12. November 2018, 20:32 Uhr

Wasserball

Friedberg trotzt Ex-Erstligist Neustadt ein Remis ab

12. November 2018, 20:32 Uhr
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Aus der Redaktion

Nächstes Ausrufezeichen des VfB Friedberg in der 2. Wasserball-Bundesliga. Die Mannschaft um Neu-Trainer René Reimann feierte beim SC Neustadt/Weinstraße am Samstag ein 9:9 und baut damit den starken Saisonstart nach dem hohen Auswärtssieg in Fulda vor Wochenfrist aus. Das Remis in Neustadt war angesichts der Tatsache, dass der Gegner in der vergangenen Runde noch erstklassig war, sich aufgrund finanzieller Probleme aber zurückziehen musste noch wertvoller – zumal es Kapitän Ilja Scerbinin erst in letzter Sekunde sicherte.

Die Gastgeber gingen zwar im ersten Viertel durch ihren Spielmacher Matthias Held frühzeitig mit 1:0 in Führung, doch der VfB glich schnell aus und es entwickelte sich ein spannendes Spiel, in dem sich keine der beiden Mannschaften mit mehr als einem Tor vom Gegner absetzen konnte. Auch die Führung wechselte im weiteren Spielverlauf insgesamt viermal. So stand es nach Abschluss des ersten Viertels 4:4. Die Friedberger agierten vor allem in der ersten Spielhälfte souverän und konnten ihre Überzahlsituationen effektiv nutzen. Im weiteren Spielverlauf war der Reimann-Truppe allerdings der Kräfteverschleiß anzumerken. Beim Stand von 7:8 ging es ins letzte Viertel. Die zahlreichen Fans der Neustädter sorgten nun für einen wahren Hexenkessel, doch fünf Minuten vor Schluss nutzte Centerverteidiger Tobias Hahn eine Kontersituation und glich zum 8:8 aus. Keine zwei Minuten später schaffte es Neustadts bester Torschütze Fernando Mongrell den erneuten Führungstreffer für seine Farben zu erzielen. In der letzten Spielminute nahm daraufhin Trainer Reimann seine letzte Auszeit. Nur 29 Sekunden vor dem Schlusspfiff zauberte Kapitän Scerbinin mit dem Rücken zum Tor stehend und mit zwei Verteidigern auf der Schulter den Ball über den Kopf des Tormanns hinweg ins Netz der Gastgeber – 9:9. Mit diesem Treffer, seinem dritten an diesem Tag, war Scerbinin gleichzeitig bester Torschütze aufseiten der Wetterauer. Der letzte Angriff Neustadts scheiterte an der starken Verteidigung der Kreisstädter und nun gab es für die Friedberg kein Halten mehr.

»Nach diesem Spielverlauf geht ein 9:9 völlig in Ordnung. Das verdanken wir vor allem unserem Kampfgeist und der fantastischen Teamleistung. Hier hat zu keinem Zeitpunkt jemand das Spiel aufgegeben, sondern wir haben alles in die Waagschale geworfen. Auch unsere Youngsters haben sich wieder super ins Team eingefügt. So darf es gerne weitergehen«, sagte Trainer Reimann nach dem Abpfiff.

VfB Friedberg: Peil, Eisenberg, Schmidt, Scerbinin, Schoppe, Hütt, Duch, Hahn, Hondrich, Klein, Scholl, Habrich, Schäfer.



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