27. Januar 2020, 20:33 Uhr

Mörlen gewinnt in Butzbach

27. Januar 2020, 20:33 Uhr
Ines Matokovic (HSG Mörlen) hat Leona Geretschläger (r., HSG K/P/G Butzbach) abgehängt und leitet den Gegenstoß ein. FOTOS: RAS

In der Handball-Bezirksoberliga der Frauen hat sich die HSG Mörlen erneut Luft im Abstiegskampf verschafft und im Derby gegen die HSG K/P/G Butzbach den zweiten Sieg in Folge eingefahren. Unterdessen hat die HSG Wettertal durch einen deutlichen 31:19-Auswärtssieg bei der HSG Herborn/Seelbach den fünften Tabellenplatz gefestigt und ist damit weiterhin der beste der vier heimischen Vertreter. Die FSG Gettenau/Florstadt unterlag in heimischer Halle der HSG Fernwald mit 16:22.

HSG K/P/G Butzbach - HSG Mörlen 28:30 (14:17): Die Gäste bestimmten zu Beginn klar die Begegnung und hatten sich bis zur sechsten Minute eine 3:0-Führung erspielt. Es dauerte weitere sechs Minuten, ehe Maren Klarner den ersten Ausgleich für die Gastgeberinnen erzielte (6:6, 12.) und sich ein offener Schlagabtausch entwickelte. Die HSG Mörlen, die aufgrund zahlreicher Ausfälle von sechs Spielerinnen der zweiten Mannschaft unterstützt wurde, konnte sich bis zur 25. Minute (13:13) nicht mehr deutlich absetzen, doch dann sorgten dreimal Lisa Vetter und einmal Gül Ercan für eine komfortable Pausenführung. Nach dem Seitenwechsel gelang es den Schützlingen von Gästetrainer Michael Chadim fast immer, ihr kleines Polster zu verteidigen. Zwar traf Julia Ketter für die Heimsieben noch mal zum Ausgleich (25:25, 46.), aber Mörlen ließ sich nicht unter Druck setzen und hatte in einer spannenden Schlussphase die Nase vorne. »Die Unterstützung unserer Damen II war großartig. Wir haben zusammen gekämpft und uns unterstützt. Toll, wenn das auch belohnt wird«, freute sich Chadim, während Butzbachs Rainer Pfaff resümierte: »Eine Schwächephase zwischen Minute 25 und 30 sowie mangelnde Cleverness haben uns zumindest einen Punkt gekostet. Dennoch hat meine weiterhin ersatzgeschwächte Mannschaft sich im Vergleich zur Vorwoche deutlich gesteigert.«

Michael Chadim ist mittlerweile bei Mörlen offiziell zum hauptverantwortlichen Trainer der ersten Frauenmannschaft bestimmt worden, nachdem er seinen Vorgänger Frank Weidenauer in den ersten Spielen des Jahres lediglich vertreten hatte. Chadim betreut weiterhin auch die Damen II als Coach.

HSG K/P/G Butzbach: Blum, Kammel; Jürges (8), Schepp, Spata, Ketter (9), König (1), Ivenz, Klarner (8/5), L. Geretschläger, Exner (1), Weiskopf (1), C. Geretschläger.

HSG Mörlen: Bruch, Kieninger; Schnoor (1), Lass, Bühler (2), Axmann, Schätzle (1), Matokovic, Albus, Vetter (9/1), Kloppenburg (7), Ercan (1), Dietz (6), Güzelkücük (3).

FSG Gettenau/Florstadt - HSG Fernwald 16:22 (12:8): Die Gastgeberinnen begannen gut und lagen nach drei Minuten mit 3:0 in Front. Nun kamen auch die favorisierten Fernwälderinnen in die Gänge und glichen fünf Minuten später aus (3:3, 8.), doch die FSG blieb spielbestimmend. Schnell war der alte Vorsprung wiederhergestellt (7:4, 12.) und konnte bis zur Pause gehalten werden. Nach dem Wechsel fand die HSG endgültig ins Spiel, während sich bei den Boller-Schützlingen Fehler einschlichen. In der 40. Minute trafen die Gäste zum 13:13 und erzielten kurze Zeit später die erste Führung überhaupt (15:16, 48.), die bis zur 53. Minute auf drei Tore anwachsen sollte (16:19). Die Heimsieben schaffte es nicht, die Partie noch zu drehen. Sie unterlag mit 16:22, was Trainer Marco Boller ärgerte. »Wir haben 40 Minuten eine hervorragende Abwehr- und Torhüterleistung gehabt. Dann haben wir uns blöde, aber berechtigte Zeitstrafen eingefangen, sind in der Abwehr eingebrochen und haben in den letzten zwölf Minuten kein Tor mehr geworfen. Dazukommen viele Fehlwürfe.«

FSG Gettenau//Florstadt: Kappes; Schmeißer, Laura Müller (4), Utzig, Freiter (1), Glaub (2), Bölke (2), Schmidt (2/1), Stiefel, Borst (4), Ende (1).

HSG Herborn/Seelbach - HSG Wettertal 19:31 (7:16): Die Gäste hatten von Beginn an wenig Probleme mit der heimischen HSG und lagen nach elf Minuten bereits mit 6:1 in Führung. Zehn Minuten später traf Alina Rettig zum 11:3, und ihr Team ging weitere zehn Zeigerumdrehungen später mit einer komfortablen 16:7-Führung in die Pause, was einer Vorentscheidung gleichkam. Nach dem Wechsel nahmen die Wettertalerinnen das Tempo nicht raus, im Gegenteil: Die unterlegene Heim-HSG wurde permanent mit mindestens zehn Toren auf Distanz gehalten (10:20, 40.), und Sabrina Reif war es dann, die mit dem 30. Treffer für ihre Mannschaft sogar für eine 15-Tore-Führung sorgte (15:30, 55.). Am Ende gewannen die Schützlinge von Coach Holger Weisel verdient mit 31:19 und sicherten damit einen hervorragenden fünften Tabellenplatz. »Unsere tolle Abwehrleistung in der ersten Hälfte hat uns ein gutes Polster ermöglicht. Wir haben uns dann weiter abgesetzt und auch in der Höhe verdient gewonnen«, resümierte Weisel zufrieden.

Wettertal: Haub, Marsteller; Brückel (7/3), Müll, Rettig (4), Glaum, E. Kerschner (2), Wolfner (2), Exner, Wolf (5), Reif (1), S. Kerschner (5), Kielich (5).

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