26. Januar 2017, 07:05 Uhr

Abgeräumt

Medaillenregen für Wetterauer

13 Medaillen holten die Leichtathleten der LG Ovag Friedberg-Fauerbach bei den Hessischen Hallenmeisterschaften der Aktiven und der U16 am Wochenende in Frankfurt-Kalbach.
26. Januar 2017, 07:05 Uhr
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Von Tanja Weber

Die TSVler dominierten mit Medaillenrängen den Staffelbereich, Steven Müller und Anna Hülsmann liefen über 200 bzw. 400 Meter zu Gold. Auch der Nachwuchs aus der Kreisstadt wusste in Kalbach zu überzeugen. Die 15-jährige Lara Tortell vom TV Rendel setzte sich in der U18 die Krone über 200 Meter und 400 Meter auf und überzeugte mit sehr starken Zeiten. Und ihr Bruder Marc Tortell erntete bei seinen ersten Meisterschaften in der Erwachsenenklasse Medaillen über 800 und 1500 Meter.

 

Vier Titel gehen an die

 

Die LG Ovag Friedberg-Fauerbach hatte ordentlich Grund zu jubeln. Vier Titel und fünf weitere Medaillen sicherten sich die Kreisstädter. Vor allem die Staffeln des Traditionsvereins trumpften auf, holten in allen Altersklassen Edelmetall. »Andere Vereine würden sich die Finger danach lecken, so viele erfolgreiche Staffeln an den Start bringen zu können wie wir«, freute sich Leistungssportchef Volker Weber über die Vorstellungen. Aber auch im Einzel waren die LG-Athleten stark: Steven Müller gewann die Goldmedaille über 200 Meter bei den Männern. Er setzte sich in 21,64 Sekunden gegen die starke Konkurrenz durch. Teamkollege Lars Hieronymi wurde in 21,92 Vierter, Robin Flach kam auf Platz zwölf (23,66), Clint Dotzert auf Platz 14.

Auch über 60 Meter gab es für die Kreisstädter eine Medaille: Hieronymi ersprintete Rang drei in Bestzeit von 6,90. Knapp hinter ihm kam Steven Müller in 6,96 als Fünfter ins Ziel. Eine weitere Medaille gab es über 4x 200 Meter. Das Quartett in der Besetzung Müller, Hieronymi, Flach und Dotzert kam in 1:29,14 Minuten nur eine winzige Hundertstel hinter den Siegern aus Wiesbaden ins Ziel und holte die Silbermedaille.

Pech hatte Teetje Thomas, der im Stabhochsprung mit 4,00 Metern Vierter wurde. Am Ende hatte er nur einen Fehlversuch mehr als der Bronzegewinner. Über die doppelte Hallenrunde gingen Clint Dotzert (54,90/12.) und David Michel (56,60/13.) an den Start. Große Erfolge feierten die Fauerbacher Frauen mit der Staffel. Die erste Besetzung mit Anna Hülsmann, Alina Schneider, Gesa Kratzsch und Abike Tabel erreichte nach 1:42,70 Minuten das Ziel und holte Gold. Riesenjubel gab es aber auch bei Selina Weber, Milena Garhamer, Dana Prada und Elena Rieschel, die in 1:49,53 zu Bronze liefen.

Eine weitere Medaille holte Kratzsch über 60 m Hürden. Im Finale sprintete sie in 8,66 zu Silber. Mit einer guten Leistung von 6,14 m im Weitsprung fuhr Kratzsch zudem einen vierten Platz ein. Einen tollen Lauf erwischte Staffelsiegerin Hülsmann auch über 400 m. In Bestzeit von 58,81 wurde sie hessische Hallenmeisterin. Ebenfalls eine klasse Leistung zeigte Rieschel als Sechste in 63,86. Dieselbe Platzierung erzielte Hülsmann über 200 m (25,81). Hier kam Weber auf Rang 13 (27,63). Über 800 m um eine Sekunde an Bronze vorbei lief Sophie Burkhardt. Ihre Zeit im Ziel: 2:18,54 Minuten. Pech hatte auch Schneider über 60 m. Sie rannte ihren Zwischenlauf in 8,07 und schied aus. Im zweiten Zwischenlauf hätten 8,07 genau zum Weiterkommen gereicht.

