08. August 2019, 20:53 Uhr

Kreisoberliga Friedberg Kreisliga A Friedberg

Kreisoberliga Friedberg: Fast kompletter Spieltag am Freitagabend

In der Fußball-Kreisoberliga Friedberg stehen die Aufstiegsfavoriten nach ihrem Fehlstart bereits am zweiten Spieltag unter Zugzwang. Unterdessen wollen zwei andere Teams bereits den zweiten Sieg. Die Neulinge in der Fußball-Kreisliga A Friedberg haben am vergangenen Wochenende einen guten Start hingelegt. Gelingt ihnen nun auch der Start einer Erfolgsserie in der neuen Spielklasse?
08. August 2019, 20:53 Uhr
Den Ball fest im Blick haben wird am Freitagabend Alper Gökalp (r.) vom FC Ober-Rosbach, der zur TSG Ober-Wöllstadt muss. Unterdessen hat Manuel Hohmann (l.) mit Aufsteiger FC Hessen Massenheim spielfrei. (Foto: Nici Merz)

In der Fußball-Kreisoberliga Friedberg stehen am Freitagabend gleich vier Begegnungen auf dem Programm, nur ein Spiel wird am Sonntag ausgetragen. Neben den Heimspielen der mit Siegen in die neue Runde gestarteten Klubs aus Bruchenbrücken und Staden, die gegen die Teams aus Dorn-Assenheim und Nieder-Weisel die Saisonzähler vier bis sechs anstreben, sind auch die beiden Aufstiegsfavoriten Türk Gücü Friedberg II und FC Ober-Rosbach im Einsatz.

Kreisoberliga Friedberg: Türk Gücü Friedberg II bereits unter Druck

Während es für die Ober-Rosbacher im Auswärtsspiel gegen die TSG Ober-Wöllstadt ab 20 Uhr darum geht, den erfolgreichen Saisonstart gegen Massenheim zu veredeln, ist die Hessenliga-Reserve von Türk Gücü Friedberg nach der Auftaktniederlage in Burg-Gräfenrode bei ihrer Heimpremiere gegen den SV Nieder-Wöllstadt (20 Uhr) bereits früh in der Saison unter Zugzwang. »Bei der 1:2-Niederlage in Burg-Gräfenrode hat uns die Leistung des Schiedsrichters, der die Partie von Beginn an nicht unter Kontrolle hatte, das Genick gebrochen. Unsere beiden Innenverteidiger waren völlig zu Unrecht bereits nach zehn Minuten mit Gelb verwarnt. Die Rote Karte gegen Danilo Pantic kann man geben, wobei uns das Gegentor unmittelbar nach dem Platzverweis zunächst einmal aus dem Spiel genommen hat. Nach der Pause haben wir die Partie in Unterzahl dominiert und den verdienten Ausgleichstreffer erzielt. Danach wollten wir das Spiel unbedingt gewinnen und sind in einen Konter gelaufen«, blickt TGF-Coach Ümit Karpuz auf die Auftaktniederlage seiner Elf zurück. »Mit dem SV Nieder-Wöllstadt erwartet uns nun eine Mannschaft, die unser Co-Trainer Ahmet Akyüz sehr gut kennt, da er jahrelang die Jugendarbeit dort gemacht hat. Nach der Auftaktniederlage gegen Bruchenbrücken werden auch sie unbedingt punkten wollen. Für uns zählt vor heimischer Kulisse aber ebenfalls nur ein Sieg«, sagt Karpuz klipp und klar.

Der Kader der Kreisstädter ist verletzungs- und urlaubsbedingt derzeit noch dünn besetzt. »Einige wichtige Spieler stehen uns derzeit noch nicht zur Verfügung. Dennoch sind wir jederzeit in der Lage, eine schlagkräftige Truppe zu stellen«, sagt Karpuz voller Überzeugung. Der Friedberger Übungsleiter weilt aktuell noch im Urlaub und wird gegen die »Roten« von Co-Trainer Akyüz vertreten.

Kreisoberliga Friedberg: SV Brchenbrücken erwartet Kampfspiel

Genau wie die Kreisstädter sind auch die Gäste aus Nieder-Wöllstadt mit einer Niederlage in die neue Saison gestartet. Gegen den SV Bruchenbrücken musste die Elf von Neu-Coach Torsten Zimmermann eine 3:5-Heimpleite hinnehmen. »Die Auftaktniederlage gegen Bruchenbrücken war ebenso enttäuschend wie unnötig, da wir zahlreiche hochkarätige Torchancen ungenutzt gelassen haben. Hinzu kamen einige fragwürdige Entscheidungen des Unparteiischen zu unseren Ungunsten«, hadert Zimmermann mit der missglückten Saisonouvertüre seiner Elf. »Gegen Türk Gücü Friedberg wollen wir uns die drei unglücklich verlorenen Punkte zurückholen. Einfach wird das sicherlich nicht, da die Hausherren über eine enorme Qualität verfügen. Nach ihrer Auftaktniederlage werden sie hochmotiviert in die Partie gehen«, glaubt der Nieder-Wöllstädter Übungsleiter, der personell aus dem Vollen schöpfen kann. Auch Neuzugang Robin Dobios steht den Gästen wieder zur Verfügung. »Seine Erfahrung und Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor wird uns gegen Friedberg sicherlich weiterhelfen«, ist Zimmermann überzeugt.

