01. Juni 2017, 18:00 Uhr

Überzeugend

Espen Wick imponiert im Hürdenlauf

Bei den Leichtathletik-Regionalmeisterschaften haben Wetterauer Athleten für Furore gesorgt. Zwei Sportler des TV Assenheim gaben ihr Comeback nach zweijähriger Wettkampfpause.
01. Juni 2017, 18:00 Uhr
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Von Tanja Weber
Die 12-jährige Johanna Ebert (TV Rendel, Startnummer 380) beendet den 800-Meter-Lauf in 2:25,68 Minuten und gewinnt die Bronzemedaille. (Foto: pv)

Zahlreiche Erfolge konnten die Leichtathleten der LG/TSV Friedberg-Fauerbach bei den Regionalmeisterschaften Rhein-Main in Gelnhausen verbuchen. Mehr als 30 Medaillen sprangen heraus. Die Teilnehmer des TV Assenheim zeigte sich ebenfalls in ansprechender Verfassung und holten sechs Medaillen. Mit nur wenigen Athleten war derweil der TV Rendel vertreten, durfte sich aber über den Titelgewinn von Espen Wick über 110-Meter-Hürden freuen.

LG/TSV Friedberg-Fauerbach: Bei den Regionalmeisterschaften in Gelnhausen am Wochenende haben die Friedberger Leichtathleten reihenweise Medaillen abgeräumt. Sprinter Lars Hieronymi holte gleich drei Mal Gold. Über 100 Meter war er in 10,92 Sekunden genauso nicht zu schlagen wie über die doppelte Distanz (21,58 sec.). Mit der 4x100 Meter Staffel in der Besetzung Clint Dotzert, Janis Schmidt, Nils Eckhardt und Hieronymi sprang die dritte Goldmedaille in 43,48 Sekunden heraus. Staffelläufer Janis Schmidt verbuchte zudem im Einzel über 100 Meter Rang vier in 11,77 Sekunden. Seniorenweltmeister Bernd Lachmann schlug sich über 200 Meter gegen die teilweise 20 Jahre jüngere Konkurrenz toll, holte in 24,09 Sekunden Platz fünf. Gerke Thomas wurde Neunter (25,18 sec.

). Clint Dotzert feierte über 400 Meter bei den Männern die Vizemeisterschaft in 52,55 Sekunden. Im Weitsprung wurde er Erster mit 5,98 Metern. Stabhochspringer Andreas Diegel-Thomas überquerte in Gelnhausen 3,50 Meter, was ihm Platz drei bescherte. Gleich zwei Mal Gold brachte Alina Schneider bei den Frauen nach Hause. Über 100 Meter finishte sie in 12,55 Sekunden und landete auf Rang eins. Ihre Teamkolleginnen Monika Rieschel und Julia Orth wurden Vierte beziehungsweise Fünfte. Im Quartett war die LG ovag nicht zu schlagen. Abike Tabel, Anna Hülsmann, Alina Schneider und Julia Orth beendeten ihren Wettkampf in 49,18 Sekunden. Im Stabhochsprung setzte sich indes Jasmin Stowasser mit 2,90 Metern durch. In der männlichen U20 landete Robin Flach drei Mal auf dem Siegerpodest. Im Einzel über 100 Meter sicherte er sich Bronze in 11,56 Sekunden. Dirk Leiacker als Fünfter (11,76 sec.) und David Michel als Sechster komplettierten das starke Mannschaftsergebnis.

Über die doppelte Distanz finishte Robin Flach als Zweiter in Saisonbestzeit von 23,02 Sekunden. Manuel Christof wurde in 23,30 Sekunden Vierter, Dirk Leiacker Fünfter in 24,13 Sekunden und Nils Eckhardt Sechster. Sehr schnell unterwegs war die LG ovag-Staffel: Leiacker, Flach, Christof und Michel kamen auf 44,15 Sekunden. Dazu schnappte sich David Michel noch Silber über 400 Meter in Saisonbestzeit von 53,71 Sekunden. Ein starkes Ergebnis erzielte Alexander Decher in der männlichen Jugend U18 und wurde souverän Regionalmeister über 100 Meter (11,59 Sekunden). Tim Dillemuth holte über 400 Meter in 57,36 Sekunden Platz vier. Auch die U20-Athletinnen wussten in Gelnhausen zu überzeugen. Anna Hülsmann wurde Erste über 400 Meter (59,06 Sekunden). Die hessische Hallenmeisterin in dieser Disziplin freute sich zudem über Silber über die halbe Strecke. In 25,83 Sekunden lag sie knapp vor Abike Tabel auf dem Bronzerang (26,21 sec.). Selina Weber wurde in 26,92 Sekunde Fünfte. Über 800 Meter lief Elena Kleinpaß nach 2:23,87 Minuten ins Ziel.