 

Nachwuchs aus der

 

Für Begeisterung sorgten auch die Nachwuchstalente aus der Kreisstadt. In der weiblichen U18 lief die 4x-200-Meter-Staffel mit Anne Schröder, Wiebke Linek, Fabienne Fliedner und Lilli Thomalla ungefährdet in 1:45,72 Minuten zum vielumjubelten Sieg. Dazu konnte sich Eva Harr über Bronze über die 400-Meter-Distanz freuen. Harr finishte die zwei Hallenrunden in Bestzeit von 59,81 und wurde Dritte.

Eine tolle Leistung lieferte auch Staffelsiegerin Schröder ab. In 7,95 lief sie im Finale über 60 m so schnell wie nie zuvor, wurde viertbeste Hessin – und das gegen die teilweise zwei Jahre ältere Konkurrenz. Fliedner lief im Zwischenlauf über 60 m in 7,98 Bestzeit, wurde im Finale dann in 8,03 Sechste.

Ihre Teamkolleginnen Thomalla, Wiebke Linek und Elena Rieschel kamen im Vorlauf auf 8,34, 8,33 bzw. 8,51 Sekunden. Nah ran an die Medaillen lief Anne Schröder über 200 m. Sie wurde in 26,16 Fünfte. Alexandra Göller finishte die Hallenrunde in 27,36 (Platz 14), Eva Harr direkt dahinter in 27,56. Eine gute Platzierung erreichte Amrei-Rieke Thomas im Stabhochsprung der U18. Mit übersprungenen 2,50 m hieß es am Ende Platz fünf für sie. Lilli Thomalla sprintete die 60 Meter Hürden im Vorlauf in 9,33, und Sayana Wilhelm sprang gegen die viel ältere Konkurrenz 4,20 m weit. Einziger Teilnehmer in der männlichen U18 war aus Kreisstädter Sicht Alexander Decher. Er lief über 60 m nach starken 7,27 im Zwischenlauf ins Finale durch. Dort steigerte er sich erneut, erzielte mit 7,25 eine Hallenbestzeit und wurde sehr guter Vierter.

 

TV Rendel: 15-jährige

 

Nachdem sie am Vor-Wochenende bei den U20-Hessenmeisterschaften in Hanau bereits die 800 m gewonnen hatte, verzichtete die noch 15-jährige Lara Tortell in der Altersklasse U18 auf den Start über ihre Stammstrecke – und konzentrierte sich stattdessen auf die langen Sprintstrecken 200 und 400 Meter, um vor den Deutschen Hallenmeisterschaften am 25./26. Februar in Sindelfingen noch wertvolle Schnelligkeitsimpulse zu erhalten. Sowohl über 200 m (25,83) als auch tags zuvor über 400 m (58,24) düpierte Tortell die hessische Sprintelite, setzte sich jeweils an die Spitze des Klassements und feierte schließlich im jungen Alter bereits die Hessenmeistertitel Nr. 19 und 20. Vor allem ihre 400-Meter-Zeit lässt aufhorchen, hätte sie doch mit dieser Zeit selbst die Konkurrenz der Frauen gewonnen. Der Blick von Lara Tortell und ihrer Trainer und Eltern Uta und Enrique Tortell geht nun Richtung Glaspalast Sindelfingen zur U20-Hallen-DM. Fest eingeplant: Der Start über ihre Spezialdistanz 800 m.

