29. Juni 2020, 07:30 Uhr

Neuer Trainer, viele Veränderungen

Neue Formel für den Erfolg: So stellt sich der FC Karben für die neue Saison auf

Neuer Trainer, neues Team im Hintergrund und ein runderneuerter Kader: Der FC Karben will in der kommenden Saison in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West nichts dem Zufall überlassen.
29. Juni 2020, 07:30 Uhr
Timo Schmidt (links) - hier gegen Dustin Richter im Trikot des SV Teutonia Staden - ist einer von zehn Spieler, die auch weiterhin im Kader des FC Karben steht. (ARCHIVFOTO: NICI MERZ) (Foto: MERZ_N)

Neues Spiel, neues Glück? Nimmt man es ganz genau, verfolgen die Fußballer des FC Karben vor dem fünften Jahr ihres Bestehens exakt diese Devise. Vorbei die turbulenten Zeiten der Anfang März abgebrochenen Saison 2019/2020, die der Nachfolgeverein des KSV Klein-Karben im Seniorenfußball nach einem Trainerwechsel (Thomas Dechant für Harez Habib) und ungewöhnlich vielen Winterabgängen als Aufsteiger in der Gruppenliga Frankfurt-West auf Tabellenplatz 14 beendete, der - wäre die Runde unter normalen Bedingungen über die Bühne gegangen - die sofortige Rückkehr in die Kreisoberliga Friedberg vermutlich gebracht hätte. Doch die Corona-Krise veränderte alles und entfachte nach einer langen Spielpause den Beschluss der Verbands-Verantwortlichen, auf Absteiger zu verzichten.

»Möglichkeiten, die Klasse auch auf regulärem Weg zu halten, waren durchaus vorhanden, zumal der Start ins Jahr 2020 angesichts des 6:2-Sieges am 29. Februar bei der TSG Niederrad nichts zu wünschen übrig ließ. Danach war leider Schluss. Nur gut, dass wir weiterhin Gruppenliga-Status genießen. Ziel ist, uns dort mit einer Mannschaft zu etablieren, in der sich jede Menge junge Spieler bewähren und weiterentwickeln können«, erklärt Ex-Coach Dechant im Brustton der Überzeugung und mit Blick auf die neue Spielzeit. Damit das auch klappt, hat man sich auf dem Günter-Reutzel-Sportfeld in der Zwischenzeit neu sortiert und auf allen Ebenen Fakten geschaffen. Dass dabei vor allem die bestens funktionierende Kooperation mit den Juniorenfußballern des Karbener SV, die dem Gruppenligisten permanenten »Nachschub« garantieren, eine zentrale Rolle spielt, ist unstrittig.

FC Karben: Interimstrainer Thomas Dechant soll im Hintergrund die Fäden ziehen

Neue sportliche Leitung: Dass Thomas Dechant nur bis zum Ende der Saison 2019/2020 als Trainer fungieren würde, stand von vorneherein fest. Es galt also, einen geeigneten Nachfolger zu finden. Bereits Anfang März einigte man sich diesbezüglich mit Karl-Heinz Stete, der bislang als Jugendtrainer bei der TSG Wieseck sowie als Coach des SKV Beienheim (Gruppenliga-Aufstieg) und des FSV Fernwald (Hessenliga-Aufstieg) große Erfolge feiern durfte, auf eine künftige Zusammenarbeit. »Er war unser Wunschkandidat«, sagt Dechant. »Speziell seine Fähigkeit, mit jungen Leuten zu arbeiten, ist für unseren Verein enorm wichtig«, ergänzt Norbert Knödler. Beide, Dechant und Knödler, schlüpften beim FC Karben in die wichtige Rolle der Drahtzieher hinter den Kulissen und teilen sich als Sportliche Leiter die vielfältigen Aufgaben im Hintergrund.

FC Karben: 29 Spieler für die neue Saison

Kaderstrukturen: Im Karbener Lager gilt die Formel »12-7-10« ab sofort als das Maß aller Dinge, denn sie beschreibt den Stoff, aus dem beim FCK die Gruppenliga-Träume sind. Einzeln aufgeschlüsselt bedeutet dies: Der vorläufige Kader umfasst summa summarum 29 Spieler. Zwölf dieser Cracks kommen von den Verbandsliga-A-Junioren des Karbener SV, hinzu gesellen sich mit Kevin Müller und Danilo Bruno (beide 1. FC Rendel), Niclas Müller und Tom Hanf (beide SV Gronau), Christopher Pross (SC Dortelweil), Marvin Glaßl (FC Olympia Fauerbach) und André Neitzert (VfR Ilbenstadt) sieben externe Neuzugänge. Vom »alten« Kader sind zehn Spieler übriggeblieben, darunter mit Egzon Ademi, Ramil Taitschinov, Max Schaar und Thorsten Wellmann erprobte Abwehrkräfte, ferner die im offensiven Mittelfeld beheimateten Sven Schnierle und Timo Schmidt sowie mit Andreas Bartoschek, Leo Bewig, Adrian Wetzel und Leos Hundertmark nicht weniger als vier Keeper. Nicht mehr dabei sind dagegen Moritz Feiler (SC Dortelweil), Pierre Hübsch (Usinger TSG), Tim Schütz, Lars Menzel und Nouh El Maimouni (alle TSG Ober-Wöllstadt) sowie Marcel Hübner (FSV Kloppenheim) und Jannik Jung (Ziel unbekannt).

FC Karben: Trainingsplan bis zum geplanten Saisonstart steht

Fahrplan: Zeiten relativer Ruhe aufgrund der Coronavirus-Pandemie, die auch beim FC Karben niemand gewollt hatte, soll ab dem 2. Juli rege Betriebsamkeit folgen, denn unter der Obhut der Juniorentrainer Mike Zinnecker (Karbener SV U 19) und Thorsten Don (Karbener SV U 17) bestreitet der Karbener Gruppenliga-Kader bis zum Monatsende eine Art Übergangsphase. »Trainiert wird zweimal pro Woche«, verrät Dechant. »Und zwar streng nach Vorschrift, also in Kleingruppen«, erklärt Knödler. Chefcoach Karl-Heinz Stete, derzeit in Kur weilend, steigt dann Ende Juli ins FCK-Boot ein. Unter seiner Regie soll im August mit wöchentlich drei Trainingseinheiten der Feinschliff betrieben und ein möglichst schlagkräftiges Team aus der Taufe gehoben werden, ehe Anfang September der Startschuss für die neue Saison fällt - so zumindest der Plan des Hessischen Fußballverbandes. Diesbezüglich lassen Dechant und Knödler eine gehörige Portion Optimismus erkennen. Jedenfalls erachten beide FCK-Funktionäre den allenthalben geäußerten Wunsch, am ersten September-Wochenende die neue Runde mit dem ersten Spieltag zu beginnen, für durchaus machbar.

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