14. September 2018, 06:00 Uhr

Ravensburg Towerstars

Ravensburg Towerstars: Investitionen in Oberschwaben

14. September 2018, 06:00 Uhr
Andreas Driendl, der DEL2-Spieler der Saison 2017/18, stürmt künftig für die Ravensburg Towerstars. (Foto: pm/DEL2)

Nach zwei enttäuschenden Spielzeiten mit dem jeweiligen Aus bereits in den Pre-Play-offs haben sich die Ravensburg Towerstars für die neue Saison viel vorgenommen. Dafür wurden prominente Namen verpflichtet. Allerdings verletzte sich der wohl beste Stürmer schon wieder schwer. Deshalb wurde kurz vor Saisonbeginn noch ein ganz erfahrener Finne verpflichtet.

Zugänge/Abgänge: Bitter für die Towerstars war der Abgang des Topscorers Arturs Kruminsch. Elf Tore und 38 Vorlagen gingen auf das Konto des Stürmers, dazu war Kruminsch in der durchwachsenen Saison 2017/18 ein konstanter Lichtblick. Doch Kruminsch, der noch einen Vertrag in Ravensburg hatte, wollte noch einmal seine Chance in der DEL suchen und bat um Freigabe für den Wechsel zu den Krefeld Pinguinen. Der 29-Jährige fällt jetzt allerdings wegen einer Krebserkrankung auf unbestimmte Zeit aus. Nicht mehr bei den Towerstars sind neben Kruminsch auch die Stürmer Brian Roloff (Karriereende), Adam Lapsansky (Karlovy Vara), Carter Proft (Frankfurt), Justin Buzzeo (Sheffield) und Marc Schmidpeter (Landshut) sowie der langjährige Leistungsträger und Publikumsliebling Lukas Slavetinsky. Den Verteidiger soll Pawel Dronia ersetzen, der Frankfurt nach Oberschwaben geholt wurde. Im Sturm sind Olivier Hinse und Robbie Czarnik sowie der nachverpflichtete Ilkka Pikkarainen die neuen Kontingentstürmer. Neu in der Offensive sind auch Thomas Merl und der letztjährige Topscorer der DEL2-Hauptrunde, Andreas Driendl. Ihn bekamen die Towerstars nur, weil der SC Riessersee zwangsabsteigen musste.

Stärken/Schwächen: Die Defensive um die klare Nummer eins Jonas Langmann ist eingespielt. Nur Pawel Dronia kam in der Verteidigung dazu. Das sollte ein Plus sein für die Towerstars. Vom Papier her sind die Ravensburger im Sturm sehr gut aufgestellt. In der vergangenen Saison scheiterten die Towerstars oft an der Chancenverwertung – auch in den bisherigen Testspielen vergaben die Ravensburger zu viele Chancen. Das Powerplay ist noch überhaupt nicht in die Gänge gekommen.

Trainer/Umfeld: Der Trainer ist noch der gleiche, das Umfeld nach zwei enttäuschenden Jahren kritisch geworden. Jiri Ehrenberger und Geschäftsführer Rainer Schan stehen unter Druck. Noch eine Saison mit frühem Ausscheiden können sich die Towerstars nicht leisten. Deshalb wurde durchaus Geld in die Hand genommen, um den Kader zu verstärken. Erfolge wären immens wichtig für die Stimmung. Zuletzt gab es zahlreiche Kritik, als die Ravensburg Towerstars die Kooperation mit dem von vielen Fans verhassten Erzrivalen Schwenninger Wild Wings bekanntgaben.

Fazit/Prognose: Pawel Dronia, Robbie Czarnik, Andreas Driendl: Von den Namen her haben die Towerstars Topleute der DEL2 verpflichtet. Die Verteidigung ist eingespielt, auch das ist ein Plus. Allerdings haben die Testspiele gezeigt, dass noch nicht alles rund läuft. Vor allem in Überzahl schwächelte Ravensburg noch gehörig. Kommen die Towerstars mit ihrer Offensivkraft allerdings ins Rollen, ist mehr drin als die Pre-Play-offs.

Thorsten Kern

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