23. September 2020, 23:31 Uhr

Fussball-Gruppenliga

Gruppenliga: In Fauerbach platzt der Knoten

Der FC Olympia Fauerbach kommt in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt zum ersten Saisonsieg. In Dortelweil fällt der Siegtreffer in in Unterzahl.
23. September 2020, 23:31 Uhr
Umzingelt: Kamil Yikilmaz (Spvgg. 03 Fechenheim) wird vom FCO-Verbund mit Jamel Atkinson, Felix Günther (links) und Alexander Sarkisjan (rechts) gestoppt. Der FC Olympia Fauerbach gewinnt sein Heimspiel mit 2:1. FOTO: CHUC

In der Gruppenliga Frankfurt-West finden drei Partien des fünften Spieltages zwar erst am Donnerstag statt, doch mit Ausnahme des SV Steinfurth (empfängt SF Friedrichsdorf) waren alle Vertreter des Fußballkreises Friedberg bereits am Mittwochabend im Einsatz. Aus heimischer Sicht standen dabei zwei Wetterau-Derbys auf den Sportplätzen des FC Karben und des SC Dortelweil im Mittelpunkt des Interesses, wobei die gastgebenden Teams gegen die lokalen Rivalen SKV Beienheim und Türkischer SV Bad Nauheim jeweils den Kürzeren zogen. Nichts zu bestellen hatten die FSG Burg-Gräfenrode beim Mitaufsteiger SG Westend Frankfurt sowie der SV Gronau bei Vatanspor Bad Homburg, dagegen holte der FC Olympia Fauerbach zu Hause gegen die Spvgg. 03 Fechenheim im fünften Versuch die ersten drei Punkte.

FC Karben - SKV Beienheim 0:3 (0:1): Für Karbens Coach Karl-Heinz Stete war das Duell gegen seinen ehemaligen Klub gewiss eine Auseinandersetzung der besonderen Art, und auch auf Beienheimer Seite erachteten Trainer Matthias Tietz und seine Mannschaft den ersten Auswärtsauftritt nach lediglich drei Punkten aus drei Heimspielen als extrem wichtig. Die Gäste aus dem Reichelsheimer Stadtteil legten furios los: Gerade mal vier Minuten waren gespielt, als Cristian Bodea einen Abwehrfehler Thorsten Wellmanns konsequent nutzte und die SKV-Führung markierte. Es folgte eine flotte Begegnung mit Torchancen auf beiden Seiten. Pech hatte vor allem Karbens Timo Schmidt, der mehrfach aus der Distanz abzog und in der 30. Minute am Pfosten scheiterte. Auch Wellmanns Knaller (34.) war nicht von schlechten Eltern. Auf der Gegenseite strich ein Kopfball von Andrei Dogot, der nach gut getimten Flanken im Zentrum mehrmals einen Schritt zu spät kam, knapp über Leonard Bewigs Gehäuse (25.). Mit zunehmender Spieldauer erlahmten die Karbener Kräfte - Beienheim bestimmte in den zweiten 45 Minuten durchgehend Tempo und Rhythmus. Tore blieben nicht aus: Bodea verdoppelte das SKV-Polster in der 56. Minute (Pass: Dominik Reichardt), Ante Paradzik zeichnete nach einer Stunde nach Erkan Göks Auflage für den verdienten 3:0-Sieg der Gäste verantwortlich.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Andreas Link (Langen). - Zuschauer: 80. - Tore: 0:1 (4.) Bodea, 0:2 (56.) Bodea, 0:3 (60.) Paradzik.

Vatanspor Bad Homburg - SV Gronau 4:1 (2:1): Zwar hatten beide Teams am vergangenen Wochenende durch Siege beste Werbung in eigener Sache betrieben, doch diesmal wusste nur die Bad Homburger Truppe diese Steilvorlage zu nutzen. Die Taunusstädter erwischten den besseren Start, denn Ömer Hotaman traf nach acht Minuten aus der Drehung ins Schwarze. Gronau reagierte allerdings umgehend und glich in der elften Minute durch Chris Bergmann zum 1:1 aus. Und die Bad Vilbeler Vorstädter hätten nachlegen können - Fabio Pinto da Silva und Bergmann ließen jedoch Abschluss-Schwächen erkennen. Dass die Mannschaft von SVG-Coach Florian Schwing kurz vor der Pause erneut in Rückstand geriet, lag an Bad Homburgs Gurkaraman Singh, der einen Freistoß Alexander Ujmas per Kopfball zum 2:1 verwandelte. Weitere Standard-Situationen führten dazu, dass Gronau nach 90 Minuten mit leeren Händen dastand. Zunächst, in der 55. Minute, verwertete Singh eine Ujma-Ecke zum vorentscheidenden 3:1. Nach 78 Minuten schlug’s hinter Gronaus Torwart Max Sturmeit zum vierten Mal ein, wobei er gegen Hotamans noch abgefälschten Freistoß keine Abwehrchance hatte.

