20. Januar 2017, 22:44 Uhr

Sarault führt EC Bad Nauheim zum Sieg

(mn). Am Ende zählten die Punkte. Sonst nichts. Bad Nauheim erhielt drei Zähler. Crimmitschau ging leer aus; wie so oft, wenn die Sachsen in dieser Saison auswärts antreten. Mit 4:2 (1:0, 0:0, 3:2) siegten die Roten Teufel gegen das Tabellenschlusslicht der Deutschen Eishockey-Liga 2..
20. Januar 2017, 22:44 Uhr
Die frühe Führung für den EC Bad Nauheim: Der aufgerückte Verteidiger Marcus Götz trifft nach Querpass von Charlie Sarault (nicht im Bild) gegen Ryan Nie im Tor der Eispiraten Crimmitschau. (Foto: O)

1611 Zuschauer im Colonel-Knight-Stadion bildeten bei eisigen Temperaturen Saison-Minuskulisse an einem Wochenend-Spieltag. Sie sahen zwei Mannschaften auf Augenhöhe; und zwar auf unterstem Zweitliga-Niveau. Die ersten 40 Minuten seien ein wenig wild gewesen, resümierte dann auch Petri Kujala, der Coach der Hessen. »Wichtig war, dass die Mannschaft ihren Willen gezeigt und die Punkte auch mitgenommen hat.«

Das Spiel der Gastgeber lebte von zwei Faktoren. Zum einen von der Leistung von Torwart Jan Guryca, zum anderen von der Reihe um Neuzugang Charlie Sarault, der seinen Vorgänger Juuso Rajala schnell vergessen lassen konnte und vom Publikum als neuer Liebling feiert wurde. Alle vier Treffer gingen auf das Konto des nominiell zweiten Blocks um Sarault. Zweimal traf der Kanadier selbst (45./52.) und bereitete dazu die Treffer der Verteidiger Marcus Götz (2.) und Joel Johansson (57./in Überzahl) vor.

Die Erste-Reihe-Außenstürmerposition von Andreas Pauli, der das Krankenhaus inzwischen verlassen hat, wurde von Dominik Meisinger übernommen. Der dritten Block wurde von Steve Slaton, einem gelernten Verteidiger, als Center geführt. Neben Mikko Rämö (Tribüne) blieben auch Marc Kohl und Dominik Lascheit ohne Eiszeit.

Bad Nauheim begann druckvoll, übernahm die Führung nach 86 Sekunden, passte sich dann aber auch rasch den erschreckend schwachen Gästen an, die durch frühes Stören die Roten Teufel doch empfindlich aus dem Konzept brachten, ohne daraus allerdings Kapital zu schlagen. Hätte es nach 40 Minuten 6:5 oder 8:7 gestanden - es hätte angesichts der Chancen, die auf beiden Seiten fahrlässig zugelassen worden waren, niemanden gewundert. Jan Guryca und Ryan Nie, die beiden Torleute, konnten aber entweder die Fehler der Vorderleute ausbügeln oder profitierten von der Abschlussschwäche auf beiden Seiten. Knapp mit 1:0 führte Bad Nauheim nach zwei Dritteln.

Als Sarault per Doppelschlag binnen sieben Minuten - darunter eine starke Sololeistung - erhöhte hatte, schien die Partie gelaufen. Als dann aber Ex-DEL-Profi Ivan Ciernik verkürzt und Bad Nauheim im Anschluss sich die nahezu schon gewohnte Strafe in der Schlussphase eingehandelt hatte, hätte es tatsächlich noch einmal eng werden können (55.). Es passt aber zum Tabellenposition der Gäste, dass sie sich durch eine Hinausstellung selbst einer realistischen Chance auf ein glückliches Ende beraubten.

EC Bad Nauheim: Guryca - Gerstung, Kranjc, Johansson, Götz, Ketter, Mannes, Kohl - Frosch, Dineen, Meisinger, Alanov, Sarault, Krestan, Lange, Slaton, Hofland, Lascheit.

Eispiraten Crimmitschau: Nie - Pozivil, Olleff, Schietzold, Walsh, Tramm, Halbauer - Ciernik, Lucenius, Gollenbeck, Pinizzotto, Lee, Keil, Guts, Pohl, Schlenker.

Steno: Tore: 1:0 (2.) Götz (Sarault, Alanov - 4-4), 2:0 (45.) Sarault (Krestan, Alanov), 3:0 (52.) Sarault (Götz, Johansson), 3:1 (55.) Ciernik (Lee, Walsh), 4:1 (57.) Johansson (Krestan, Sarault - 5-4), 4:2 (59.) Tramm (Povizil (Pohl). - Schiedsrichter: Alfred Hascher. - Strafminuten: Bad Nauheim 10, Crimmitschau 8. - Zuschauer: 1611.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Deutsche Eishockey-Liga
  • EC Bad Nauheim
  • Juuso Rajala
  • Petri Kujala
  • Michael Nickolaus
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos