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Kreisoberliga Friedberg: Absteiger Friedberg kämpft und verliert - Münk mit Viererpack für Ober-Wöllstadt

Erster Spieltag auch in der Fußball-Kreisoberliga Friedberg. Während der SV Nieder-Wöllstadt einen Heimsieg gegen Absteiger VfB Friedberg feiert, freut sich Ober-Wöllstadt über Torjäger Steffen Münk.
05. August 2018, 21:31 Uhr
Thomas Brannekämper, Sascha Kungl
Luftkampf: Marco Braun vom SV Nieder- Wöllstadt (l.) im Duell mit Friedbergs Dominique Ware. (Foto: Nici Merz)

Dominanz der Heimmannschaften zum Auftakt. Alle vier Sonntagsspiele der Fußball-Kreisoberliga Friedberg wurden von den Gastgeber gewonnen. Der Meisterschaftsfavorit aus Karben musste hierfür allerdings eine Menge Schweiß investieren, um am Ende gegen unbequeme Nieder-Weiseler mit 3:2 den ersten »Dreier« unter Dach und Fach zu bringen. Im Duell der Hessenliga-Reserven konnte Türk Gücü Friedberg eine gelungene Kreisoberliga-Premiere feiern. Gegen den FV Bad Vilbel stand am Ende ein 5:2-Heimerfolg zu Buche. In Wöllstadt stand auf gleich zwei Sportplätzen Kreisoberligafußball auf dem Programm. Währen der Mitfavorit aus Nieder-Wöllstadt gegen den Absteiger vom VfB Friedberg zu einem 3:0 Heimerfolg kam, konnten in Ober-Wöllstadt die »Blauen« gegen den Aufsteiger aus Groß-Karben mittels 5:2-Sieg die erste Tabellenführung übernehmen. Dafür blieben in den beiden Samstagspartien die Gastmannschaften siegreich. Der SV Steinfurth verdarb beim 1:0 die Trainerpremiere des Ostheimers Christopher Wanzk, Gronau landete im Nachbarschaftsduell mit dem SC Dortelweil II einen 2:0-Auswärtserfolg.

SV Nieder-Wöllstadt – VfB Friedberg 3:0 (2:0): »Da haben wir die ersten Punkte zu Hause, und das gegen nie aufsteckende Gäste aus Friedberg«, lautete das zufriedene Fazit von Nieder-Wöllstadts Pressewart Walter Nebel. Der Gruppenliga-Absteiger aus Friedberg diktierte die Anfangsviertelstunde und hätte durch Sebastian Becker und Tanyel Fedler in Führung gehen müssen. Erst danach erwachte der Meisterschaftsmitfavorit aus Nieder-Wöllstadt. Scheiterte Max Schilbach noch am Friedberger Torwart, so machte es Mario de Oliveira Neto in der 42. Minute besser. An seinem Schuss aus der Drehung gab es nichts zu halten. Keine zwei Minuten später stand de Oliveira erneut im Mittelpunkt. Der Friedberger Torwart Marco Kästle wusste sich nur mittels Foulspiel gegen den Torschützen zu helfen, Stefano Amore sagte »Danke« und verwandelte den fälligen Strafstoß zum 2:0 für die »Roten«. Im Durchgang zwei spielte dann nur noch die Heimmannschaft. Chancen über Chancen wurden herausgespielt, doch weder Stefano Amore, noch Felix Wagner oder Kai Bischoff konnten die sich bietenden Chancen nutzen. So dauerte es bis zur 90. Minute, ehe Max Schilbach den 3:0-Endstand erzielte.

SV Nieder-Wöllstadt: Daubertshäuser, Salu, Jannik Braun, Herdt, Oliveira Neto, Schilbach, Bischoff, Eickhoff, Amore, Marco Braun, Balenzano, Philipp Wagner, Felix Wagner, Beder, Reitzhammer.

VfB Friedberg: Kästle, Strothmann, Krank, Haase, Schäfer, Nesgen, Ware, Aricioglu, Meyer, Fedler, Maouche, Tsianakas, Karaca, Kheder, Tezkow.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (42.) de Oliveira, 2:0 (44.) Amore, 3:0 (90.) Schilbach – SR: Alexander Farr. – Z.: 100.