Weitere Medaillen für die Kreisstädter gab es in der weiblichen U18. Lilli Thomalla feierte die Meisterschaft über 400-Meter-Hürden in 66,48 Sekunden. Nach einem spannenden Rennen lag sie einen Wimpernschlag vor Teamkollegin Eva Harr (66,51 sec.; Silber). Darüber hinaus holte Thomalla Silber im Weitsprung mit 5,23 Metern (Bestleistung). Schnell unterwegs war die Staffel der LG mit Fabienne Fliedner, Sayana Wilhelm, Anne Schröder und Lilli Thomalla in 49,21 Sekunden. Im Einzel kam Anne Schröder im 100m-Finale auf Platz sechs in 13,01 Sekunden. Alexandra Göller erkämpfte sich Rang fünf über 200 Meter (27,38 sec.). Jenny Patrovsky wurde in der U18 Erste im Diskuswurf (30,75 Meter). Staffelläuferin Fabienne Fliedner überzeugte auch im Einzel. In 12,74 Sekunden holte sie Silber. Auf Platz eins landete sie gar über 300-Meter-Hürden (45,65 Sekunden). Beim männlichen Nachwuchs der M14 musste sich Julian Markof gleich zwei Mal hauchdünn geschlagen geben. Über 100 Meter schrammte er als Vierter in 12,54 Sekunden genauso an Bronze vorbei wie im Weitsprung mit 5,32 Metern. In den technischen Disziplinen verbuchte Markof Rang acht im Kugelstoßen (8,62 Meter). Benedict Michel Rang kam indes auf Platz sieben im Speerwurf mit 30,73 Metern.

 

Michelle Macker holt zwei Titel

 

In der jüngsten Altersklasse, der W14, konnte Rhea Happel zwei Medaillen mit nach Hause nehmen. Silber gab es im Diskuswurf mit 24,13 Metern, zudem holte sie Bronze im Speerwurf (28,67 Meter). Sayana Wilhelm wurde in dieser Disziplin Vierte mit 28,14 Metern. Im Kugelstoßen belegte Wilhelm mit 9,79 Metern Platz zwei. Im Weitsprungwettbewerb musste sie sich mit 4,65 Metern begnügen, was ihr Platz sieben bescherte. Amrei-Rieke Thomas holte indes Gold im Stabhochsprung (2,50 Metern).

TV Assenheim: Mit einer kleinen Gruppe von nur sechs Athleten trat der TV Assenheim an und holte sieben Einzelmedaillen. Bei widrigen Windverhältnissen sicherte sich in der WJ-U20 die favorisierte Michelle Macker zwei Titel. Über 100 Meter sprintete sie 12,54 Sekunden, über die halbe Stadionrunde 25,68 Sekunden. Tobias Trupp (MJ-U20) lief indes über 100 Meter in 11,23 Sekunden und 200 Meter in 22,37 Sekunden zum Sieg. Mit seiner Zeit über 200 Meter qualifizierte sich der Florstädter zudem für die deutschen Jugend-Meisterschaften im August. In der Altersklasse WJ-U16 gewann Leonie Heuser mit 44,52 Sekunden über 300 Meter die Bronzemedaille.

Im 100-Meter-Sprint belegte sie den siebten Platz mit einer Zeit von 13,49 Sekunden. Lea Schmidt erreichte über die gleiche Distanz eine neue Bestzeit (13,80 Sekunden). Im Hochsprung überquerte sie 1,37 Meter und wurde Achte. Nach zweijähriger Wettkampfpause bestritten Leon Bücken sowie Dominik Pfeiffer wieder Wettkämpfe. Über 400 Meter in der Männerklasse behielt Leon Bücken in neuer Bestzeit (50,50 Sekunden) die Oberhand. Dominik Pfeiffer überzeugte indes als Dritter (52,60 Sekunden).

