11. Juli 2017, 20:46 Uhr

Ironman in Frankfurt

»Mit Gartenschlauch durch den Marathon geholfen«

11. Juli 2017, 20:46 Uhr
Patrick Kaurisch

Patrick Kaurisch, Erster Vorsitzender von Triathlon Wetterau, hat den Ironman in Frankfurt auf Platz elf in der Altersklasse M60 beendet. Er erreichte am Sonntag nach 11:41:29 Stunden das Ziel auf dem Römerberg und blieb somit deutlich unter der magischen Zwölf-Stunden-Marke. Am Samstag hatte Kaurisch seinen 60. Geburtstag gefeiert und beschenkte sich selbst, als er einen Tag später unter dem Applaus der zahlreichen Zuschauer über den roten Teppich lief.

Herr Kaurisch, Ihren wie vielten Ironman haben Sie am Sonntag absolviert?

Patrick Kaurisch: In Frankfurt war ich das vierte Mal dabei. Insgesamt war es aber meine neunte Langdistanz. Meine Bestzeit in Frankfurt liegt bei 10:42 Stunden, allerdings ist das schon einige Jahre her.

Wie haben Sie sich das Rennen eingeteilt?

Kaurisch: Da ich im Vorfeld aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit – ich bin oft unter der Woche für mehrere Tage unterwegs – hauptsächlich nur an den Wochenenden hohe Umfänge trainieren konnte, bin ich den Ironman bewusst locker angegangen, Ein Zeitziel habe ich mir nicht gesteckt. Mit 1:14:57 Stunden für die 3,8 Kilometer im Langener Waldsee bin ich schneller als erwartet geschwommen. Auf dem Rad habe ich mich bewusst zurückgehalten. Allerdings musste ich auf den vier Laufrunden am Main meine letzten Körner geben. Ich habe im Training lediglich drei Läufe knapp über 20 Kilometer absolviert, daher haben dann einfach die Kräfte gefehlt. Geholfen hat mir auf jeden Fall, dass es an jeder Verpflegungsstation ausreichend Getränke und Kühlmittel wie etwa Eiswürfel oder Salz in gelöster Form zur Vorbeugung gegen Krämpfe gab. Sehr unterstützt haben uns die vielen freiwilligen Helfer, die uns unterwegs mit der kühlenden Dusche aus dem Gartenschlauch durch den Marathon geholfen haben.

Was war ihr schönste Erlebnis während des Wettkampfes?

Kaurisch: Es gab nicht nur ein schönes Erlebnis, sondern mehrere! Zum einen möchte ich die Unterstützung durch meine Familie und Freunde an der Strecke nennen. Sie hatten ebenfalls einen langen, heißen Tag. Zum anderen hat es mich beim Laufen beflügelt, jüngere Vereinskameraden zu überholen. Es war ja mein Wunsch, noch einmal am Römer zu finishen. Denn wer weiß, ob gesundheitlich ein weiterer Start möglich sein wird. Man wird ja nicht jünger.

Was sind Ihre sportlichen Ziele für die nächsten drei Monate?

Kaurisch: Erst einmal freue ich mich darauf, im Training wieder mein bequemes Rennrad benutzen und das Zeitfahrrad im Keller lassen zu können. Ich möchte locker trainieren und bei einem Rotwein in den nächsten Wochen die Regenerationszeit genießen. Vielleicht fahre ich im September noch einmal einen Radmarathon, aber noch steht nichts fest. Im August begleite ich als Coach meine Frau Regina, die bei den deutschen Meisterschaften über die Mitteldistanz starten wird. (Foto: web)

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