21. Juni 2017, 12:00 Uhr

Überzeugend

Marc Tortell bei U23-DM auf Platz vier

Marc Tortell vom TV Rendel erreichte bei den Deutschen Meisterschaften der Leichtathleten in der U23-Klasse Rang vier. Insgesamt hatten sich vier Wetterauer für die Titelkämpfe qualifiziert.
21. Juni 2017, 12:00 Uhr
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Von Tanja Weber
Marc Tortell läuft bei den U23-Meisterschaften in Leverkusen seine zweitbeste Zeit über 800 Meter und wird Vierter. (Foto: pv)

LG Friedberg-Fauerbach: Lars Hieronymi hat den zwölften Platz über 200 Meter belegt. Damit verpasste er seine Zielsetzung, unter die Top Acht zu kommen. Für Gordon Porsch lief das Comeback alles andere als erfolgreich, der Stabhochspringer musste ohne gültigen Versuch die Anlage verlassen.

Hieronymi hatte die 100 Meter zum Aufgalopp genutzt und seine gute Form mit einer Bestzeit unter Beweis gestellt. In 10,82 Sekunden war er sechs Hundertstel schneller als bei seinem bisherigen Hausrekord. Damit reichte es zwar »nur« zu Platz 17, dennoch war der Student zufrieden. »Die 200 Meter sind meine Paradestrecke. Das Ergebnis ist absolut in Ordnung«, sagte er. Damit festigte er Platz vier in der hessischen Bestenliste hinter Vereinskollege Steven Müller (10,41 sec) sowie den Ex-Fauerbacher Michael Pohl (10,37 sec) und Florian Daum (10,52 sec).

Ziel verpasst – Position gefestigt

Über 200 Meter kratzte Hieronymi im Vorlauf an seiner Bestzeit von 21,50 Sekunden, nur sechs Hundertstel war er langsamer. Um in das A-Finale der besten sechs Sprinter zu kommen, hätte er jedoch seinen Vorlauf gewinnen müssen. Dies war gegen den starken Leverkusener Kai Köllmann (21,33 sec) nicht möglich, sodass der Fauerbacher als schnellster Läufer ins B-Finale rutschte. Seine Zielsetzung dort: Platz sieben verteidigen. Da das Feld jedoch eng beisammen lag, war dies für den Schützling von Volker Weber kein leichtes Unterfangen. Bei 3,2 Meter pro Sekunde Rückenwind lief Hieronymi 21,46 Sekunden und damit zu einer inoffiziellen Bestzeit, damit wurde er jedoch Letzter im B-Finale. Dies bedeutete in der Endabrechnung Rang zwölf. Zu Platz zehn fehlte nur eine Hundertstel, und er war schneller als ein Sprinter aus dem A-Finale. Im vergangenen Jahr in Wattenscheid hatte der in Gambach lebende Sprinter das B-Finale in 21,74 Sekunden bei Gegenwind gewonnen und war damit Neunter geworden. Volker Weber bilanzierte dennoch: »Lars hat sich in guter Form gezeigt. Die Kurve im Finale über 200 Meter war vielleicht nicht ganz so gut, aber ansonsten zeigt er weiter steigende Form.«

Unterdessen erlebte Gordon Porsch keinen guten Tag auf der reinen Leichtathletik-Anlage im Stadtteil Manfort. Der Vorjahresdritte hatte nach einer schweren Verletzung in der Sommersaison noch keinen Wettkampf bestritten und sich erst kurzfristig für einen Start in Leverkusen entschieden. Porsch wollte im Bereich seiner Bestleistung von 5,30 Meter springen – damit hätte er sogar noch das Ticket zu den Deutschen Meisterschaften der Aktiven am 8. und 9. Juli in Erfurt gelöst. Doch es kam anders. Der 22-Jährige scheiterte dreimal an seiner Anfangshöhe von 5,00 Meter.

TV Rendel: Marc Tortell war sowohl für 800 Meter als auch über 1500 Meter gemeldet. Zur Betonung der Schnelligkeit (als Umsetzung einer der langfristigen Trainingsstrategie) entschieden sich seine Trainer und Eltern Uta und Enrique Tortell für den Start über die kürzere Distanz. Tortell überzeugte und erzielte in einem typischen Meisterschaftsrennen mit 1:52,60 Minuten seine bislang zweitbeste 800-Meter-Zeit. Damit mischt der 19-Jährige weiter kräftig in der deutschen Spitze mit. Tags zuvor hatte sich Tortell als zweiter seines Vorlaufs und 6/100-Sekunden hinter dem Jahresbesten und späteren Meister Christoph Kessler souverän für den Endlauf qualifiziert. Das Hauptaugenmerk wird für den Studenten aber weiter auf der 1500 Meter-Strecke liegen. Bei seinen fünften Deutschen Meisterschaften gelang es Hürdensprinter Espen Wick nun endlich, auf den Punkt in Topforn zu sein und am Saisonhöhepunkt auch eine Bestleistung über 110 Meter Hürden zu liefern. Mit 15,00 Sekunden qualifizierte sich Espen als insgesamt Neuntschnellster der Vorläufe für das B-Finale. Dort unterbot er mit 15,04 Sekunden erneut seine alte Bestleistung. Reserven besitzt Espen nach wie vor bei der Hürdenvorlage und dem damit verbundenen schnellen Bodenkontakt hinter der Hürde, aber für den Moment war das Optimum, was »geliefert« werden konnte. Im kommenden Jahr fällt Espen aus der U23-Klasse raus und muss sich mit deutlich verschärften Qualifikationsnormen auseinandersetzen. Konkret wird Espen seine Bestzeit noch um eine halbe Sekunde nach unten schrauben müssen, um bei der DM der »Großen« dabei sein zu können. (web)



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