11. November 2019, 18:43 Uhr

HSG Wettertal überrascht

11. November 2019, 18:43 Uhr

In der Handball-Bezirksoberliga der Frauen hat die HSG Wettertal für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Die Mannschaft von Trainer Holger Weisel besiegte in eigener Halle Tabellenführer HSG Gedern/Nidda II mit 21:18 (11:9). Ebenfalls erfolgreich war die FSG Gettenau/Florstadt, die gegen den TV Burgsolms mit 20:19 (11:10) gewann. Verloren haben unterdessen die HSG K/P/G Butzbach, die bei der HSG Hungen/Lich mit 30:22 (16:14) den Kürzeren zog, und die HSG Mörlen, die in eigener Halle gegen die TSG Leihgestern II ohne Chance war (21:32).

HSG Wettertal - HSG Gedern/Nidda II 21:18 (11:9): Das 1:0 der Gäste glich Lisa Glaum postwendend aus, ehe sich ein enges Spiel entwickelte, was bis zum 7:7 (24.) mit leichten Vorteilen für die HSG Gedern/Nidda II verlief. Danach waren es aber die Gastgeberinnen, die das Kommando übernahmen und sich bis zur Halbzeit einen hauchdünnen Vorsprung erspielten. Nach dem Seitenwechsel hatte der Tabellenführer schnell ausgeglichen (12:12, 33.) und die Führung wechselte im Anschluss hin und her. Das Tor zum 18:17 (50.) durch Wettertals Charlotte Brückel läutete eine turbulente Schlussphase ein, in der die Gastgeberinnen erst einen Siebenmeter vergaben, aber im nächsten Angriff trotzdem mit 19:18 (56.) in Führung gingen. Hiernach fing sich Mona Weil eine Zeitstrafe ein, doch den verhängten Siebenmeter konnte Gederns Claudia Pfaff nicht verwandeln. Im Angriff traf dann Lisa Glaum zum 20:18, was letztlich die Vorentscheidung bedeutete. 56 Sekunden vor Schluss setzte Brückel den Schlusspunkt unter eine spannende Partie. »Das war eine große kämpferische Leistung meines Teams, das heute den unbedingten Siegeswillen gezeigt hat. Die Abwehr hat 60 Minuten lang gut gestanden und Tamara Marsteller im Tor war dahinter ein großartiger Rückhalt. Kompliment an die gesamte Mannschaft für diese Leistung.«

HSG Wettertal: Haub, Marsteller; Weil, Brückel (6/1), Müll, Rettig (1), Glaum (3), Kielich, E. Kerschner (2), Wolfner (3), Wolf (2), S. Kerschner (4/1)

HSG Mörlen - TSG Leihgestern II 21:32 (9:15): Die HSG hielt bis zum 2:2 (4.) mit, ehe Leihgestern bis zur zwölften Minute auf 8:3 enteilte und Mörlens Trainer Frank Weidenauer zur ersten Auszeit zwang. Diese verfehlte aber zunächst ihre Wirkung, denn die Gäste bauten ihre Führung auf 10:3 (16.) aus und hielten diesen Vorsprung weitestgehend konstant. Beim Stand von 9:15 aus Sicht der Heimmannschaft wurden die Seiten ge tauscht. Nach Wiederanpfiff schien es kurz so, als ob sich die Gastgeberinnen nochmals herankämpfen könnten (11:15, 34.), doch die TSG zog die Zügel wieder an und hatte sich bis zur 41. Minute auf 21:12 abgesetzt. Die Weidenauer-Sieben schaffte es in der Folge nicht mehr, den Abstand zu verringern und unterlag deutlich mit 21:32. Der Mörlener Übungsleiter war bedient: »Es war ein verdienter Sieg für Leihgestern. Wir haben den Start völlig verschlafen und wurden zudem durch die frühe Verletzung von Christina Heil geschwächt. Unser Rückzugsverhalten war insgesamt viel zu schwach.«

HSG Mörlen: Hahn, Kieninger; Bormann (1), Heil (1), Bühler, Schneider (4), Vetter (5), Kloppenburg (3), Dietz (6/4), Güzelkücük (1), Ercan

FSG Gettenau/Florstadt - TV Burgsolms 20:19 (11:10): Bis zum 4:4 in der zehnten Minute verlief die Partie sehr ausgeglichen, ehe die Gastgeberinnen aufs Gas traten und dank eines Vier-Tore-Laufs auf 8:4 enteilten (19.). Der TV ließ sich jedoch nicht abschütteln und kurze Zeit später glichen die Gäste aus (8:8, 26.). Bis zur Pause konnte sich kein Team mehr absetzen, sodass beim 11:10 die Seiten getauscht wurden. Die zweite Hälfte verlief fast noch spannender als die erste, denn kein Team konnte sich einen Vorsprung mit mehr als zwei Toren erarbeiten. Mal führte die FSG (17:16, 44.), mal die Gäste (17:18, 50.). Doch nachdem Luisa Stiefel für das Team von Marco Boller zum 18:18 getroffen hatte, schafften die Burgsolmserinnen lange Zeit keinen Treffer mehr und die Heimsieben traf noch zwei Mal. Erst zehn Sekunden vor dem Ende gelang dem TV noch ein Treffer, der aber nur noch Formsache war. FSG-Trainer Marco Boller resümierte: »Im Angriff haben wir uns zu viele technische Fehler und Fehlwürfe geleistet, deshalb wurde das Ergebnis auch so knapp.«

FSG Gettenau/Florstadt: Kappes, Brockhoven; Peristeris, Schmeißer (1), La. Müller (1), Le. Müller (1), Utzig, Glaub, Bölke (3), Schmidt, Stiefel (3), Borst (5), Ende (6/3)

HSG Hungen/Lich - HSG K/P/G Butzbach 30:22 (16:14): Ohne sechs Spielerinnen (inklusive Langzeitverletzte) reiste die Mannschaft von Rainer Pfaff zur favorisierten HSG Hungen/Lich. Dort waren es die Gastgeberinnen, die einen Traumstart erwischten (5:1, 8.). Der Übungsleiter reagierte mit einer Auszeit, die in der Folge langsam Wirkung zeigte. In der 29. Minute hatten seine Schützlinge den Anschluss hergestellt (8:7, Jürgens) und ließen bis zur Pause auch nicht mehr abreißen. Doch zum Start der zweiten Hälfte überrannte die Heim-HSG die Butzbacherinnen erneut, sodass es nach 34 Minuten 20:15 stand. Wieder kämpfte sich die Spielgemeinschaft heran (24:21, 45.), aber die favorisierten Gasgeberinnen ließen sich den Schneid nicht mehr abkaufen und schraubten ihren Vorsprung bis zum Abpfiff deutlich in die Höhe. »Wir haben den Start beider Halbzeiten völlig verschlafen und zu viele Fehler gemacht. Am Ende haben wir uns nicht gegen die drohende Niederlage gestemmt«, resümierte Butzbachs Trainer Rainer Pfaff enttäuscht.

HSG K/P/G Butzbach: Blum, Kammel; Jürgens (3), Schepp, Spata (1), Bender (3/1), Harbort, L. Geretschläger, Exner (3), Weiskopf (1), Luh (11/6), C. Geretschläger

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