15. Januar 2020, 12:00 Uhr

Neue Fun-Sportart

Handball-Gaudi mit Schwarzlicht bei der HSG Mörlen

Die Verantwortlichen der Handballspielgemeinschaft Mörlen gehen ungewöhnliche in der Winterpause. In der Nieder-Mörler Frauenhandball wurde Schwarzlicht-Handball gespielt - ein Ortstermin.
15. Januar 2020, 12:00 Uhr
Aufgeleuchtet: Schwarzlicht-Handball begeistert die Jugendlichen und Aktiven der HSG Mörlen. FOTO: PM

Licht aus, Spot an. An diesem mittlerweile Kult gewordenen Spruch von Ilja Richter aus seiner Sendung »Disco«, die in der 70er-Jahren Fernsehgeschichte schrieb, fühlte man sich beim Betreten der Nieder-Mörler Frauenwaldhalle am vergangenen Wochenende erinnert.

Bewusst keine Werbung für »Testballon« geschaltet

Die HSG Mörlen hatte zum Schwarzlichthandball eingeladen, einem aufregenden Funsport für Handballer. Ein schnelles Spiel mit bunten Farben, neuen Herausforderungen und Musik. Viele Menschen kennen Schwarzlicht hauptsächlich aus Diskotheken. Wirkung erzielt es nur in abgedunkelten Räumen. Die Strahlung regt Neonfarben und fluoreszierende Stoffe zum Leuchten an.

Wie kam es zu dieser außergewöhnlichen Veranstaltung, an der sogar der hessische Rundfunk Interesse zeigte. »Es gab eine Anfrage zu einer Schalte in die Hessenschau«, berichtet der HSG-Vorsitzende Siggi Bläsche mit Stolz. »Dass es am Ende nicht dazu kam, ist nicht tragisch. Wir wussten im Vorfeld selbst nicht, wie alles laufen wird. Aber wir bleiben in Kontakt«, ergänzt er.

Die HSG hatte bewusst keine Werbung für die Veranstaltung betrieben und sich auf Mundpropaganda verlassen. Nachdem die Premiere jedoch derart positiv angenommen wurde, kann man sich bei der HSG vorstellen, es in Turnierform erneut zu präsentieren.

Von Bodypainting-Farbe über 200 Meter Kreppband

Die Historie des Schwarzlicht-Handballs: Der Handball Verband Niedersachsen war Vorreiter. Das erste Schwarzlicht-Handballturnier Deutschlands und der Welt war 2017 bei der HSG Stuhr (Landkreis Diepholz).

Wie kam Schwarzlicht-Handball in die Wetterau? Elke Holtzem, die 2. Vorsitzende der HSG, war auf der Suche nach einer Alternative für die althergebrachte Weihnachtsfeier. Über eine Fachzeitschrift und dann im Internet fand sie den Weg zum Schwarzlicht-Handball. Sie besprach sich mit Michael Chadim, dem Trainer der 2. Frauenmannschaft, der eine Eventagentur betreibt. Er war sofort begeistert und sorgte mit seiner Agentur für den Ankauf des nötigen Equipments.

Die Ausrüstung: Sie unterteilt sich in Grundausstattung und Extras. Zur Grundausstattung gehören Schwarzlicht, UV-aktives Klebeband, orange und gelbe Leibchen und spezielle Bälle. Zusätzlich gab es für die Spieler UV-aktive Bodypainting-Farbe und Knicklichter. Das ist zwar nicht zwingend notwendig, aber je mehr Sachen leuchten, desto stärker ist auch der Effekt, der Eindruck und am Ende der Spaß.

Zwei Spieltage für Jugend- und Erwachsenenmannschaften

Die Vorbereitungen: Strahler und Leuchtstoffröhren waren im Vorfeld in der Halle zu platzieren. Dazu mussten alle Lichtquellen abgedunkelt werden und die Linien, Tore und Bälle wurden mit neonfarbigem Kreppband abgeklebt. Über 200 Meter Kreppband kamen zum Einsatz. Wichtig war es den Teilnehmern zu vermitteln sich entsprechend zu kleiden und anzumalen, dass so viele Sachen wie möglich leuchten. Umso stärker ist der Effekt und am Ende der Spaß.

Die Veranstaltung: Am Freitag ab 17 Uhr waren die E- bis C-Jugendlichen an der Reihe. Am Samstag, nach dem Public Viewing des EM-Spiels der deutschen Nationalmannschaft, bei dem annähernd 100 Leute im Foyer der Halle anwesend waren, begannen die Spiele der Aktiven, an denen auch etliche »Ehemalige« teilnahmen. Auch hier wurden gemischte Mannschaften gebildet. Alle Spiele dauerten 15 Minuten und wurden nach Handballregeln ausgetragen. Ausnahme war, dass bei jeglichem Körperkontakt gepfiffen wurde, um die Verletzungsgefahr auf ein Minimum zu reduzieren.

Schwarzlich-Handball bei der HSG Mörlen: Die Stimmen zum Event

Siggi Bläsche (HSG Vorsitzender): »Für uns ist es ein Weg, die Menschen über den Punktspielbetrieb hinaus zu binden. Die gemischten Mannschaften führen dazu, dass man sich abseits der eingefahrenen Wege besser kennen lernt. Wenn über diese Veranstaltung hinaus ein neues Gesicht den Weg zur HSG findet, umso besser. Nach meiner Empfindung war es eine tolle Sache, die hervorragend angenommen wurde und eine Zukunft hat.«

Michael Chadim (Agentur Make-Event.de): »Ich bin selbst überrascht, dass es mit der Technik so wunderbar funktioniert. Das war für mich als Event-Agentur bei einer Neuanschaffung nicht nur von der finanziellen Seite her nicht ganz so einfach. In der Frauenwaldhalle ist ein toller Effekt entstanden. Die Vorarbeit der HSG hat sehr geholfen. Großes Lob an den Verein. Überhaupt war die Zusammenarbeit mit Mörlen für mich der entscheidende Grund, dieses Projekt anzugehen und die hohe finanzielle Investition zu tätigen. Ganz wichtig für interessierte Vereine: es ist bezahlbar.

Stefan Albus (Bezirksspielwart und Mitglied im HSG-Vorstand): »Eine gute Idee. Generell ist alles, was dem Handballsport dient und ihn weiterbringt, zu begrüßen.«

Carsten Schröder (eingesetzter Schiedsrichter): »Es ist eine witzige Gaudi, vor allem den Körper mit Farben anmalen zu dürfen. Das mit den Faktoren des Handballs zu verbinden, halte ich für kompatibel. Eine Sache die Komplexität erfordert um Kraft und Ausdauer, Faktoren des Handballs, in dieser Form zu verbinden. Es hat eine hohe Attraktivität.

Christian Langer (HSG-Förderverein): »Man ist sofort begeistert, wenn man die Halle betritt.«

Jonathan Langer (5) auf die Frage wie es ihm gefällt: »Gut, vor allem die Neonfarben, die leuchten so schön.«

Max Breitenfelder (HSG-Spieler): »Es sieht nicht nur fetzig aus, sondern macht auch richtig Spaß. Ich hatte zuvor weder davon gehört, noch etwas davon gesehen. Es bringt alle Leute zusammen, es findet ein reger Austausch untereinander statt.«

Elke Heil (HSG-Fanshop): »Es ist eine tolle Idee. Es macht Beteiligten und Zuschauern viel Spaß. Bei den Kids ist es sehr gut angekommen, auch den Erwachsenen bereitete es viel Freude.«

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