TV Rendel: Bereits am Freitagabend hatte Hürdensprinter Espen Wick den einzigen Meistertitel des TVR geholt. Über 110-Meter-Hürden siegte er in 15,18 Sekunden souverän vor Patrick Bareuther von der TSG Wehrheim. Teamkollege Sebastian Reuel blieb hingegen an der vierten Hürde hängen und konnte seinen Lauf daher nicht beenden. Einen sehr starken Eindruck hinterließen am Samstag die Rendeler Nachwuchsläufer, die sich anschicken, in die Fußstapfen von Rendels Vorzeigeläufer Lara und Marc Tortell zu treten. Zu überzeugen wusste insbesondere die 12 Jahre alte Johanna Ebert, die in ihrem vierten Lauf in diesem Jahr die vierte persönliche Bestzeit aufstellte. Mit 2:25,68 Minuten über 800 Meter erreichte sie eine nationale Spitzenzeit.

In der Altersklasse W14, für die Ebert hoch gemeldet wurde, reichte es dank eines fulminanten Zielgeraden-Endspurts sogar für eine Bronzemedaille. Nicht weit hinter Johanna Ebert kam Teamkameradin Clara Schwaz als Sechste ins Ziel – ebenfalls in persönlicher Bestleistung (2:31,59 Minuten). Neben diesen beiden Athletinnen haben sich auch Fynn Aurand (U18, 4. über 800 Meter), Tom Jurek (U18, 3000 Meter), Jihan El Karz (W14, 2000 Meter) und Marla Schlarb (W13, 800 Meter) für die Hessenmeisterschaften qualifiziert. Nicht mehr weit entfernt davon ist auch der stark verbesserte Marcel Wagner, der in Gelnhausen als Dritter über 800 Meter der männlichen U20-Klasse ebenfalls Bestleistung (2:21,86 Minuten) lief.

Sand im Getriebe war hingegen bei den Sprintern und Springern, wobei sich bei Letztgenannten aufgrund geringer Teilnehmerzahlen nur bedingt Wettkampf-Atmosphäre einstellen wollte. Sowohl Stabhochspringerin Verena Roth (wU20, 3,30 Meter) als auch die Hochspringerin Verena Reuel (Frauen, 1,59 Meter) und ihr Bruder Sebastian Reuel (Männer, 1,60 Meter) bestritten ihre Wettkämpfe sogar allein. Den etwas spärlichen Rendeler Medaillenreigen des Wochenendes komplettierte U20-Stabhochspringer Louis Hudy, der mit 2,80 Metern in die Saison startete und sich im Klassement über Platz zwei freuen durfte.

Weitere Ergebnisse: Männer, 100 Meter: 8. Espen Wick, 12,21 Sekunden; 13. Sebastian Reuel (beide TV Rendel), 12,60 Sekunden; 200 Meter: 4. Espen Wick (TV Rendel), 23,84 Sekunden; 400-Meter-Hürden: 2. Torben Jungclaus (TG Groß-Karben), 59,23 Sekunden. – Männliche U18, 800 Meter: 4. Fynn Aurand 2:20,26 Minuten; 5. Tom Jurek (beide TV Rendel), 2:23,18 Minuten; Hochsprung: 3. Vincent Velte (Fun-Ball Dortelweil), 1,72 Meter; 7. Florian Kanert, 1,60 Meter; 8. Lennart Heinze (beide TV Rendel), 1,56 Meter; Weitsprung: 10. Timo Langstrof (LSC Bad Nauheim) 5,26 Meter; Diskuswurf: 3. Timo Langstrof (LSC Bad Nauheim), 35,52 Meter; Hammerwurf: 2. Timo Langstrof (LSC Bad Nauheim), 26,50 Meter; Speerwurf: 6. Timo Langstrof (LSC Bad Nauheim), 44,62 Meter. – M15, 100 Meter: 6. Moritz Gubitzer (TG Groß-Karben), 12,82 Sekunden. – W15, Hochsprung: 9. Lisanne Heinze (TV Rendel), 1,33 Meter. – W14, 800 Meter: 6. Clara Schwarz, 2:31,59 Minuten, 14. Marla Schlarb (beide TV Rendel), 2:47,32 Minuten.



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