23. August 2020, 07:00 Uhr

Saisonvorschau

FC Ober-Rosbach und ein neuer Anlauf Richtung Gruppenliga

Der FC Ober-Rosbach gehört seit Jahren zur Spitze der Fußball-Kreisoberliga Friedberg. Nun soll es endlich mit einem Platz ganz oben klappen. Dafür wurde der Kader noch einmal verstärkt.
23. August 2020, 07:00 Uhr
Der Ober-Rosbacher Trainer Jens Paetzold hadert mit dem verpassten Gruppenliga-Aufstieg in der vergangenen Saison - und will dieses Jahr wieder »oben mitspielen«. (Foto: Jaux)

In der vergangenen Saison mischten die Kreisoberliga-Fußballer des FC Ober-Rosbach lange Zeit im Kampf um die Aufstiegsplätze zur Gruppenliga Frankfurt West mit. Durch den coronabedingten Abbruch der Runde und die Anwendung der Quotientenregel zur Ermittlung der Abschlusstabelle verpasste die Elf von Trainer Jens Paetzold aber den Sprung auf die überregionale Bühne um Haaresbreite. Der SV Steinfurth und die FSG Burg-Gräfenrode schnappten den Ober-Rosbachern die beiden Aufstiegstickets weg.

Nun starten die Kicker vom Eisenkrain in ihre achte Saison im Oberhaus des Friedberger Fußballkreises. Die Zielsetzung ist dabei unverändert: Auch in der kommenden Runde haben sich die Ober-Rosbacher den Aufstieg auf die Fahnen geschrieben. Aufgrund ihres Abschneidens im Vorjahr gehören die Paetzold-Schützlinge zwangsläufig zum Kreis der Favoriten. An der Seitenlinie geht der 40-jährige Paetzold in seine vierte Saison als Übungsleiter in Ober-Rosbach.

FC Ober-Rosbach Testspielergebnisse überzeugen noch nicht

Was hat sich getan? Die Abgänge von Omar Mohamad zur KSG 1920 Groß-Karben, Tim Hohn zur FSG Burg-Gräfenrode, Ivan Vidovic nach Österreich und Torhüter Etienne Schmidt zur Spvgg. Fechenheim konnten durch die Neuzugänge Stefano Amore (FSV Maintal Bischofsheim), Nikola Barliari (FC Calcio Acri/Italien), Tin Livajic (FC Croatia Frankfurt) und Torhüter Patrik Cakalic (Spvgg. 05 Oberrad) adäquat ersetzt werden. Namhaftester Neuzugang am Eisenkrain ist Julian Tomas. Der 20-jährige ehemalige U-Nationalspieler (drei Länderspiele) hat bis 2018 beim VfL Bochum unter Vertrag gestanden und war zuletzt - auch verletzungsbedingt - inaktiv. »Bei dieser Verpflichtung hatten wir ein bisschen Glück«, sagt Trainer Paetzold. Der gebürtige Mainzer Tomas studiert in Frankfurt und war über seinen Studienkollegen Patrik Cakalic mit dem FCO in Kontakt gekommen. Calakic kommt von der Spvgg. Oberrad. »Wir hoffen, dass unsere Neuzugänge die Abgänge nicht nur ersetzen, sondern die Qualität des Kaders noch steigern können. Dazu müssen sie schnell in die Mannschaft integriert werden. Was das angeht bin ich guter Dinge, da die Jungs allesamt super Typen sind«, sagt der Coach. Weitere wertvolle Ergänzung erhalten die Ober-Rosbacher durch ihre Jugendspieler Eric Schreyer, Nils Strueber und Kevin Nickel. Als Co- und Torwarttrainer konnte mit Dennis Sürer ein alter Bekannter im Fußballkreis Friedberg gewonnen werden, der Chefcoach Paetzold in Zukunft tatkräftig unterstützen soll.

Wie läuft die Vorbereitung? Nach der viermonatigen Zwangspause sind die Ober-Rosbacher bereits Anfang Juli unter strenger Einhaltung der Hygienemaßnahmen in die Vorbereitung auf die Saison 2020/21 gestartet. Nach ersten freiwilligen Treffen und lockerem Fußballtennis wurde auf zwei Platzhälften mit maximal zehn Spielern trainiert. Ab August konnte der Regelbetrieb umgesetzt werden. Wie viele seiner Trainerkollegen musste auch FCO-Coach Jens Paetzold in der Urlaubszeit auf große Teile seines Personals verzichten. Auch mit den ersten Testspielergebnissen gegen den DJK Bad Homburg II (1:2), den SV Victoria Heldenbergen (2:3) und den SV Germania Ockstadt (3:6) kann der Ober-Rosbacher Übungsleiter noch nicht zufrieden sein.

FC Ober-Rosbach: Der Aufstieg ist »kein Muss«

Wie lautet die Zielsetzung? Nach Platz drei in der Vorsaison wollen die Fußballer vom Eisenkrain auch in der neuen Spielzeit erneut ganz oben angreifen. »In der abgelaufenen Runde sind wir leider unglücklich durch den be-spielbaren Kunstrasen und das 3:3-Unentschieden gegen Bruchbrücken an der Quotientenregelung gescheitert. Ohne dieses Unentschieden hätte es für die Gruppenliga gereicht. Mit unserer Leistung können wir dennoch zufrieden sein«, erklärt Paetzold. Er hadert rückblickend mit dem Resultat seiner Elf gegen die »Bärenschweizer« unmittelbar vor dem coronabedingten Abbruch der vergangenen Saison. Mit einem Sieg hätten die Ober-Rosbacher seinerzeit den Sprung an die Tabellenspitze geschafft. »Auch in diesem Jahr wollen wir wieder versuchen, attraktiven und erfolgreichen Fußball zu spielen.«

Das sagt der Trainer: »Wir gehen die Runde durchaus selbstbewusst an und haben uns zum Ziel gesetzt, wieder oben mitzuspielen. Der Aufstieg in die Gruppenliga - auch unter Berücksichtigung der keinesfalls schlafenden Konkurrenz - ist für uns aber absolut kein Muss«, nimmt Paetzold den Druck von seiner Mannschaft, die in den vergangenen fünf Spielzeiten stets unter den Topfünf gelandet war.

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