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FV Bad Vilbel: Spätes Gegentor zum Remis

Der FV Bad Vilbel hat in der Fußball-Hessenliga nur knapp einen Auswärts-Dreier verpasst. In Hadamar kassierten die Brunnenstädter spät den Ausgleich.
11. Oktober 2020, 20:36 Uhr
Redaktion
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Visar Gashi (rechts) hatte den FV Bad Vilbel mit 1:0 in Führung gebracht. Kurz vor Schluss kassierten die Brunnenstädter in der Hessenliga aber den Ausgleich. FOTO: REI

Ein »Sonntagsschuss« am Samstagnachmittag musste für den Fußball-Hessenligisten Rot-Weiß Hadamar in der Schlussphase wenigstens für die unter dem Strich gerechte Punkteteilung gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner herhalten. Amir Mustafic, Trainer des FV Bad Vilbel, war trotz des späten Treffers zum 1:1 (1:0)-Endstand nicht geknickt: »Es ist zwar schade, dass wir die wenigen Minuten, die noch zu spielen waren, nicht schadlos überstanden haben, aber ich bin trotzdem stolz auf meine Mannschaft, weil wir in der Defensive wie auch offensiv eine starke Leistung gezeigt haben.«

Zumindest die Feststellung bezüglich der Defensivleistung seiner Spieler muss man bestätigen. Dass die Mannschaft aus der Wetterau sieben ihrer bisher neun Punkte auf fremden Plätzen gewonnen hat, kommt nicht von ungefähr. Früh anlaufen, dem Gegner wenig Raum lassen, zu Fehlabspielen zwingen und ein körperbetontes Spiel - das war das Rezept der Bad Vilbeler.

So mühte sich Hadamar über weite Strecken vergebens, Struktur ins Offensivspiel zu bringen und Chancen zu kreieren. Eine Kopfballverlängerung nach Einwurf von Philipp Basmaci auf Jason Schäfer, die im letzten Moment geklärt wurde, und ein Kopfball von Matthias Neugebauer, der am langen Pfosten ins Aus ging, waren die zwei besten Chancen des SV Hadamar in Halbzeit eins.

Bad Vilbel machte nach einer Ecke das 0:1 (34.). Schütze Visar Gashi hatte allerdings sträflich frei gestanden und keine Mühe, per Kopfball einzunicken. Bis dahin hatten die Quellenstädter nicht eine echte Chance gehabt.

Das Offensivspiel der Hadamarer sollte sich auch im zweiten Abschnitt nicht bessern. Ein Kopfball Luca Tellers, der Keeper Steinbrecher nicht forderte (52.), war bis in die Schlussviertelstunde die einzige halbwegs gefährlich Aktion. Entsprechend wenig angetan war deshalb auch Rot-Weiß-Coach Stefan Kühne: »Mit der heutigen Leistung war ich überhaupt nicht zufrieden. Dass wir ein kleinen Kader haben und die dritte englische Woche anstand, in denen wir viel Kraft gelassen haben, will ich als Entschuldigung nicht gelten lassen. Es fehlt bei uns momentan sowohl die körperliche als auch geistige Frische.«

Auch die taktische Umstellung nach gut einer Stunde mit der Einwechselung von Mirco Paul, der den Platz von Jonas Herdering in der Innenverteidigung einnahm, während der Kapitän auf seine angestammte Position ins Mittelfeld ging, sowie der Tausch von Philipp Basmaci auf Jacob Pistor blieb zu nächst ohne Wirkung.

Fast wären die Fürstenstädter sogar durch eigenes Zutun mit 0:2 in Rückstand geraten. Der wenig beschäftigte Leon Hasselbach leistete sich ein Fehlabspiel in die Füße von Bad Vilbels Jeff Thielmann, der das »Geschenk« nicht zu verwerten wusste und das Leder am leeren Tor vorbeischoss (71.).

In der Schlussphase rafften sich die Rot-Weißen noch einmal auf. Marian Dillmann schaltete sich nach vorne mit ein und hatte Pech, dass sein Schuss auf der Torlinie für den geschlagenen Keeper von einem Abwehrbein geklärt wurde (77.). Wie beim Tischtennis sprang der Ball im FV-Strafraum (85.) von einem Abwehrbein zum anderen. Schließlich wurde das Anrennen doch noch belohnt: Mirco Paul traf nach einem zu kurz abgewehrten Ball mit einem schulmäßigen Distanzschuss flach aus 18 Metern unten rechts ins Schwarze und rettete seiner Mannschaft wenigstens noch einen Punkt.

»Die Moral stimmte, und wir haben uns mit dem Ausgleich belohnt. Das war es aber an Positivem, was ich zu diesem Spiel sagen kann«, so ein ziemlich ernüchternd wirkender Stefan Kühne.

Rot-Weiß Hadamar: Hasselbach, Rücker (32. Teller), Herdering, Dillmann, Wölfinger, Math. Neugebauer, Velimir, Mark. Neugebauer (60. Paul), Kittel, Basmaci (60. Pistor), Schäfer

FV Bad Vilbel: Steinbrecher, Tiago, Tochihara, Gashi, Knauer, Chichutek, Malkiewicz (70. Bouembe), Emmel, Biehrer, Thielmann (82. Pandza), Safaridis.

Im Stenogramm / Zuschauer: 180 - Schiedsrichter: Haustein (Buseck) - Tore: 0:1 Gashi (34.), 1:1 Mirco Paul (87.).

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