08. März 2020, 20:18 Uhr

Fußball-Hessenliga

FV Bad Vilbel: Triumph im »Sechs-Punkte-Spiel«

In der Fußball-Hessenliga hat der FV Bad Vilbel das so wichtige Duell im Tabellenkeller beim TuS Dietkirchen mit 2:1 (2:0) gewonnen und tauscht damit den Tabellenplatz mit dem Kontrahenten.
08. März 2020, 20:18 Uhr
Adnan Alik (rechts) feiert mit dem FV Bad Vilbel einen Sieg im Duell der Tabellennachbarn bei Maximilian Zuckrigl und dem TuS Dietkirchen. FOTO: JAHN

Über den ersten Durchgang sollte aus Sicht der Dietkircher ziemlich zügig der Mantel des Schweigens gelegt werden. Die Elf von Trainer Thorsten Wörsdörfer wirkte verunsichert, in der Defensive schläfrig und offenbarte auch technisch einige Mängel.

Dazu passte es ins Bild, dass die Gäste nach nicht einmal 180 Sekunden schon 1:0 vorne lagen: Maximilian Brauburger, Bad Vilbels Bester, hatte in halblinker Position zu viel Platz, ließ mit einfacher Körpertäuschung noch einen Gegenspieler aussteigen und setzte das Spielgerät aus 18 Metern unhaltbar ins rechte Eck.

Dass den Platzherren vor allem in einem derart wichtigen Spiel nahezu nichts gelingen sollte, war aus heimischer Sicht nur schwer zu verstehen. Bad Vilbel spielte vor allem in der Defensive oftmals hohes Risiko, wurde aber kaum gefordert. Es war aber auch nicht so, dass die Gäste turmhoch überlegen waren, nein, sie waren schlichtweg cleverer. Und sie waren voll da, wenn es notwendig wurde. Nach einer Ecke auf den zweiten Pfosten von Maximilian Brauburger bugsierte Dalibor Pandza die Kugel - mit welchem Körperteil auch immer - zum 0:2 über Linie (28.). Der nächste Tiefschlag für den TuS, Bad Vilbel obenauf. Beinahe wäre es noch schlimmer gekommen, als Dalibor Pandza, der nach einem Fehler im Aufbau alleine Richtung Raphael Laux unterwegs war, am rechten Pfosten vorbeischoss (32.). Dietkirchen hätte im ersten Durchgang noch zurückkommen können, doch nach Kopfballverlängerung von Maximilian Zuckrigl schloss Kevin Kratz aus dem Gewühl heraus zu harmlos ab, so dass Torhüter Muzafer Dolovac nicht wirklich ernsthaft geprüft wurde (39.).

Im zweiten Durchgang änderte sich das Bild zunächst. Dietkirchen war bemüht, den Anschluss herzustellen, während Bad Vilbel in den Verwaltungsmodus schaltete. Und plötzlich keimte Hoffnung bei den Gastgebern auf, als Marvin Rademacher eine Kopfballverlängerung Maximilian Zuckrigls nach Kratz-Ecke zum 1:2 über die Linie »schädelte« (54.). Es schien kurze Zeit so, als könnte die Partie kippen. Die Schwarz-Roten witterten Morgenluft, hatten aber das Problem, dass nahezu jeder zweite Ball bei den Gästen landete. Und doch wurde es zumindest noch zweimal einigermaßen gefährlich. Kevin Kratz versuchte sich mit einem Freistoß auf den kurzen Pfosten, doch Keeper Muzafer Dolovac war per Faustabwehr zur Stelle (60.). Die Gäste versuchten sich in einzelnen Kontern, waren aber nicht durchschlagskräftig genug. FV-Coach Amir Mustafic musste noch einmal die Luft anhalten, als der eingewechselte Jonathan Mink in Folge eines Freistoßes relativ aussichtsreich zum Abschluss kam, Torwart Dolovac aber zur Stelle war (80.). Aufgrund des ersten Durchgangs ging der Auswärtssieg per Saldo auch in Ordnung, denn Dietkirchen ließ für ein »Sechs-Punkte-Spiel« zu vieles vermissen.

TuS Dietkirchen: Laux, Nickmann, Rademacher, Hautzel, Kratz, Leukel (70. Mink), Zuckrigl, Schäfer, Stahl (75. Kuczok), Bergs, Böcher (82. Granja).

FV Bad Vilbel: Dolovac, Tochihara (46. Grüter), Dogan, Babic, Rodrigo Tiago, Brauburger, Pandza (70. Affo), Bauscher (82. Maksumic), Saso, Alik, Huwa.

Im Stenogramm / SR: Florian Tesch (Groß-Zimmern) - Tore: 0:1 Brauburger (3.), 0:2 Pandza (28.), 1:2 Rademacher (54.) - Zuschauer: 220.

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