Vier Jahre älter und ähnlich erfolgreich ist Laras Bruder Marc, der im vergangenen Jahr Deutscher 3000-Meter-Hallenmeister der U20 wurde. Seit Neujahr in der Erwachsenenklasse angekommen, hängen für ihn die Trauben in diesem Jahr besonders hoch. In Kalbach ging er über die beiden Mittelstrecken 1500 Meter (Samstag) und 800 Meter (Sonntag) an den Start und traf auf starke Teilnehmerfelder. Er bestritt beide Rennen aktiv und mutig und war jeweils für die entscheidende Tempoverschärfung in seinem Lauf verantwortlich. Damit sicherte und verdiente er sich jeweils einen Platz auf dem Podest: Der Silbermedaille über 1500 m in 3:56,54 folgte Bronze über 800 m in 1:53,81, jeweils mit nur einer knappen Sekunde hinter Gold. Mit seinen Teamkollegen Sebastian Reuel, Tim Berberich und Espen Wick in der 4x-200-Meter-Staffel des TV Rendel erreichte Marc Tortell zudem noch Platz sieben in 1:35,68 und damit seine dritte Urkunde des Wochenendes.

Keine Medaillen vergeben wurden im Stabhochsprung der Frauen, da weniger als die vorgegebene Mindestanzahl von drei Athletinnen am Start waren. Betroffen hiervon war die U20-Hessenmeisterin von 2016, Verena Roth, die in einer One-Lady-Show zwar 3,15 m übersprang, jedoch nur ihren Wettbewerb, nicht aber die erhoffte Goldmedaille gewann. Unter den besten Acht platzierte sich auch Espen Wick über 60 m Hürden als Sechster in 8,60 und deutete seine verbesserten Kraftwerte zumindest an, als er nach der ersten Hürde sogar in Front lag und als Erster landete – bevor er dann allerdings zu nah an die folgende Hürde kam und seinen Vorwärtsdruck einbüßte.

Weitere Ergebnisse: Männer, 60 m: Espen Wick 26. (7,54). – wU18: 60 m: 34. Lara Tortell (8,35); Weitsprung: 13. Lara Tortell (4,92 m).

 

TV Assenheim: Macker starke Vierte

 

Mit drei Aktiven – und alle in der Altersklasse hochgemeldet – ging der TV Assenheim in Kalbach an den Start. Michelle Macker erreichte über 200 m in 25,30 Sekunden direkt hinter der WM-Vierten im Siebenkampf von 2013, Claudia Salman-Rath, einen hervorragenden vierten Platz. Im Vorlauf über 60 m lief sie 7,87 und erreichte in 8,01 zufrieden den Endlauf. Hier behauptete sie sich unter der starken hessischen Konkurrenz und Olympiateilnehmerin Lisa Mayer in 7,91 und landete auf Platz sieben. Tobias Trupp erreichte in 22,52 über die Hallenrunde Platz sechs, auch er lief nach guter Vorlauf- (7,23) und Zwischenlaufzeit (7,13) im Finale über 60 m in 7,15 auf Platz sieben. Leonie Heuser steigerte sich über 200 m auf 27,18 (Platz 13).

 

LSC Nauheim: Grüsing Sechster

 

Justus Grüsing ging als einziger Akteur des LSC Bad Nauheim im Hochsprung der männnlichen Jugend U18 an den Start. Leicht grippegeschwächt, gelang ein guter Einstieg in den Wettkampf. In der Folge jedoch trübten ungewöhnliche technische Fehler den guten Auftakt. Dies führte zu für ihn mäßigen 1,65 m (bei einer Bestleistung von 1,75 m) und im Endergebnis zu einem sechsten Platz.

 

Weitere Ergebnisse

 

Männer, 400m: 10. Torben Jungclaus 54,48 Sekunden, 11. Max Wilcke (beide TG Groß-Karben) 54,80. – mU18, 200m: 9. Linus Krüger (SV Fun-Ball Dortelweil) 25,33; Hochsprung: 6. Justus Grüsing (LSC Bad Nauheim) 1,65 m - wU18, 200 m: 20. Lara Rühl (SV Fun-Ball Dortelweil) 28,86; 4x 200 m: 10. SV Fun-Ball Dortelweil (Rühl, Weisenstein, Krüger, Blawert) 1:56,44 Minuten; Weitsprung: 10. Malin Stavenow (TG Groß-Karben) 5,08 m.



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