Türk Gücü Friedberg – FV Bad Vilbel II 5:2 (2:1): In Duell der beiden Hessenliga-Reserven hatte Türk Gücü Friedberg das bessere Ende für sich. Der Aufsteiger aus der Kreisstadt legte los wie die Feuerwehr. Bereits nach acht Minuten ertönte die Pfeife des Schiedsrichters. Denis Smisek war gefoult worden, Serhat Özalp ließ sich diese Chance nicht entgehen. Keine fünf Minuten später ließ der selbe Spieler den Friedberger Anhang zum zweiten Mal jubeln. Sein Schuss aus 16 Metern schlug unhaltbar im Vilbeler Gehäuse ein. Die Gäste aus der Brunnenstadt konnten sich danach etwas aus der Umklammerung lösen. Und als in der 36. Minute der Schiedsrichter erneut auf Elfmeter entschied, stellte Leon Gallm den 1:2-Pausenstand her. Durchgang zwei sah dann Bad Vilbel im Vorwärtsgang. Turbulent wurde es in der 66. Minute. Zuerst flog der Friedberg Marius Kenne Wa mit Gelb-Rot vom Platz, keine Minute später zeigte der Schiedsrichter zum dritten mal auf den Elfmeterpunkt. Diesmal konnte Klisman Toma sicher zum Ausgleich verwandeln. Doch die Gastgeber zeigten Moral: In Unterzahl brachte Özgür Genc seine Farben erneut in Führung (75.). Vilbel warf nun alles nach vorne, doch Denis Smisek (91., 92.) mit einem Doppelpack in der Nachspielzeit sicherte dem Aufsteiger die ersten Punkte auf der Kreisoberligabühne. »Alles in allem ein verdienter Sieg in einem von beiden Seiten gutem Fußballspiel, allerdings ist dieser um ein Tor zu hoch ausgefallen«, so das Fazit von Friedbergs Pressesprecher Altuncicek.

Türk Gücü Friedberg II: Korn, Sayit Okumus, Smisek, Kenne Wa, Özalp, Genc, Mitrovic, Hotaman, Özisli, Yamini, Savic, Osman, Altuncicek, Seyit Okumus.

FV Bad Vilbel II: Salim Akaouch, Asa-Anie, Lee Hare, Arheidt, Lukes, Ochere, Sanchez-Mendez, Köroglu, Toma, Brauburger, da Silva, Isaak, Jamal Akaouch, Galln, Hashemi.

Im Stenogramm / Tore: 1:0, 2:0 (FE 8., 13.) Özalp, 2:1, 2:2 (FE 36., FE 68.) Leon Gallm, 3:2 (75.) Genc, 4:2, 5:2 (90.+2, 90.+3.) Smisek. – Gelb-Rot: (66.) Kenne Wa. – Schiedsrichter: Sascha Schütz. – Zuschauer: 70.

TSG Ober-Wöllstadt – KSG 1920 Groß-Karben 5:2 (3:1): Steffen Münk war der »Man of the Match«. Vier Volltreffer konnte der Ober-Wöllstadter sich im Duell gegen den Aufsteiger aus Groß-Karben gutschreiben lassen. Bereits in der neunten Minute traf er nach einem langen Ball zur Führung der Mannschaft von Ronny Wadewitz. Nach dem gleichen Strickmuster gelang ihm nur drei Zeigerumdrehungen später der zweite Tagestreffer. Wer dachte, dass die Gäste nun resignieren, sah sich getäuscht. Harun Yigin verkürzte (19.), Groß-Karben war nun besser im Spiel. Doch erneut Münk mit Tagestreffer Nummer drei stellte in der 43. Minute den alten Abstand wieder her. Durchgang zwei begann verhaltener, Vieles spielte sich im Mittelfeld ab. Erst als Gästestürmer Andreas Kromm erneut für Karben verkürzte (67.), nahm die Partie wieder Fahrt auf. Karben wollte mehr, doch Tim Schütz (84.) und erneut Münk (87.) per Doppelschlag zerstörten jegliche Hoffnung der Gäste auf ein Remis.

TSG Ober-Wöllstadt: Dönges, Hannemann, Fett, Menges, Gondolf, Gonzales, Loppe, Münk, Menzel, Colombaroli, Brauburger, Kurtz, Schütz, Roth, Gran.

KSG Groß-Karben: Nimer, Schmitt, Elmaimouni, Bayram, Tekdemir, Niyazi Yigin, Harun Yigin, Gök, Mohammad, Kromm, Mahl, Batuhan Yigin, Memovic, Salia.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (8.), 2:0 (13.), 3:1 (43.), 5:2 (87.) Münk, 2:1 (19.) Harun Yigit, 3:2 (67.) Kromm, 4:2 (84) Schütz. – Schiedsrichter: Mirko Franz. – Zuschauer: 100.

FC Karben – SV Nieder-Weisel 3:2 (2:2): Die Gäste aus Nieder-Weisel starteten aus einer dichten Defensive heraus beim Meisterschaftsfavoriten Nummer eins. Das hatte Erfolg. Nach 19 Minuten schoss Jannik Hesse die Gäste in Führung. Doch diese hatte nur fünf Minuten Bestand. Pass Jannik Jung, Kopfball Sven Schnierle – der Ausgleich zum 1:1. Und es sollte für die Gastgeber noch besser kommen. In der 29. Minute fasste sich der Karbener Spielertrainer Harez Habib ein Herz und stellte auf 2:1. Doch diesmal schlug Nieder-Weisel postwendend zurück. Nach einem Handspiel von Habib verwandelte Philipp Rühl den fälligen Strafstoß zum gerechten Unentschieden zur Pause. Nach dem Wechsel drückte Karben aufs Tempo. Chancen von Toptorjäger Erkan Gök, Sven Schnierles Pfostenkracher und weitere Möglichkeiten blieben jedoch ungenutzt. Doch auf Torjäger Gök war Verlass. In der 75. Minute nutze er seine nächste Möglichkeit und brachte den Ball im Nieder-Weiseler Tor zum 3:2-Siegtreffer unter.

