31. Mai 2017, 16:00 Uhr

Ungeschlagen

Mit viel Disziplin Titel geholt

B-Liga-Meister Türk Gücü Friedberg II ist in der Saison 2016/17 als einziges heimisches Fußballteam ungeschlagen geblieben. Auch in der nächsten Saison will die Mannschaft Großes erreichen.
31. Mai 2017, 16:00 Uhr
Souveräner B-Liga-Meister: Die Mannschaft von Türk Gücü Friedberg II. (Foto: pv)

Mit einer beeindruckenden Bilanz beendete die Verbandsliga Reserve von Türk Gücü Friedberg die Saison. In 30 Spielen holte man 82 Punkte und erzielte 108 Tore. Dass das Team von Trainer Emir Mujdza dennoch so lange um die Meisterschaft zittern musste, lag an der Stärke des einzigen ernstzunehmenden Verfolgers, der FSG Burg-Gräfenrode. Der Vizemeister brachte es gar auf 135 Treffer und hatte am vorletzten Spieltag im direkten Aufeinandertreffen der Top-Teams die Chance, den Titelkampf wieder spannend zu machen. Tür Gücü gewann aber auswärts mit 3:1 und sicherte sich vorzeitig den Titel. Da Burg-Gräfenrode die Runde mit einem 1:1 bei der TSG Ober-Wöllstadt II abschloss und der Meister beim VfB Friedberg II mit 8:2 gewann, trennten beide Teams am Saisonende zehn Zähler voneinander. Olcay Sancar erzielte im Friedberger Derby sechs Tore und überholte die bis dahin in der Torschützenliste vor ihm liegenden Burg-Gräfenrodener Raphael Meyerhöfer und Benjamin Münch. Mit 30 Treffer schloss der Torjäger eine überragende Saison ab. Die Saisonstatistik der Kreisliga B Süd weist Türk Gücü II sowohl als beste Heim- als auch als beste Auswärtsmannschaft aus. Zudem war der Meister das erfolgreichste Team in der Hin- sowie in der Rückrunde. Zudem ließ der Meister nach dem FC Massenheim II die wenigsten Gegentreffer (29) zu. Allerdings spielte Massenheim nicht so konstant und hatte am Ende 17 Punkte Rückstand auf Türk Gücü Friedberg II.

Am vierten Spieltag erklommen die Kreisstädter den zweiten Tabellenplatz und lösten am neunten Spieltag die FSG Burg-Gräfenrode an der Spitze ab. Seine Tabellenführung sollte das spielstarke Team im weiteren Saisonverlauf nicht mehr hergeben. Im Umfeld der Friedberger Mannschaft herrschte durchgehend viel Optimismus und Selbstbewusstsein. »Wer Zweiter, Dritter oder Vierter wird, ist uns egal. Platz eins geht auf jeden Fall an uns«, hatte Friedbergs Spielausschussvorsitzender Muhammed Altuncicek vor dem entscheidenden Match in Burg-Gräfenrode zu Protokoll gegeben.

Ausgeprägter Teamgeist

Bereits in den vorherigen Spielzeiten hatte Türk Gücü II den Aufstieg ins Visier genommen. Zu Saisonbeginn sah es oft nach einem erfreulichem Saisonverlauf aus, doch in den Rückrunden schwächelte das Team. In der Saison 2016/17 wollte man konstanter agieren – und das mit Spielern, die in der Wetterau ihre Wurzeln haben. Eine eingeschworene Truppe mit ausgeprägtem Teamgeist wollte man ins Rennen schicken – und das gelang. »Die Mannschaft hat mit Herz und Liebe gespielt. Zudem haben sich die Jungs untereinander sehr respektiert. Das war wichtig für den Erfolg«, meint Altuncicek. Ein Vorteil war zudem, dass die Mannschaft vom Verletzungspech verschont blieb. Außerdem agierte das Friedberger Team auf dem Platz sehr souverän und diszipliniert. Man hielt sich an die Vorgaben, die ihnen mit auf den Weg gegeben worden waren.

»Lasst während des Spiels die anderen reden, wir reden nach dem Spiel« – mit diesen Worten beschreibt Altuncicek die Order. Geredet wurde bei Türk Gücü II allerdings auch in den Halbzeitpausen. Olcay Sancar etwa fungierte in der Kabine als Motivator, quasi als verlängerte Arm von Trainer Emir Mujdza. Verlassen konnte sich die Friedberger Mannschaft, die in der Spielzeit 2016/17 sage und schreibe 26 Siege feierte und nur viermal Remis spielte, auf ihr Umfeld. Der Vorstand des Vereins um Ramazan Kaplan sowie der Spielausschuss und der Trainer zogen an einem Strang und ordneten dem großen Ziel alles unter. Mit dem Aufstieg und einem damit verbundenen stärkerem Unterbau sollte schließlich die Verbandsliga-Mannschaft gestärkt werden.

Neben dem 22-jährigen Olcay Sancar, der aus beruflichen Gründen eine Auszeit nimmt, wird auch Torwart Louis Korn (wechselt zu den Sportfreunden Oberau) den Friedbergern in der nächsten Saison nicht zur Verfügung stehen. Der Kern des Teams soll aber zusammenbleiben, und drei bis vier neue Spieler sollen dazu stoßen. Der Saison 2017/18 in der A-Liga blickt Muhammed Altuncicek zuversichtlich entgegen: »Wir wollen noch einmal hoch««, sagt der Spielausschussvorsitzende und schiebt schmunzelnd nach: »Unsere erste Mannschaft sollte aufpassen, dass wir sie nicht überholen«.

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