Im Lager des SV Bruchenbrücken ist man nach dem erfolgreichen Saisonauftakt derweil rundum zufrieden und blickt der Heimspielpremiere gegen den TSV Dorn-Assenheim am Freitagabend (20.15 Uhr) selbstbewusst entgegen. »Gegen Nieder-Wöllstadt hat meine Mannschaft eine tolle Moral gezeigt und sich auch durch den fragwürdigen Elfmeter zum zwischenzeitlichen 3:3-Ausgleich nicht entmutigen lassen. Nun erwartet uns gegen den Aufsteiger aus Dorn-Assenheim ein deutlich kampfbetonteres Spiel, denn die Gäste werden nach der 1:6-Pleite gegen Staden sicherlich auf Wiedergutmachung aus sein«, schätzt Schneider. Personell kann der Coach der »Bärenschweizer« auf seine Startelf gegen Nieder-Wöllstadt zurückgreifen - nach wie vor verletzt sind Florian Pölker, Chris Sieber und Tim Farnung.

Zum Saisonauftakt in der Fußball-Kreisliga A Friedberg haben in vier der acht Begegnungen die Liganeulinge triumphiert. Während der Kreisoberliga-Absteiger aus Dortelweil mit dem 4:2-Auswärtserfolg gegen die SG Wohnbach/Berstadt vor Wochenfrist das nötige Selbstvertrauen für das Duell der Aufstiegsaspiranten gegen den Traiser FC am Sonntag (13 Uhr) getankt hat, geht der Aufsteiger aus Rendel nach dem 1:0-Auswärtssieg am Traiser Wäldchen ebenfalls mit breiter Brust in sein erstes Heimspiel gegen die Spvgg. 08 Bad Nauheim (Sonntag, 15 Uhr).

Neben den beiden Klubs aus Dortelweil und Rendel gingen auch die Aufsteiger aus Schwalheim und Ilbenstadt am ersten Spieltag als Sieger vom Platz. »Der Auswärtssieg in Trais war für uns ein absoluter Kraftakt. Der frühe Führungstreffer kam uns dabei entgegen, denn dadurch konnten wir den Gastgebern unser Spiel aufzwingen und uns in erster Linie auf die Abwehrarbeit konzentrieren. Bei den hohen Temperaturen war das ein großer Vorteil«, blickt Rendels Trainer Alexander Jörg auf die erfolgreiche Saisonouvertüre seiner Elf im Münzenberger Stadtteil zurück. »Gegen Bad Nauheim erwartet uns nun ein ganz anderes Spiel. Der Gegner ist aufgrund seiner zahlreichen Neuzugänge noch ein unbeschriebenes Blatt, die 3:4-Niederlage gegen Ilbenstadt am ersten Spieltag zeigt aber, dass die ›Nullachter‹ grundsätzlich offensiven Fußball spielen wollen.«

Kreisliga A Friedberg: Spvgg. 08 Bad Nauheim sieht sich offensiv stark

Personell können die Hausherren nahezu aus dem Vollen schöpfen. Einzig Tony Gröne ist beruflich verhindert und steht dem Aufsteiger daher nicht zur Verfügung. Auch die Gäste aus Bad Nauheim haben mit Abdelouahed Atmani nur einen Ausfall zu verzeichnen. »Ansonsten sieht es personell aber sehr gut aus. Auch Pascal Boss ist aus dem Urlaub zurück und steht wieder im Kader. Bei der Niederlage gegen Ilbenstadt haben wir leider noch nicht unsere Qualität zeigen können. Das soll sich in Rendel ändern. Wir wollen in diesem Jahr vorn mitspielen, daher gilt es dort die ersten drei Punkte zu holen«, fordert Bad Nauheims Vorsitzender Oliver Michel. »Die Rendeler zählen sicherlich zu den stärkeren Mannschaften der Liga. Als Aufsteiger in Trais zu gewinnen ist ein dickes Ausrufezeichen. Wir werden uns gegenüber der Niederlage gegen Ilbenstadt insbesondere in der Abwehr deutlich steigern müssen. Über unsere Offensive mache ich mir dagegen keine Sorgen, da wir jederzeit in der Lage sind ein Tor zu schießen.«

Für den Traiser FC steht nach dem Fehlstart gegen Rendel derweil am Sonntag bereits ab 13 Uhr das Duell der Aufstiegskandidaten gegen den SC Dortelweil II auf dem Programm. »Die kommenden beiden Partien gegen Trais und Groß-Karben werden für uns eine Standortbestimmung in der Liga werden«, betont SCD-Coach Stefan Geppert, der mit Ausnahme des rotgesperrten Florian Fiebig und Urlauber Ion Lupei gegen die Geißböcke personell aus dem Vollen schöpfen kann. »Mit dem erfolgreichen Saisonstart gegen Wohnbach/Berstadt können wir zufrieden sein, nun erwartet uns allerdings ein deutlich stärkerer Gegner, der nach seiner Auftaktniederlage etwas gutzumachen hat«, warnt Geppert seine Mannschaft vor dem Team aus dem Traiser Wäldchen, das gemeinsam als Aufstiegsfavorit gilt.

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