Lokalsport

Frankfurt Universe: »Das Buch ist offen«

Die Zukunft von Frankfurt Universe ist noch offen. Den German Bowl hat die German Football League für 2019 aber schon nach Frankfurt vergeben.
15. Oktober 2018, 21:36 Uhr
Redaktion
Enttäuschung in Frankfurt: Sebastian Gautier (links) und Sebastian Silva Gomez haben mit dem Team der Universe im German Bowl die Titelchance verpasst.	(Foto: Hübner)
Enttäuschung in Frankfurt: Sebastian Gautier (links) und Sebastian Silva Gomez haben mit dem Team der Universe im German Bowl die Titelchance verpasst. (Foto: Hübner)

Quo vadis, Frankfurt? Diese Frage stellen sich derzeit viele Football-Fans und -Verantwortliche in Frankfurt und Deutschland. Verbandspräsident Robert Huber war auf der Pressekonferenz nach dem German Bowl der Ansicht, dass sich die Universe durch die beiden Erfolge im Viertel- und Halbfinale sowie der Teilnahme am Endspiel einen guten Stand in der Mainmetropole erarbeitet hätte und er durchaus eine Zukunft für den insolventen Verein sieht.

Etwas kritischer sieht dagegen Liga-Sprecher Carsten Dalkowski die Situation für die Frankfurter. »Die Situation bindet viele Ressourcen, weil ständig darüber diskutiert wird, was das Richtige ist. Wir denken, dass wir mit den Bestrafungen auf die Fehlanalysen des Vereins richtig reagiert haben. Was das nächste Jahr bringen wird, da ist das Buch noch offen. Da müssen der Verein, die Gesellschaft und auch der Insolvenzverwalter noch einiges an Hausaufgaben machen«, erklärt Dalkowski. »Wichtig war für uns, dass die Saison zu Ende gespielt werden konnte.«

Im Frühjahr wurde das Insolvenzverfahren gegen den Verein eröffnet, etwa 500 Gläubiger sind beteiligt, es geht um über 1,5 Millionen Euro. Die German Football League (GFL) zog den Frankfurtern daraufhin Punkte ab, zum Jahresende wird auch Namenssponsor Samsung den Verein verlassen.

Sollte es keine Zukunft für Universe geben, so bleibt Frankfurt der GFL dennoch erhalten. Denn die Stadt soll im kommenden Jahr wieder Austragungsort für den German Bowl werden. Von 2008 bis 2010 war die Arena im Stadtwald bereits Austragungsort für das Finale. »Die Kombination aus einem schönen Stadion, einer vernünftigen Infrastruktur und einem attraktiven Reiseziel hat dann den Ausschlag für Frankfurt gegeben«, begründet Robert Huber, die Entscheidung, das Endspiel am Main auszutragen.

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