FC Karben: Graf, Albrecht, Schnierle, Feiler, Jung, Bagriacik, Habib, Bakanhan, Wolf, Kuzpinari, WellmannEuler, Hübner, Gök, Klein.

SV Nieder-Weisel: Mass, Nockemann, Lengle, Winter, Phillipp Rühl, Werner, Wittig, Hesse, Manuel Volp, Patrick Rühl, Wolf, Rohe, Hildebrand, Schlosser.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (19.) Hesse, 1:1 (24.) Schnierle, 2:1 (29.) Habib, 2:2 (35., HE) Philipp Rühl, 3:2 (75.) Gök – Schiedsrichter: Bernd Ullrich. – Zuschauer: 50.

SC Dortelweil II – SV Gronau 0:2 (0:2): Eine Partie auf Augenhöhe entschieden die Gäste aus Gronau am Ende aufgrund ihrer Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor für sich. »Uns hat viel zu oft die nötige Durchschlagskraft gefehlt«, haderte Dortelweils Sportlicher Leiter Hans Wrage, dessen Mannschaft nach einer Viertelstunde die Großchance zur Führung ausließ, als Maximilian Klima nach Vorarbeit von Tim Stahl das Kunststück vollbrachte, den Ball nicht im leeren Gästetor unterzubringen. Besser machte es SVG-Mannschaftskapitän Elvir Pintol nach einer halben Stunde, als er einen Fehler von Maximilian Bamberg im Aufbauspiel eiskalt bestrafte. Als die Dortelweiler das Leder kurz vor der Pause im Seitenaus wähnten und vergeblich auf einen Pfiff von Schiedsrichter Roberto Mazza aus Offenbach warteten, erhöhte Moritz Dechant zum 2:0-Endstand für seine Farben (44.). »Nach dem Seitenwechsel haben die Gronauer clever verteidigt und unter dem Strich einen verdienten Sieg eingefahren«, sagte Wrage abschließend.

SC Dortelweil II: Langlitz, Bittner, Lupei, Merriman, Fiebig, Bamberg, Rück, Özbakir, Steffen, Stahl, Klima, Assheuer, Gabro, Stobbe.

SV Gronau: Freiwald, Fischer, Marbouh, Nickel, Greco, Dechant, Eich, Golla, Müller, Pintol, Diebel, Morgese, Pereira, Zola.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Roberto Mazza (Offenbach). – Zuschauer: 90. – Tore: 0:1 (30.) Pintol, 0:2 (44.) Dechant.

TSV Ostheim – SV Steinfurth 0:1 (0:0): »Wir hatten großes Pech im Torabschluss und stehen deshalb nach den ersten 90 Minuten der Saison mit leeren Händen da«, konstatierte Ostheims Pressesprecher Samuel Stüdemann. Mit der einzigen Torchance einer ereignisarmen ersten Hälfte scheiterte Dorian Blume nach einer halben Stunde aus kurzer Distanz an Gästekeeper Lennart Kopf. Joschka Brücher hatte zuvor zwei Gegenspieler im Strafraum mühelos ausgetanzt und die feine Vorarbeit für Blume geliefert. Vor 100 Zuschauern gelang Marvin Niederhäuser sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff im Anschluss an eine Freistoßflanke von Pascal Marx per Direktabnahme der Treffer des Tages für die Rosendörfler, die in der Folge das nötige Quäntchen Glück hatten, als Blume aus zwölf Metern am glänzend parierenden Kopf scheiterte (60.) und in der Nachspielzeit nach einer scharfen Hereingabe von Can Zarifoglu nur knapp über das Steinfurther Tor zielte. Auf der Gegenseite verpasste es Lukas Cech, in der 75. Minute aus kurzer Distanz auf 2:0 zu erhöhen.

TSV Ostheim: Müller, Kuhn, Noll, Joschka Brücher, Lukas Wanzke, Ruppel, Sinemli, Blume, Christopher Wanzke, Zarifoglu, Roland Niedballa, Pfaffenberger, Belke, Halberg.

SV Steinfurth: Kopf, Krug, Knoke, Göbel, Dechert, Walter, Landvogt, Marx, Cech, Müller, Esposito, Adam, Cinar.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Oliver Scharf (Burgsolms). – Zuschauer: 100. – Tor: 0:1 (51.) Niederhäuser.

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