Lokalsport

Runderneuert in schwere Saison

Mit einem stark veränderten Gesicht geht der FV Bad Vilbel in sein drittes Jahr in der Fußball-Hessenliga. Fast eine komplette Mannschaft, darunter auch viele wichtige Stammspieler, haben den Club vom Niddasportfeld verlassen. Am Montagabend konnte Trainer Amir Mustafic, der mittlerweile in sein neuntes Jahr bei den Brunnenstädtern geht, 24 Akteure zum Trainingsauftakt auf dem Hauptplatz begrüßen, 14 Fußballer davon waren neu oder sind zum Verein zurückgekommen.
21. Juli 2020, 20:00 Uhr
ACE
Mit 24 Spielern ist Hessenligist FV Bad Vilbel am Montagabend in die Saisonvorbereitung gestartet. (Foto: Acebes Gonzalez)

Mit einem stark veränderten Gesicht geht der FV Bad Vilbel in sein drittes Jahr in der Fußball-Hessenliga. Fast eine komplette Mannschaft, darunter auch viele wichtige Stammspieler, haben den Club vom Niddasportfeld verlassen. Am Montagabend konnte Trainer Amir Mustafic, der mittlerweile in sein neuntes Jahr bei den Brunnenstädtern geht, 24 Akteure zum Trainingsauftakt auf dem Hauptplatz begrüßen, 14 Fußballer davon waren neu oder sind zum Verein zurückgekommen.

Der Verlust so vieler Stammkräfte war gewiss nicht geplant, von anderen Kaderspielern wollte man sich angesichts schwacher Leistungen in der Vorsaison aber bewusst trennen. Schwer wiegen vor allem die Abgänge von Adnan Alik und Maximilian Brauburger, die nun beide ihre Chance beim Regionalligisten FC Bayern Alzenau suchen. Gerne gehalten hätte Mustafic auch den trickreichen Flügelstürmer Farid Affo, der künftig für Ligakonkurrent SC Hessen Dreieich aufläuft. Mit Routinier Jonas Grüter und Topscorer Alexander Bauscher konnte man sich indes nicht über eine weitere Zusammenarbeit einigen. Die restlichen Abgänge wechselten aus unterschiedlichen Gründen in unterklassige Ligen.

Zwei Rückkehrer machen Hoffnung

Teure Neuzugänge aus Profiligen kann und will sich der Verein nicht erlauben - erst recht in der Corona-Krise. Bekanntester Zugang ist Offensivmann Vuk Toskovic, der bis zur Hinrunde der vergangenen Saison beim Lokalkonkurrenten Türk Gücü Friedberg spielte und nach einem kurzen Intermezzo beim SV Pars Neu-Isenburg (Aufsteiger in die Verbandsliga Süd) nun in die Wetterau zurückkommt.

Positiv zu bewerten ist aus Sicht der Brunnenstädter auch die Rückkehr von Torhüter Robin Orband und Mittelfeldspieler Dominik Emmel. Während der Keeper zuletzt aus beruflichen Gründen pausierte, ist Emmel nach einem kurzen Gastspiel bei Verbandsligist SC Hanau 1960 wieder bei den Grün-Weißen.

Mit einem niedrigen Personaletat und dem Einbau zahlreicher junger Talente aus der Rhein-Main-Region will Mustafic um den erfahrenen Kapitän Thorben Knauer ein neues Team aufbauen, das in der 20er Liga wettbewerbsfähig sein soll. »Ich denke durchaus, dass wir eine Chance haben und diese auch nutzen werden«, versprüht der Coach Optimismus und will mit »jungen und hungrigen Spielern angriffslustig auftreten«.

Sorgen bereiten den Verantwortlichen das vom DFB verschickte Hygiene-Konzept, dessen Umsetzung eine Mehrzahl an ehrenamtlichen Helfern bedarf. Bislang verteilen sich die Aufgaben im Umfeld des Spielbetriebes des Wetterauer Hessenligisten aber nur auf sehr wenigen Schultern.

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