweiten Saison-Einsatz betreiten musste (7:11, 7:11, 11:8, 12:10, 11:7 gegen Jonas Andreas Stoll), und Patrick Hübner (gegen Marc-Oliver Höll) drehten den Spieß aber wieder um. Sauer (1:11, 7:11, 11:9, 11:4, 11:5 gegen Müller), Reinhardt (gegen Stellmann) und Welch (11:8, 10:12, 9:11, 11:8, 12:10 gegen Hofmann) ließen die Rosendörfler bei einer 7:5-Führung für den Gast noch so richtig zittern, doch Bell (8:11, 11:7, 15:13, 12:14, 11:9 gegen Schartow), Stöcker (11:9, 8:11, 7:11, 11:5, 15:13 gegen Höll), Hübner (gegen Stoll) und Müller/Stellmann (gegen Sauer/Reinhardt) ließen die Party im Bad Nauheimer Vorort beginnen. Mannschaftsführer Joscha Müller sagte: »Wir haben bis 5 Uhr morgens gefeiert. Wir waren zwar nicht die beste Mannschaft der Klasse, aber wir waren fast immer komplett. Deswegen haben wir den Aufstieg auch verdient. Für mich war es die beste Runde, die ich bisher in Steinfurth mitspielen durfte«.

SG Wolferborn - TSV Butzbach 5:9: Da es für die Wolferborner noch gegen den Abstieg ging, konnten die Butzbacher doch noch kurzfristig auf Sascha Groß zurückgreifen, der seine beruflichen Verpflichtungen anderweitig regeln konnte. Dies war für den TSV-Erfolg letztlich auch entscheidend, denn die Gastgeber haben sich richtig gewehrt. Die Gäste stellten ihre Doppel gut auf, sodass Krendl/Groß (gegen Burkard/Windirsch), Löffler/Gilbert (gegen Malik/Rösler) und Nicolaizik/Wolf (13:11 im fünften Satz gegen von der Lippe/Landmann) gleich für eine beruhigende 3:0-Führung sorgen konnten. Kevin-Falco Krendl (gegen Dirk Burkard) und Jonas Nicolaizik (gegen Hamood Malik) unterlagen zwar anschließend, doch Christian Löffler (15:13, 11:8, 11:8 gegen Sven Windirsch) und Sascha Groß (gegen Klaus von der Lippe) transportierten den TSV-Vorsprung. Lukas Wolf (8:11, 8:11, 14:12, 15:17 gegen Björn Landmann) verlor dann zwar, doch Andreas Gilbert (8:11, 2:11, 11:4, 11:8, 11:9 gegen Andre Rösler) und Löffler (gegen Burkard) brachten den Gast endgültig auf die Siegerstreaße. Krendl (10:12, 10:12, 11:9, 14:12, 9:11 gegen Windirsch) und Nicolaizik (gegen von der Lippe) mussten sich in der Folge zwar noch geschlagen geben, doch Groß (gegen Malik) und Gilbert (12:10, 11:9, 11:13, 11:8 gegen Landmann) sicherten dem Gast zumindest die Teilnahme an der Aufstiegs-Relegation.

SG Bauernheim - TTG Bad Nauheim 5:9: Die Aufholjagd der Bad Nauheimer kam zu spät. Zudem leisteten die Bauernheimer noch einmal ordentlich Widerstand gegen die Kurstädter, bei denen Schmirler und Hettyey fehlten. Da die TTG durch Daxer/Jasper (10:12, 12:10, 16:14, 7:11, 15:13 gegen Tries/Klein), Dr. Wengorz/Hellner (gegen M. Schultheis/Kopsch) und Heisig/Ziegler (12:10, 11:9, 7:11, 6:11, 11:5 gegen Fuchs/L. Schultheis) aber alle drei Eröffnungsdoppel gewinnen konnte, war der Gesamtsieg nie so richtig in Gefahr. Die Gastgeber konnten aber immerhin fünf Punkte durch Matthias Schultheis (gegen Dr. Lars Wengorz und Peter Daxer), Ernst Tries (9:11, 11:8, 14:12, 4:11, 11:9 gegen Dr. Wengorz), Alexander Fuchs (gegen Markus Hellner) und Lukas Schultheis (gegen Henrik Jasper) erzielen. Die Gäste-Zähler im Einzel holten Daxer (gegen Tries), Volker Heisig (11:4, 10:12, 14:12, 10:12, 13:11 gegen Martin Klein und gegen Fuchs), Hellner (gegen Klein) und Bertram Ziegler (gegen L. Schultheis und Luca Kopsch).

TTG Ober-Mörlen - TTC Assenheim II 4:9: Die Assenheimer waren heilfroh, dass sie nach der Wolferborner Niederlage nicht mehr punkten mussten in Ober-Mörlen, sodass eine insgesamt verkorkste Saison doch noch versöhnlich endete. »Wir wollten eigentlich vorne mitspielen«, sagte Albrecht Papp, »doch die Leistungen einiger Akteure war einfach nicht so wie erwartet«. In Ober-Mörlen demonstrierten die ohne Weitzel angetretenen Niddataler endlich einmal ihre Möglichkeiten, denn sie ließen nur vier Zähler der Gastgeber durch Metz/Wiedlocha (gegen Dallwitz/Helfrich), Schömel/Reiter (gegen Reglin/Interthal), David Wiedlocha (gegen Dirk Dallwitz) und Arne Koop (gegen Celine Interthal) zu. Für den Sieg der Gäste zeichneten Hessel/Papp (gegen König/Koop), Peter Hessel und Albrecht Papp (jeweils gegen Felix König und Torsten Metz, wobei Hessel gegen König mit 12:10, 12:10, 11:9 gewann), Dallwitz (gegen Marc Schömel), Ralph Reglin (12:10 im fünften Satz gegen Wiedlocha und gegen Schömel) und Sebastian Helfrich (gegen den für Szymanski spielenden Christian Reiter) verantwortlich.

SV Fun-Ball Dortelweil - TV Gelnhaar 9:4: Gelnhaar spielte wieder ohne Pascher, Siebenlist und Jünglig, sodass die Dortelweiler fast nur gegen Marcel Ammersbach (Frank Seedorff und Frederik Sagermann im Einzel sowie Seedorff/Sagermann im Doppel 8:11, 11:6, 13:15, 11:9, 7:11 gegen Ammersbach/Ernst) drei Punkte abgeben mussten. Ansonsten verlor noch lediglich Oliver Irrgang (gegen Jürgen Bach). Um den Sieg der Gastgeber machten sich Irrgang/Wehr (gegen Bach/Beetz), Linne/Anft (gegen Moskal/Henrich), Seedorff (gegen Dieter Ernst), Sagermann (gegen Ernst), Irrgang (gegen Dietmar Beetz), Carsten Linne (gegen Bach und Beetz), Mirco Anft (gegen Beate Henrich) und Stephan Wehr (gegen Grzegorz Moskal) verdient.

TV Gedern - TTC Dorheim II 8:8: Gedern spielte ohne Hirth, Rüb und T. Naumann, bei Dorheim fehlten Kraus und Siemsen. Und die Gäste lagen nach nur einem Sieg von Brandt/Becker (gegen J. Naumann/Ackermann) sowie Niederlagen von Mlakar/Bergmann (gegen Seipel/Kneip), Reichert/Schroeder (gegen Diehl/Diehl), Jens Becker (5:11, 11:8, 8:11, 11:5, 8:11 gegen Laurenz Kaspar Seipel), Claudius Brandt (9:11, 8:11, 11:5, 11:8, 9:11 gegen Dennis Kneip) und Matthias Bergmann (gegen Jonas Naumann) bereits mit 1:5 im Rückstand. Mario Mlakar (5:11, 11:8, 11:9, 11:9 gegen Matthias Diehl) gewann dann zwar, doch Marc Schroeder (gegen Christoph Diehl) verlor schon zum 2:6. Stefan Reichert (gegen Marc Ackermann), Brandt (12:10 im fünften Satz gegen Seipel), Becker (11:9, 10:12, 11:5, 9:11, 11:6 gegen Kneip) und Mlakar (gegen J. Naumann) brachten die Gäste aber doch wieder ins Spiel zurück. Bergmann (gegen M. Diehl) und Reichert (gegen C. Diehl) gaben dann zwar ihre Partien zum 6:8 ab, ehe Schroeder (gegen Ackermann) und Brandt/Becker (12:14, 10:12, 11:9, 11:9, 11:9 gegen Seipel/Kneip) für den 8:8-Endstand sorgten.

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