Im Stenogramm / Zuschauer: 60. - Tore: 1:0 (8.) Hotaman, 1:1 (11.) Bergmann, 2:1 (45.) Singh, 3:1 (55.) Singh, 4:1 (78.) Hotaman.

FCO Fauerbach - Spvgg. Fechenheim 2:1 (2:0): Fauerbach konnte mit dem 2:1-Heimerfolg über die eigentlich gut in die Saison gestartete Spvgg. endlich den ersehnten ersten Saisonsieg feiern. Den Grundstein für den wichtigen »Dreier« legte das Baufeldt-Team schon im ersten Spielabschnitt. Die Olympianer fanden sehr gut in die Begegnung und gingen durch Alexander Sarkisjan mit 1:0 in Front, der nach einem Distanzschuss die Übersicht behielt (25.). Baufeldt selbst stellte den 2:0-Pausenstand her, als er von einer tollen Vorarbeit von Ignat Chekmazov profitierte (39.). Im zweiten Spielabschnitt läutete der Anschlusstreffer durch Roberto Pereira (75.) eine spannende Schlussphase ein, in deren Verlauf es Jakob Thum, Felix Günther und Anikat Kumar versäumten, für die endgültige Entscheidung zugunsten des FCO zu sorgen. In der Nachspielzeit musste der eingewechselte David Kurdjan nach einem groben Fouspiel an Yikilmaz mit »Rot« den Platz verlassen.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Joel Gillner (Dillenburg). - Zuschauer: 80. - Tore: 1:0 (25.) Sarkisjan, 2:0 (39.) Baufeldt, 2:1 (75.) Pereira. - Rote Karte: Kurdjan (90.+2/FCO).

SG Westend Frankfurt - FSG Burg-Gräfenrode 4:1 (2:0): Eigentlich fand die FSG Burg-Gräfenrode gut in das Gastspiel bei der SG Westend, das kurzfristig auf die Sportanlage der TSG Frankfurter Berg verlegt worden war. Zweimal Georg Agi (4./21.) sowie Tim Hohn (13.) brachten das Gehäuse der Hausherren ernsthaft in Gefahr. Nach einem kurzen Eckball der Gastgeber gelang Mirsen Mistajbegovic aus dem Gewühl heraus der 1:0-Führungstreffer der SG Westend (28.). Torjäger Danijal Brkovic setzte kurz vor dem Pausenpfiff einen Kopfball aus zehn Metern zum 2:0 ins »Roggauer« Netz, während auf der Gegenseite Neuzugang Stefan Ljujic eine klare Torchance vergab. »Eigentlich waren wir in der ersten Spielhälfte gleichwertig«, trauerte FSG-Sprecher Florian Fünffinger den vergebenen Torchancen nach. Erneut Brkovic erhöhte mit seinem zweiten Tagestreffer auf 3:0, ehe Tim Hohn im Gegenzug der »Roggauer« Ehrentreffer gelang (59.). Dem eingewechselten Victor Gonta blieb es vorbehalten, den Treffer zum 4:1-Endstand zu markieren. Das Team von FSG-Trainer Thorsten Hertz befindet sich somit schon nach fünf Spieltagen mitten im Abstiegskampf.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Florian Tesch (Groß-Zimmern). - Zuschauer: 80. - Tore: 1:0 (28.) Mistajbegovic, 2:0/3:0 (44./58.) Brkovic, 3:1 (59.) Hohn, Gonta (80.) 4:1.

SC Dortelweil - Türk. SV Bad Nauheim 1:2 (0:1): Das Wetterauer Derby nahm nach der Halbzeitpause richtig Fahrt auf und wurde entsprechend hitzig. Nach dem bisherigen Saisonstart etwas überraschend gewann der Türk. SV Bad Nauheim beim optimal gestarteten SC Dortelweil mit 2:1. Die Tosunoglu-Elf stand dabei defensiv sehr kompakt und spielte immer wieder schnell nach vorne. Torjäger Stanley Ike sorgte mit einem souverän verwandelten Foulelfmeter (SCD-Keeper Rühl hatte Ike zu Fall gebracht) für die durchaus verdiente 1:0-Pausenführung der Gäste (38.). Nach dem Wiederanpfiff schien sich nach Marvin Strengers Traumtor aus 20 Metern zum 1:1 das Blatt zugunsten der Hausherren zu wenden (63.), erst Recht nach Jasmin Emrovics »Ampelkarte« (66.), als er nach einem rätselhaften Abseitspfiff zu heftig reklamierte (66.). Noah Pölitz profitierte fünf Minuten später von der nachlässigen Deckungsarbeit des SCD und brachte sein Team in Unterzahl wieder mit 2:1 in Front (71.), was gleichbedeutend mit dem Endstand war.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Thorben Fischer (Rödermark). - Zuschauer: 80. - Tore: 0:1 (38./FE) Ike, 1:1 (63.) Strenger, 1:2 (71.) Pölitz. - Gelb-Rote Karte: Emrovic (66./TSV).

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